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Die Fahrkarte zur Bewerbung ist Sabrina sicher

Hilfsbereitschaft | Überraschend viele Menschen haben der 15-jährigen Schülerin aus Guttenberg Unterstützung angeboten.
Von Melitta Burger
  • fpks_Knetsch_100310 Sabrina Knetsch
     
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Guttenberg - Eine beachtliche Welle der Hilfsbereitschaft hat unser Bericht über Sabrina Knetsch aus Guttenberg ausgelöst. In unserer Dienstags-Ausgabe haben wir über die Nöte des 15-jährigen Mädchens berichtet, das zu einem Vorstellungsgespräch für eine Ausbildungsstelle in Brandenburg eingeladen ist, aber nicht das Geld für die Fahrkarte hat. Buchstäblich Dutzende von Lesern haben sich deshalb spontan bei uns gemeldet und wollten helfen. Sabrinas Fahrkarte für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist gesichert. Die Hauptschülerin kann Ende März ihre Reise antreten.

Sabrina Knetsch will unbedingt Pferdewirtin werden und verfolgt, wie berichtet, dieses Ziel mit viel Engagement. Praktika hat sie bereits absolviert und unter anderem dafür von Enoch zu Guttenberg ein exzellentes Zeugnis erhalten. Nun hat die 15-jährige ihre Bewerbungen an potenzielle Ausbildungsbetriebe geschickt und die erste Einladung zur Vorstellung erhalten.

Der Haken an der Sache: Für den Beruf der Pferdewirtin verlangen die meisten Ausbildungsbetriebe aus verständlichen Gründen ein Probearbeiten, bevor sie sich entscheiden. Sabrinas Familie ist auf Unterstützung durch Hartz IV angewiesen und Reisekosten für ein Probearbeiten im Rahmen einer Ausbildungsbewerbung dürfen von der ARGE auf Grund gesetzlicher Vorgaben nicht erstattet werden.

Das tut auch den Sachbearbeitern bei der ARGE leid, die selbst nach einem Ausweg für Sabrina gesucht, diesen aber noch nicht gefunden hatten. Von der Welle der Hilfsbereitschaft, die sich nun entwickelt hat, zeigte sich ARGE-Geschäftsführer Norbert Halbhuber überwältigt. Er sicherte zu, dass durch die private Übernahme der Fahrkarte dem jungen Mädchen nun nicht etwa eine Kürzung ihrer Leistungen drohe und bestätigt: "Sabrina verdient es, dass man Geld für sie ausgibt, ihr hilft und für sie aktiv wird."

Die Bereitschaft, der zielstrebigen 15-jährigen Hauptschülerin unter die Arme zu greifen, ist in der Tat bemerkenswert. Die erste Fahrt ist finanziert. Und sollte es nicht auf Anhieb klappen, kann sich Sabrina sicher sein, dass möglicherweise weitere nötige Bewerbungsfahrten mit Probearbeit finanziert sind. Gleich mehrere Leser sicherten zu, auch später noch zu ihrem Unterstützungsangebot zu stehen.

Fast durch die Bank argumentierten die vielen Anrufer in unserer Redaktion sehr ähnlich: Starre Gesetze dürften dann nicht im Wege stehen, wenn ein junger Mensch wirklich zielstrebig um eine Ausbildung bemüht sei. Niemals dürfe es am Geld scheitern, wenn es um die Bewerbung für eine Lehrstelle geht. "Wieso soll dieser Berufswunsch an einer vergleichsweise kleinen Summe scheitern", fragte die Mutter eines Jungen, der dank der Unterstützung seiner Eltern überall hin zu Bewerbungen reisen kann. Die Frau, selbst Reiterin, hat Sabrina nun sogar angeboten, ihr eine gebrauchte Reitausrüstung zu schenken.

Weitere Zusagen stehen fest

Vom Geld einer Spenderin wird unsere Redaktion nun die Fahrkarte für Sabrina nach Brandenburg kaufen und sie dem Mädchen bringen. Falls es nicht auf Anhieb klappen sollte, gibt es weitere Zusagen für die nächsten Fahrkosten. An fehlendem Fahrgeld wird also die Verwirklichung des Berufswunsches dieses zielstrebigen Mädchens nicht scheitern.

    
    

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Die neuesten Kommentare

Klasse

von pasta m (42) am 10.03.2010 08:58
Super....find ich echt gut das sich die Menschen untereinander helfen !!!So würden manche "Gesetze" überflüssig....und die wo sie machen könnten entlassen werden es braucht sie dann nicht mehr weil sich die Menschen gegenseitig selber helfen !....Klasse von der Spenderin !Ein neuer Weg...geben macht immer glücklich...
(0)

Keine Kürzung der Leistung,

von Bergziege w (55) am 10.03.2010 00:13
das ist ja der Hohn.Der Staat tut nix und wenn es private Unterstützung gibt, droht Leistungskürzung.Hoffentlich ist Privatinitiative nicht auch Dekadenz.
(0)

Dafür bezahlen wir...

von unbekannt am 09.03.2010 23:47
... jedem Zuwanderer für inzwischen ca. 10.000 Euro des LKW-Führerschein der Klasse CE!
(0)
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