zuletzt bearbeitet: 17.06.2009 18:58 Uhr
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Keine Ausnahme für die sechste Klasse in Zell
Zell - Freibad, Grund- und Hauptschule, Marktplatz und die schlechten Straßen hat er beim Rundgang besichtigt: Regierungspräsident Wilhelm Wenning besuchte Zell und folgte damit einer Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Martin Schöffel. Im Sitzungssaal des Rathauses wurden dann die Probleme besprochen.
Bürgermeister Horst Penzel erklärte den hohen Schuldenstand ab den neunziger Jahren: Die Generalsanierung des Schulhauses, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der Kauf einer Fabrikhalle für die Umlagerung des Bauhofes, der Wasserleitungs- sowie der Kanalbau hätten trotz der hohen Zuschüsse enorme Summen verschlungen.
Wenning zeigte Verständnis. Dringende Reparaturen müssten auch während der Haushaltskonsolidierung vorgenommen werden. Notwendiges zu verschieben, bringe oft nur noch höhere Kosten mit sich. Landratsamt, Gemeinde und Regierung müssten gemeinsam nach den bestmöglichen Lösungen suchen. Die Landratsämter regelten das erfahrungsgemäß zufriedenstellend, was Bezirksrat Dr. Karl Döhler bestätigte.
Zur Umlegung der Kreisstraße vom Marktplatz zur Schulstraße sagte Wenning, dass dies möglich sei, aber Gespräche mit dem Landkreis nötig seien. Bürgermeister Horst Penzel erklärte, das bereits eine Umstufungs-Absichtserklärung des Landkreises vorliege. Deshalb erhoffe er sich einen Zuschuss zum Ausbau.
In Sachen Schule ist das größte Problem, dass sich die künftige sechste Klasse nach derzeitigem Stand von elf auf sieben Schüler reduziert und das Schulamt diese Klasse deshalb nach Münchberg-Poppenreuth auslagern will. Die Eltern würden dies gerne verhindern. Penzel fragte, ob es mit einer Ausnahmeregelung möglich wäre, die Klasse in Zell zu behalten oder zumindest eine Kombiklasse für ein Jahr zu schaffen. Wenning erklärte, dass grundsätzlich eine Kombiklasse in der Hauptschule denkbar sei, da sie sich in der Grundschule bestens bewährt habe. Aber leider erlaubten dies die Bestimmungen nicht. Außerdem sehe er bei einer Auslagerung eines Jahrgangs kein Problem, wenn die folgenden Jahrgänge wieder die erforderlichen Schülerzahlen aufweisen. Landtagsabgeordneter Schöffel gab zu bedenken, dass ein Ganztagesangebot an einer Hauptschule den Schülern mehr Möglichkeiten, verschiedene Ausbildungsrichtungen sowie den M-Zweig biete. Eine Schule allein werde dieses breite Angebot aber nicht bereitstellen können. Bezirksrat Döhler ergänzte, dass eine Schüleranzahl von 300 benötigt werde, um das Spektrum abzudecken. Zell habe 89 Schüler, Poppenreuth 220.
Wenning meinte, dass landkreisgebundene Gespräche zwischen Schulamt, Rektoren, Elternbeiräten, Lehrern und der Kommunalpolitik stattfinden sollten, um Lösungen zu finden. Schöffel erklärte dazu, dass bereits Gespräche zwischen den Schulen stattfinden, um gemeinsam darauf hinzuwirken, den Schülern eine bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Beate Günther
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