zuletzt bearbeitet: 25.03.2010 00:24 Uhr
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Hoderlein spricht von "Dilletanzia"
Tag der Franken | Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses im Bezirk bleibt bei seiner Kritik an der Finanzierung.
Kulmbach - Die Kosten, aber auch die Art der Finanzierung des Tags der Franken und nicht zuletzt die Frage, wer nun mitmachen darf und wer nicht, haben im Vorfeld des Fests nun schon mehrfach für Kritik und Auseinandersetzungen gesorgt. Wolfgang Hoderlein, Vorsitzender der SPD-Bezirkstagsfraktion hat im Bezirksausschuss mit seinem Nein zum geplanten Zuschuss des Bezirks für die Kulmbacher Veranstaltung für Aufsehen gesorgt. Auch der Fränkische Bund lässt nicht locker und spricht sogar von einem "Skandal".
Der Tag der Franken solle unbedingt, so Wolfgang Hoderlein, eine gute Sache werden. Schließlich habe er selbst sich dafür eingesetzt, das Fest nach Kulmbach zu holen. Auch die Frage, wie viel die Veranstaltung nun kostet, sei für seine Ablehnung nicht entscheidend gewesen. Hoderlein betont zwar, 211 000 Euro seien für den Tag der Franken eine "völlig neue Dimension" und alle Ausgaben für die Veranstaltungen in den vergangenen Jahren seien "unglaublich viel niedriger" ausgefallen. Aber darum sei es ihm bei seiner Ablehnung gar nicht gegangen.
"Das Veto war nötig"
Als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses im Bezirk habe Hoderlein nicht anders handeln können, als den vorgelegten Beschluss abzulehnen. Im Haushalt der Stadt Kulmbach seien 50 000 Euro für das Fest eingeplant gewesen, im Haushalt des Bezirks dagegen nur 10 000.
Beide Haushalte seien bereits verabschiedet. Mit den zu erwartenden Zuschüssen von 105 000 Euro der Oberfrankenstiftung sowie je 20 000 Euro vom Landkreis und vom Freistaat Bayern sei das Fest finanziert, rechnet Hoderlein vor. "Obwohl also hier keinerlei Not herrscht, sagt jetzt der Bezirk, er gibt nicht 10 000, sondern 25 000 Euro aus. Ich wollte nichts anderes, als unserem bereits beschlossenen Haushalt zu folgen und alle anderen haben gesagt: Was schert uns dieser Haushalt, der gerade einmal 70 Tage alt ist. Dagegen muss ich als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses mein Veto einlegen."
Überhaupt bleibt Hoderlein bei seiner Kritik an der gesamten Vorbereitung: "Nach zwei Dritteln der Wegstrecke muss ich doch mehr vorlegen können als ein ,werd scho wern'." Seit Dezember 2008 wisse OB Schramm, dass der Tag der Franken nach Kulmbach komme und im Dezember 2009 wisse er noch nicht, was genau vorgesehen ist und lasse blind 50 000 Euro in den Haushalt einsetzen. "Dafür dürfte er nicht gelobt werden! Aber für diese 'Dilletanzia' kommt am Ende sogar heraus, dass die Stadt nur die Hälfte dessen zahlt, was sie selbst eingeplant hatte und der Bezirk weit über seine eigentlich eingegangene Verpflichtung hinausgeht.
Ganz ähnlich wie Hoderlein argumentiert der Fränkische Bund. 211 000 Euro würden, kritisiert Joachim Kalb, als Kosten genannt und niemand wisse bis heute, wie sich diese zusammensetzten. Zudem reichten die 20 000 Euro vom Freistaat Bayern vermutlich gerade aus, um den aus Sicht des Fränkischen Bunds unnötigen Empfang des Ministerpräsidenten in Kulmbach zu finanzieren.
Ebenfalls ärgerlich aus Sicht des fränkischen Vereins: Weder der Fränkische Bund noch die Fränkische Arbeitsgemeinschaft seien in die Vorbereitungen eingebunden. mb
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