zuletzt bearbeitet: 14.03.2008 22:37 Uhr
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Beim TSV Presseck herrscht Ausnahmezustand
Geschockt | Spieler Christian Kolb schwer im Gesicht verletzt
Presseck – Der Schock sitzt tief beim TSV Presseck. Der Pressecker Fußballer Christian Kolb hatte am Sonntag während des Kreisliga-Auswärtsspiels gegen den TSV Melkendorf so schwere Verletzungen erlitten, dass er zunächst in Lebensgefahr schwebte (wir berichteten). Fernab des Spielgeschehens hatte der Melkendorfer Gregor Derfler den 27-jährigen Abwehrspieler der Pressecker mit einem Fußtritt niedergestreckt. Dem Ködnitzer Christian Kolb wurde dabei im Gesicht „so ziemlich alles gebrochen, was man sich brechen kann“, wie es der Vorsitzende des TSV Presseck, Gerhard Leinfelder, gestern im Gespräch mit der Frankenpost formulierte.
Die Schilderungen, die Leinfelder von seinen Fußballern über die Zeit unmittelbar nach dem verhängnisvollen Fußtritt bekommen hat, sind drastisch. Die Verletzungen Christian Kolbs seien so schwer gewesen, dass sich die jüngeren Spieler nicht einmal nahe an ihren Sportkameraden herangetraut hätten. Weit länger als eine halbe Stunde sei der Rettungswagen auf dem Platz gewesen, weil Christian Kolb, obwohl bei Bewusstsein, zunächst nicht transportfähig war.
Die Pressecker Spieler waren laut ihres Vorsitzenden schlicht nicht mehr in der Lage, die Kreisliga-Begegnung fortzusetzen: „Wie sollst du Fußball spielen, wenn nebenan dein Kamerad um sein Leben ringt!“
Fatalerweise kann aber genau das dem TSV Presseck zum Verhängnis werden. Denn den Statuten gemäß ist eine Mannschaft nicht berechtigt, von sich aus ein Fußballspiel abzubrechen. Doch einen möglichen Punktabzug, der dem TSV als Strafe drohen könnte, sieht Leinfelder gelassen. Für ihn steht fest: „Es war die einzig richtige menschliche Verhaltensweise, die meine Spieler am Sonntag an den Tag gelegt haben.“ Unabhängig davon, wie aufgewühlt die Stimmung im TSV noch sei, werde der Verein „in der nötigen Ruhe“ alle Berichte abgeben, die nun von ihm gefordert seien. Auch die Polizei hat bereits nach Zeugen beim TSV nachgefragt, denn der Vater Christian Kolbs, Willi Kolb, hat gegen den Melkendorfer Spieler Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.
Heilungsprozess
dauert ein halbes Jahr
Mit Willi Kolb steht TSV-Vorsitzender Leinfelder in ständigem Kontakt. „Als Verein kann man bei so einem Schicksalsschlag eben leider nicht viel machen.“ Die Ärzte am Kulmbacher Klinikum hatten Christian Kolb am Sonntag zunächst in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er zwischenzeitlich wieder erweckt wurde. Er befindet sich nun in der Erlanger Klinik, wo ihm mehrere Operationen bevorstehen. Der Heilungsprozess wird sich nach Ansicht der Ärzte wohl über ein halbes Jahr hinziehen.
Seine Lebensgefährtin und sein kleines Kind müssen während dieser Zeit weitgehend ohne ihn auskommen. Der 27-Jährige, den Gerhard Leinfelder als einen „echten Sportsmann“ beschreibt, der als Abwehrspieler seine Gegner eher mit Schnelligkeit ausspielt als mit Härte, ist vor wenigen Monaten Vater geworden. sam
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KungFu auf dem Fußballplatzvon unbekannt am 06.11.2007 14:57Ein Fußballspieler der Sorte Kolb gehört lebenslang für einen solchen Sport gesperrt. Derartige Ausfälle eines sog. Sportlers sind einfach nicht hinnehmbar. Und wenn der Fußball-Abteilungsleiter von Melkendorf der Meinung ist, dass immer zwei dazu gehören, um eine solche Auseinandersetzung herbei zu rufen, dann tut mir dieser Mensch auch leid. "A Schubbser odder a poor Trimmer Schelln" hättn ausgereicht, um eine evtl. hitzige Auseinandersetzung abzuschliessen. Einen Menschen aber derart herzurichten - pfui ! |
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Re: KungFu auf dem Fußballplatzvon sandra.lessner
(36) am 06.11.2007 15:34Hoppla, da hat sich in der Aufregung ein kleiner Fehler eingeschlichen: Christian Kolb ist der verletzte Pressecker Spieler; der brutale Tritt kam vom Melkendorfer Kicker Gregor Derfler. Demnach müsste es in Goldstücks Beitrag richtig heißen: ,,Ein Fußballspieler der Sorte Derfler...'' Sandra Lessner Frankenpost-Online-Redaktion |
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Re: KungFu auf dem Fußballplatzvon unbekannt am 07.11.2007 13:26Da ist mir natürlich ein deftiger Fehler unterlaufen. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen, besonders beim Spieler Kolb. Dem wünsche ich baldige Genesung. Vielen Dank für die Richtigstellung. -- goldstueck |
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