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Mit langem Atem

Vier Ludwigschorgaster schlagen sich glänzend beim zweiten Frankenweg-Lauf, dem etwas anderen Marathon.

  • fpks_lg_ludwigschorgast_fra Das erfolgreiche Quartett der LG Ludwigschorgast mit (von links) Edelbert Beck, Corinna und Michael Kraus sowie Hermann Röder.
     
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Ludwigschorgast/Streitberg - Das Pendant des Fränkische Schweiz Marathon, der Anfang September stattfindet, ist der Frankenweg-Lauf. Es ist der etwas andere Marathon, der in diesem Jahr erst zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Hier führt die Strecke überwiegend über Naturwege - Asphaltabschnitte sind eher die spärliche Ausnahme - und verläuft als reiner Trail-Lauf im Herzen Frankens. Mittendrin im Teilnehmerfeld, besser gesagt: meist vorneweg, waren vier Läufer der Laufgemeinschaft (LG) Ludwigschorgast.

Bei dieser Veranstaltung konnten die exakt 200 Starter zwischen drei Streckenlängen wählen: Langstrecke über 42 Kilometer, Mittelstrecke über 24 Kilometer und der 15-Kilometer-Kurzstrecke. Aber gleich vorneweg: Nach GPS-Daten der Teilnehmer war der Marathon gut 44 Kilometer lang und die Mittelstrecke hatte eine Distanz von 25 Kilometern aufzuweisen.

Startpunkt des Marathonlaufes war in Streitberg am Muschelquellenweg direkt am Waldrand. Vis-à-vis grüßt die Burgruine Neideck, das Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz. Über wurzelgeprägte Pfade führte die Strecke zur Oswald-Höhle. Ein Highlight nach etwa sieben Kilometern! In gebückter Haltung, die Höhe betrug nur 1,50 Meter, musste die 60 Meter lange Höhle durchlaufen werden. Für die Sicherheit der Läufer wurde die Höhle von der Feuerwehr ausgeleuchtet. Weiter ging es dann zum romantischen Felsengebirge der Riesenburg (Kilometerpunkt 13). Bevor es über Stufen sehr steil bergab geht, konnte man noch einen schwindelerregenden Tiefblick ins Wiesenttal genießen. Der Wiesent flussabwärts folgend vorbei an duftenden Wiesen wurde Behringersmühle nach 18 Kilometern erreicht. Hier war auch der Start der Mittelstrecke. Über einen Felssteig, den sogenannten Buttenweg, ging es steil bergauf nach Gößweinstein, vorbei an der Burg und Basilika wieder hinab ins Püttlachtal zum Felsendorf Tüchersfeld.

Bizarre Felslandschaft

Bis Pottenstein und Teufelshöhle und weiter bis zur Abzweigung ins Klumpertal wird eine atemberaubende Felslandschaft mit bizarren Formationen durchlaufen. Enge Felsdurchgänge mit kräftigen Anstiegen und steilen Bergabpassagen wechseln sich ab.

Durch das wildromantische Klumpertal über die Anhöhe Kirchenbirkig wird bei der Burgruine Leienfels der höchste Punkt der Laufstrecke erreicht. Die letzten paar Hundert Meter geht's dann kräftig bergab ins Ziel nach Obertrubach.

Die vielen landschaftlichen Höhepunkte und der technisch sehr anspruchsvolle Parcours mit knapp 2200 Höhenmetern war für das Quartett der LG Ludwigschorgast ein schönes Lauferlebnis. Zudem konnten sich die Trail-Läufer über hervorragende Platzierungen freuen:

Michael Kraus kam als Gesamtzweiter und Altersklassensieger (M 45) nach 3:57.35 Stunden der Langstrecke ins Ziel. Über die Mittelstrecke lief Tochter Corinna als Gesamtvierte und Altersklassensiegerin (W 20) in 2:39.15 Stunden und Hermann Röder, ebenfalls Altersklassensieger M 65, nach 2:39.09 Stunden über die Ziellinie. Edelbert Beck belegte mit der Zeit von 2:57.33 Stunden den beachtlichen 5. Platz in der Altersklasse M 50.

    
    

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