zuletzt bearbeitet: 18.05.2010 17:44 Uhr
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Im Schulstreit keine Lösung "von oben"
Weißdorf - Zu einem Bürgergespräch haben sich Weißdorfer Bürger mit CSU-Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel im Gasthof "Zum Hirschen" getroffen. Die Gesprächsteilnehmer berichteten, wo in Weißdorf "der Schuh drückt". Hauptthemen waren Infrastruktur und Gemeindefinanzen.
Mehrmals wurden das Thema DSL und die langsame Übertragungsrate angesprochen, heißt es in einer Mitteilung. Schöffel erklärte, der Freistaat wolle die Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet vorantreiben und übernehme bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Versteigerung von frei gewordenen Rundfunk- und Fernsehfunkfrequenzen sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Breitbandversorgung. Die Telekommunikationsunternehmen würden verpflichtet, zunächst in Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern ohne Breitbandanschluss einen schnellen Internetzugang zu schaffen.
Bürgermeister Herbert Gebhardt erklärte zum Sachstand in Weißdorf, die Befragung sei abgeschlossen und der Bedarf an die Koordinierungsstelle im Landratsamt zur Ausschreibung gemeldet. "Ihr müsst als Bürger mehr Druck auf die Anbieter aufbauen", empfahl Gemeinderat Roland Schricker aus Sparneck. So habe man in Sparneck erreicht, dass in Kürze flächendeckend ein 6000-er DSL zur Verfügung stehe.
Eine "Lösung von oben" wünschten sich manche Bürger beim zwischen Weißdorf und Sparneck strittigen Thema "Schule". "Die Regierung muss sagen: Schluss mit zwei Standorten", forderte eine Teilnehmerin. Dies sei das Beste für die Kinder. Schöffel dazu: "Dies ist keine Entscheidung, die von oben gefällt werden wird." Die Gemeinden müssten dies im Konsens lösen.
Ausführlich diskutierten die Teilnehmer mit dem Abgeordneten weitere Themen zur Infrastruktur. Regionalflughafen, Bahn, Busanbindung, Postdienstleistung, Kindergarten und ärztliche Versorgung wurden angesprochen. Zum Flughafen Hof berichtete der Abgeordnete aus dem Landtag. Die Fraktion der Grünen hatte die Einstellung der Fluglinie Hof-Frankfurt gefordert. "Dieser Antrag wurde durch CSU und FDP abgelehnt. Er richtet sich voll gegen die Interessen unserer Region."
"Wie wird der Gemeinde Weißdorf bei den Gemeindefinanzen geholfen?", kam die Frage aus der Runde. Schöffel stellte fest: "Der Freistaat unterstützte Weißdorf in den letzten beiden Jahren mit einem Zuschuss von 1,4 Millionen Euro beim Schuldenabbau und hilft auch weiterhin." Die Entwicklung der Gemeinde dürfe nicht stoppen; trotz der Haushaltskonsolidierung müssten notwendige Investitionen für die Zukunft getätigt werden.
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