zuletzt bearbeitet: 26.04.2010 23:23 Uhr
Text
Text
Sparnecker Mesnerin legt Amt nieder
Sparneck - Anita Käppel legt ihr Amt als Mesnerin der evangelischen Kirche in Sparneck nieder. Dies hat sie der Frankenpost in einer Erklärung mitgeteilt, in der sie sich sehr betroffen zeigt über die Auseinandersetzung um den Pfarrer.
"Aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen" sei sie zu dem Entschluss gelangt, das Amt als niederzulegen, heißt es in einem Schreiben der Mesnerin. Sie erklärt: "In den zwölf Jahren, in denen ich mit Pfarrer Hermann Welzel zusammen arbeiten durfte, habe ich ihn als Pfarrer wie auch als Mensch sehr zu schätzen gelernt. Herr Welzel hatte für jeden stets ein offenes Ohr - egal, ob es sich um Kleinigkeiten oder Fragen von großem Belang handelte."
Sie finde es äußerst bedauerlich, schreibt Anita Käppel, dass jetzt, da der Pfarrer selbst Unterstützung benötige, viele diese Tatsachen anscheinend vergäßen; "andere" redeten sogar davon, ihn in den Jahren nur "erduldet haben zu müssen". Anita Käppel betont, sie habe habe Gottesdienste, Feierlichkeiten und Gemeindeleben immer gerne unterstützt - auch wenn ihr dies aus gesundheitlichen Gründen in den vergangenen Monaten etwas schwerer fiel. "Da mir die Auseinandersetzungen sehr nahe gehen und wohl auch keine Lösung der schwierigen Lage in Sicht ist, werde ich mich aus dem Dienst der Kirche zurückziehen. Schließlich muss ich auch an meine Gesundheit denken."
Die "tiefen Gräben", die Sparneck in zwei Lager gespalten haben, würden wohl so schnell nicht wieder zugeschüttet werden. "Nachbarn und Bekannte giften sich an, selbst langjährige Freundschaften zerbrechen. Den Menschen, die sich ein schnelles Urteil bilden beziehungsweise es nicht einmal schaffen, öffentlich zu ihrer Meinung zu stehen, möchte ich eines mit auf den Weg geben: Wir müssen hier selbstverständlich nicht darüber diskutieren, dass sich Pfarrer Hermann Welzel seinerzeit falsch verhalten hat, aber alle (Betroffenen) sollten sich gemeinsam mit der Situation auseinandersetzen und versuchen, friedlich, sachlich und fair miteinander umzugehen. Dies vermisse ich jedoch im Ort."
Diesen Artikel
|
|||||
Die neuesten Kommentare
Traurig, aber wahrvon Heimatliebe am 29.04.2010 09:03Mensch Leute, Versöhnung und Nächstenliebe ist doch der Inhalt unseres Glaubens. Fakt ist doch, dass Pfr. Welzel nach Aussage der Regionalbischöfin nicht mehr als Seelsorger in Sparneck arbeiten kann. Die Verfehlung wird zudem kirchenrechtlich aufgearbeitet. Also muß es mit einem neuen Pfarrer weiter gehen. Macht es dem doch nicht noch schwerer als es bei zwei Lagern schon ist. Normalerweise wäre der Bürgermeister der geeignete Mediator zu vermitteln, aber nachdem der doch selber Partei ist. Ich denke, der geeignete Mann wäre unser ehemaliger Landrat Ewald Zuber, bekennender Christ, Jurist, kein Heuchler, sondern ein Mann der offenen Worte. Warum setzen sich nicht beide Parteien bei ihm zusammen und schließen die Gräben |
(0)
|
Gerichte entscheiden?von Bergziege![]()
(55) am 27.04.2010 08:46ja,aber nur wenn es vorher nicht totgeschwiegen wird.Hauptsache der äußere Schein wird gewahrt,alles "heile Welt". Interessant ist bei alldem nur,dass auf einmal Leute auftauchen,die schon immer die Faust in der Tasche geballt haben. Mittlerweile ist Sparneck ja schon "Medienereignis".Habs gestern bei Bayern 1 gehört. Da werden ja auch Interviews von Sparneckern gesendet. Also nochmal zum Mitlesen: "Bitte Sparnecker,der Pfarrer wird die Verantwortung für sein Tun tragen und Ihr müsst versuchen,wieder eine Gemeinschaft zu werden und offen miteinander umgehen.Sonst wird hier schon wieder getäuscht und vertuscht". |
(0)
|
Schade, liebe Mesnerin,von unbekannt am 27.04.2010 00:09daß die Welt so nachtragend ist! Täter des dritten Reiches werden heute ja auch noch verfolgt, obwohl es fast nicht mehr möglich ist! Gerichte entscheiden!!! Nicht die Kirche!! Begreift es bitte! |
(0)
|
»Übersicht Münchberg
Auto kracht gegen Mauer: Fahrer tot
Tödlicher Unfall in Münchberg: Ein Auto krachte am Donnerstagmorgen gegen eine Mauer, der 51 Jahre alte Fahrer aus Münchberg wurde tot in seinem Wrack gefunden. »mehr
Zu Fuß durchs zauberhafte Winterland...
Birgit Bole aus Rappetenreuth organisiert geführte Schneeschuh-Wanderungen. Die Teilnehmer sind restlos begeistert.... »mehr
Ein Blumengruß zum Abschied...
Rektor Peter Schürger verlässt nach 38 Jahren die Kreuzbergschule und geht in den Ruhestand. Schüler und Lehrer bereiten... »mehr
Projekt mit großer Strahlkraft...
Die Freunde der Wallfahrtsbasilika wollen sich dafür einsetzen, dass das EU-Projekt Marienweiher weiterläuft. Die Wallfa... »mehr
Das könnte Sie auch interessieren
Party
Nachrichten
Sport
Gelesen
Kommentiert
Bewertet
Prospekte aus der Region
Magazine
Umfrage
















































