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Opa im Visier des Staatsanwalts

Gericht | Ein 76-Jähriger soll sich jahrelang an seinen Enkelinnen vergangen haben. Jetzt muss er sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs verantworten.
Von Stephan Herbert Fuchs

Kulmbach/Bayreuth - Weil er jahrelang seine beiden Enkelinnen sexuell missbraucht haben soll, muss sich ein 76-jähriger Rentner seit Montag vor dem Landgericht in Bayreuth verantworten. Die Taten sollen sich in einem Zeitraum von mehreren Jahren sowohl im Haus des Mannes im Altmühltal als auch in der elterlichen Wohnung der Mädchen im südlichen Landkreis Bayreuth zugetragen haben. Während der Verteidiger die fast 50 Einzelfälle im Auftrag seines Mandanten einräumte, gab der zum Prozessauftakt überraschend vor, sich nicht mehr an Einzelheiten erinnern zu können, oder die Kinder nur zufällig berührt zu haben. Erst auf eindringliche Nachfrage des Gerichts sagte der Mann kleinlaut, dass der eine oder andere Vorwurf so gewesen sein könne.

Schwerstes Opfer ist eine heute 21 Jahre alte Frau. Sie soll bereits im Alter von zehn Jahren vom Angeklagten missbraucht worden sein, die sexuellen Annäherungen hielten der Anklage zufolge bis vor einigen Jahren an. Wie dem Gutachten eines Therapeuten zu entnehmen war, leidet die junge Frau noch immer unter einer schweren posttraumatischen Störung, was sich in Depressionen, Selbstverletzungen und permanenten Schlafstörungen äußert.

Übergriffe im Kinderzimmer

Zu den Übergriffen war es laut Anklage sowohl im Kinderzimmer der Mädchen als auch im Ehebett des Mannes gekommen, dessen Ehefrau vor einigen Jahren verstorben war. Der Mann soll die beiden Mädchen zunächst massiert, später immer häufiger unsittlich berührt und sexuelle Manipulationen an ihnen vorgenommen haben. Die Übergriffe hätten bereits im Kommunionsalter begonnen und erst nach der Pubertät geendet.

Unklar ist, warum der Mann die Vorwürfe gegenüber seinem Verteidiger ganz offensichtlich eingeräumt hatte, vor Gericht aber alles relativierte. Wahrscheinlich habe er den Mädchen bei der Rückenmassage nur zufällig an die Brust gefasst, erklärte er. Beide seien sehr anhänglich gewesen, da habe man sich halt mal gedrückt, lautete ein weiterer Erklärungsversuch. Erst auf direkte Vorhalte seitens des Gerichts war der Angeklagte zu einem halblauten "Ja, es war so" zu bewegen.

Sorge bereitet allen Beteiligten, dass ein weiterer Sohn des Mannes zusammen mit mehreren kleinen Kindern in seinem Haus wohnt. In ihrer richterlichen Vernehmung hatten die beiden Opfer angegeben, dass es nicht ihr Ziel sei, den Großvater hinter Schloss und Riegel zu bringen, sondern vielmehr zu verhindern, dass es zu ähnlichen Taten komme.

Auch der Vernehmungsrichter, bei dem die beiden Opfer vorgesprochen hatten und den das Gericht jetzt als Zeuge geladen hatte, berichtet von völlig verstörten jungen Frauen. Sie hätten teilweise die Worte nicht herausgebracht, Schwierigkeiten gehabt, sexuelle Handlungen zu beschreiben und entsprechende Körperteile zu benennen. Die beiden jungen Frauen seien erheblich gehemmt und deshalb äußerst schwierig zu vernehmen gewesen.

Stutzig macht allerdings eine Äußerung die der Mann gegenüber seinen Enkelinnen getätigt haben soll: Warum er nicht "ins Puff" ginge, hätten sie ihn einmal gefragt. Er habe daraufhin geantwortet, dass dies zu teuer sei. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

    
    

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Die neuesten Kommentare

Der Alte Suender

von unbekannt am 10.02.2010 15:54
Hatte nie gedacht dass sich jemand an seine Enkelinnen verkreifen koennte.
Unklaublich - 3 Jahre ist nicht genug fuer solch eine Suende
(0)

schnipp..

von haione w (28) am 09.02.2010 09:16
..schnapp...Eier ab!!
(0)

siehe "kaum aussicht auf die freiheit..."...

von milchziege w (24) am 09.02.2010 16:37
bin ich voll dafür! auch der sollte entweder zwangskastriert werden oder für immer in den knast wandern...
ein kurzer hieb, ein lauter schrei... und über die bühne rollt ein ei! ^^
(0)
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