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Textilarbeiter steckt in Maschine fest

Ein 20-Jähriger erleidet bei einem Betriebsunfall schwerste Verletzungen. Seine Kollegen reagieren schnell und richtig. Die Feuerwehr birgt den jungen Mann in einer aufwendigen Rettungsaktion.

Von Melitta Burger

Kulmbach - Bei einem in seinem Ablauf noch nicht aufgeklärten Arbeitsunfall ist am Dienstabend ein 20-jähriger Textilarbeiter der Firma Schüler schwer verunglückt. Der junge Mann hatte an einer Wickelmaschine gearbeitet, die gewebte Stoffe auf große Ballen wickelt. Aus unerklärlichen Gründen geriet der Arbeiter dabei in das Werk der Maschine und wurde vollständig in den laufenden Stoffballen eingewickelt. Der 20-Jährige aus dem Landkreis Kulmbach erlitt dabei schwerste Verletzungen und musste ins Klinikum Kulmbach gebracht werden. Neben der Polizei und dem Rettungsdienst des BRK war auch die Kulmbacher Feuerwehr mit 15 Mann im Einsatz und beteiligte sich an der Bergung des Verunglückten, den zuvor seine Kollegen schon aus der Maschine befreit und reanimiert hatten.

Ursache noch ungeklärt

Das Unglück im Produktionsbereich der Firma Schüler & Co in der Albert-Ruckdeschel-Straße in Kulmbach ereignete sich kurz vor 20 Uhr. Die drei Kollegen des Mannes aus der Spätschicht hörten den Verunglückten um Hilfe schreien, stoppten sofort die Maschine und alarmierten BRK und Feuerwehr. Als wenig später die Retter eintrafen, hatten die Kollegen den jungen Mann bereits aus dem Stoffballen befreit und leisteten dem Schwerstverletzten Erste Hilfe. Ersten Angaben zufolge soll der junge Mann Knochenbrüche und auch innere Verletzungen erlitten haben.

Das Verhalten der Männer der Nachtschicht von der Firma Schüler bezeichnet der Einsatzleiter der Kulmbacher Feuerwehr als vorbildlich: Die drei Männer haben schnell genau das Richtige getan, lobt er den Einsatz der Ersthelfer, die nach ihrem beherzten Eingreifen selbst psychologische Unterstützung gebraucht und durch Notfallseelsorger Pfarrer Michael Schäfer und Einsatzkräfte der Feuerwehr bekommen haben.

Doch zuvor galt es, den Schwerstverletzten, der auch während des Transports durch die enge Maschinenhalle ständig reanimiert werden musste, zum Rettungswagen zu bringen. Dabei waren die Feuerwehrleute aus Kulmbach zusammen mit den Sanitätern des BRK und des Notarztes gefragt und leisteten Schwerstarbeit.

Fürsorglicher Vorgesetzter

Sehr verständnisvoll handelte nach dem Unfall auch der Betriebsleiter der Firma Schüler, der an den Unfallort geeilt war. Er beendete die Nachtschicht, die eigentlich noch bis 22 Uhr gehen sollte, vorzeitig und ließ seine sichtlich geschockten Mitarbeiter auch nicht mit ihren eigenen Autos nach Hause fahren, sondern bestellte Taxis für die Männer, damit sie sicher ans Ziel kamen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Bayreuth ist der Ort des Unglücks in dem Kulmbacher Unternehmen vorläufig "sichergestellt", das heißt abgesperrt. Die Maschine soll jetzt untersucht werden, um den Hergang des Unfalls aufzuklären, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Bayreuth auf Anfrage der Frankenpost mit. Bislang ist es noch völlig unklar, wie der 20-jährige Textilarbeiter mit seinem gesamten Körper in die laufende Wickelmaschine geraten konnte.

    
    

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»Alle 6 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

Liebe FP.

von unbekannt am 26.01.2012 16:43
Bitte schließen Sie sofort das Forum, bevor wieder Dinge geschehen wie bei diesem schweren Unfall in Selb!
(0)

Ne Nachtschicht, die bis 22 Uhr geht???

von kahless00700 m (29) am 26.01.2012 07:21
Da fängt ne Nachtschicht erst an...
(0)

Verstorben

von unbekannt am 01.02.2012 18:05
Der junge mann is heute verstorben.. Somit keine Guten neuigkeiten!
Ruhe in Frieden
(0)

Das ist richtig

von lady-guckguck x am 26.01.2012 11:15
Aber solange nichts von einer gesundheitlichen Genesung des Verunglückten zu lesen ist, sollten wir alle etwas zurückhaltender sein.
(1)

Natürlich

von kahless00700 m (29) am 27.01.2012 07:32
wünsche auch ich dem Verunglückten gute Besserung, aber was hat das bitte damit zu tun, dass hier der Redaktion anscheinend ein Fehler unterlaufen ist?
(0)
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