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Startklar für die Karriere

Zwölf Auszubildende, drei Berufe: Die Emons Himmelkron hat aufgestockt. Der Nachwuchs hat gute Chancen, auf eine Übernahme nach der Lehre.

Von Kristina Künzel
  • fpks_am_Emons_Azubis_020910 Für sie hat am Mittwoch das Abenteuer "Berufsleben" begonnen: Zwölf Auszubildende hat die Emons in Himmelkron in diesem Jahr eingestellt. Betreut werden sie von Ausbildungsleiterin Kristina Jäger (Fünfte von links). Foto: Reißaus
     
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Himmelkron - Nervosität, ein bisschen Anspannung, aber sicherlich auch jede Menge Vorfreude: Mit wohl gemischten Gefühlen haben am gestrigen Mittwoch tausende junge Menschen eine Ausbildung begonnen. Zwölf Auszubildende - drei Frauen und neun Männer zwischen 17 und 30 Jahren - hat die Emons Spedition GmbH in ihrer Niederlassung in Himmelkron in diesem Jahr begrüßt "und hält damit den Durchschnitt", wie Ausbildungs- und Personalleiterin Kristina Jäger erklärt.

Azubi aus Tschechien dabei

Wie in den vergangenen Jahren stammen die Azubis, die in drei verschiedenen Berufsfeldern ausgebildet werden, aus der Region: je drei Lehrlinge aus den Landkreisen Kulmbach und Hof und fünf aus dem Raum Bayreuth. Und erstmals hat man heuer auch einen Auszubildenden aus dem Ausland: einen 19-jährigen jungen Mann aus Pilsen. Den Hintergrund erläutert Kristina Jäger: "Neben unseren Vertriebsstrukturen in Deutschland und Westeuropa sind wir seit Längerem sehr stark auf dem osteuropäischen Markt zugange - vor allem im Zuge der EU-Osterweiterung - und forcieren massiv Geschäfte in Tschechien. Dort haben wir mittlerweile sechs Niederlassungen." Die Geschäftsführung habe daher ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um die Aufnahme eines tschechischen Auszubildenden zu ermöglichen, der am Mittwoch die dreijährige Lehre zum Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung begonnen hat. In seinem "Ausbildungs-Boot" sitzen sechs weitere Lehrlinge, darunter drei Frauen.

Als angehende Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen wird zu ihrer Hauptaufgabe der Verkauf der Transport- und Logistikdienstleistungen zählen - "und zwar auf kompetente, kunden- und firmenorientierte sowie höfliche Weise", wie Kristina Jäger sagt. Zudem durchlaufen die Azubis verschiedene Abteilungen - wie Export/Import, Disposition oder Kundenservice.

Während die Nachwuchskaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen wöchentlich die Schulbank in der Berufsschule in Hof drücken werden, geht es für die angehenden Fachlageristen (zwei Jahre Ausbildung) und Fachkräfte für Lagerlogistik (drei Jahre) zweimal wöchentlich in die Berufsschule nach Lichtenfels.

Beide Berufsfelder sind laut Jäger sehr gewerblich orientiert, durchaus körperlich anstrengend und daher meist hauptsächlich für Männer interessant. Auch in diesem Jahr sind alle fünf Ausbildungsplätze von Männern besetzt, wenngleich es durchaus ab und an auch weibliche Bewerber gebe. Den Fachlageristen obliegt unter anderem das Be- und Entladen der Lkw und die Ladungssicherung, aber auch die Dokumentation der "Wagenbegleitpapiere" wie Aufträge. Der Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik enthält ebenfalls einen Großteil gewerblicher Elemente, gilt aber laut Jäger als kaufmännischer Beruf. Zu den Aufgaben zählen die Disposition und Organisation der Logistikhalle.

Auch bildet die Emons in Himmelkron seit 2007 Berufskraftfahrer aus, jedoch erst wieder 2011. "Es ist eine sehr kostspielige und anspruchsvolle Ausbildung. Es ist nicht so, dass diesen Job jeder machen kann", sagt die Ausbildungsleiterin. "Der Fahrer ist im Prinzip das Aushängeschild der Firma, das Bindeglied zwischen Kunde und Unternehmen."

Erstmals Grillparty

Mit den zwölf "Neuen" arbeiten bei Emons in Himmelkron aktuell 28 Auszubildende in vier Berufsfeldern - was eine Steigerung der Azubi-Quote um ein Vielfaches bedeutet. Und mit seinem Nachwuchs hat das Unternehmen, wie Kristina Jäger betont, viel vor: "Es ist stets unser fester Vorsatz, den eigenen Nachwuchs im Unternehmen zu integrieren. Alle unsere Auszubildenden haben gute Chancen, übernommen zu werden. Unsere Kaufleute stammen zu 80 Prozent aus dem eigenen Nachwuchs." Doch eine Garantie gebe es natürlich nicht: "Es gab auch schon den einen oder anderen Fall, in dem eine Übernahme leider nicht geklappt hat. Das lag dann jedoch weniger an unserem Willen, sondern vielmehr daran, dass ein Azubi sich nicht so entwickelt hat, wie man sich das gewünscht hätte."

Auf gute Zukunftsperspektiven bei Emons hoffen jetzt auch die zwölf Neuen, die sich übrigens am Mittwoch nicht ganz und gar fremd waren. Denn neben dem Pilotprojekt gab es heuer eine zweite Premiere, wie Kristina Jäger sagt: "Wir haben zum ersten Mal eine Grillfeier für unsere neuen Auszubildenden organisiert, damit sie sich schon mal ein bisschen kennenlernen können. Es war eine schöne, ungezwungene Sache, die sicher ein guter Beginn war."

    
    

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