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Flagge zeigen zum Tag der Franken

Heimatpflege | Bernhard Schubert und Christine Zapf plädieren dafür, zum großen regionalen Festtag deutlich sichtbar fränkischen Freigeist zu demonstrieren.
  • fpks_am_AFW_Frankenfahne Vorarbeiten für den Tag der Franken: In der AFW Creativ-Stickerei in Mannsflur näht Christine Zapf Frankenfahnen, die sie als Zeichen der Heimatverbundenheit gerne an vielen Häusern und Firmen gehisst sehen würde.
    Biedefeld
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Mannsflur/Kulmbach - In der Stadt und in den Gemeinden des Landkreises Kulmbach laufen die Vorbereitungen für den "Tag der Franken" vom 1. bis 4. Juli. Aus diesem Anlass sollten die Franken Flagge zeigen. In dieser Forderung sind sich der langjährige Verfechter eines fränkischen Bewusstseins, der Landtagsabgeordnete Wolfgang Hoderlein (SPD), und die Geschäftsführer der Firma AFW Creativ Stickerei GmbH in Mannsflur einig.

AFW-Geschäftsführer Bernhard Schubert und Mitarbeiterin Christine Zapf werfen die Frage auf, wie man einen "Tag der Franken" ohne Frankenfahne feiern soll. "Wir verfolgen seit einiger Zeit den Streit mit der bayerischen Staatsregierung um die Beflaggung öffentlicher Gebäude", sagt Zapf im Gespräch mit der Frankenpost. Die Krux: Nachdem Franken kein politisches Gebilde ist, kommt die Frankenfahne in offiziellen Richtlinien nicht vor.

Gemeinden entscheiden selbst über Fahnenschmuck

Die Rathäuser dürfen seit 2009 selbst über ihren Fahnenschmuck entscheiden. Dennoch würden noch viel zu wenige Gemeinden den fränkischen Rechen hissen. Bei anderen öffentlichen Gebäuden gelten nach wie vor die Richtlinien der Bundesregierung, an die sich die Länder angleichen: Da gilt die Reihenfolge Bundesflagge und - wenn noch Platz ist - die Europaflagge. Bei regionalen und örtlichen Anlässen dürfen die Fahnen der Länder und die Gemeindefahnen gehisst werden. Schubert und Zapf finden diesen Streit sinnlos. Denn jeder Franke und jeder fränkische Betrieb der im Besitz eines Fahnenmastes ist, habe doch die freie Wahl, "seine" Flagge zu zeigen. "Was hindert uns Franken daran, in der Festwoche zum "Tag der Franken" die Frankenfahne zu hissen?", fragt Zapf. Das wäre doch zugleich ein deutliches Zeichen in Richtung München, die staatliche Reglementierung zu lockern. Schubert sieht darin auch ein Symbol des fränkischen Freigeistes.

Ein Zeichen der Loyalität zur Heimat

"Frankenfahnen sollten gerade zum Tag der Franken auf unseren Stolz und unsere fränkische Tradition hinweisen, unabhängig davon, ob Franken eine administrative Einheit darstellt oder nicht. Lasst uns den Beweis antreten mit dem Hissen der fränkischen Fahne für unsere Loyalität zu unserer Heimat", sagt Schubert.

Der AFW-Geschäftsführer verkündet dies nicht ganz ohne Hintergedanken, denn das junge Unternehmen, das aus der Insolvenz der Fahnenfabrik Meinel in Marktleugast hervorgegangen ist, setzt nach dem Ende der Karnevals- und Faschingssaison auf die Produktion von Fahnen - sowohl für den Tag der Franken als auch für die Fußballweltmeisterschaft. Die Produktion der Fahnen mit dem Frankenrechen ist bereits angelaufen, allerdings, so räumt Geschäftsführer Schubert ein, sei das Interesse noch gering. Dabei hält sich der Preis für die Demonstration regionalen Bewusstseins in Grenzen: Eine Frankenfahne ist schon ab 22,40 Euro zu haben.

    
    

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Die neuesten Kommentare

Erhebt euch ...

von unbekannt am 11.03.2010 06:19
... ihr Franken ! Zeigt stolz euer Schild !
Wir Franken repräsentieren ein Drittel der Staatsfläche, der Wirtschaftskraft und des Bevölkerungsanteils im „Freistaat Bayern“. Franken ist so groß wie Belgien. Wir haben genau so viele Einwohner wie Norwegen oder Irland. Wir erwirtschaften über ein Drittel des Landeshaushaltes.

Lasst uns aus dem Tag eine beeindruckende Veranstaltung fränkischen Stolzes machen, als Ausdruck einer patriotischen Gesinnung.
Nur wenn wir selbstbewusst auftreten, hört die Gängelung aus München auch irgendwann auf.
Für ein starkes Franken in Bayern !
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