zuletzt bearbeitet: 01.06.2009 20:06 Uhr
Text
Text
Gulaschsuppe und Zeltlager-Romantik
Bobengrün - Regenschauer und gelegentlich Auflockerung - so war das Wetter zum Auftakt der Bobengrüner Pfingsttagung gemeldet.
Bobengrün - Regenschauer und gelegentlich Auflockerung - so war das Wetter zum Auftakt der Bobengrüner Pfingsttagung gemeldet. Und so wertet Dieter Baderschneider bei der Eröffnung des Zeltlagers im Froschbachtal den mehrstündigen Sonnenschein am Vormittag als "ein Zeichen des allmächtigen Gottes".
Gulaschsuppe, Zeltlagerromantik und das Hören der göttlichen Botschaft in freier Natur - die christliche Traditionsveranstaltung hat in all den Jahrzehnten keinen Deut ihrer Faszination eingebüßt. Ganz im Gegenteil. Heuer konnte der veranstaltende Christliche Verein Junger Menschen, kurz CVJM, wieder über 1700 gemeldete Tagungsteilnehmer begrüßen; 100 mehr als im Vorjahr.
Lob für die Teilnehmer
Baderschneider, der Verantwortliche der beiden Camps im Naturschutzgebiet, lobt bei der Auftaktveranstaltung vor allem die gute Laune der jungen Christen, für die die jungen Leute des internationalen Fackelträger-Teams vom "Bodenseehof" in Friedrichshafen und eine Mädchengruppe aus Oberkotzau mit Irisch-Folk-Songs sorgen.
Gerhard Stamm, Missionar in Neuguinea, macht den Jugendlichen Mut: "Beim Glauben hakt es oftmals an Kleinigkeiten, die gelöst werden müssten." Dazu sei "Pfingsten in Bobengrün" immer eine gute Gelegenheit, denn dort würden auch seelsorgerische Gespräche angeboten. Und die 16-jährige Jasmin Michalski aus Gefrees gesteht: "Bobengrün bringt mir sehr viel. Hier kann man mit Gleichaltrigen über Gott sprechen, ohne dass man ausgelacht wird."
Ein Stammgast im Zeltlager ist seit vielen Jahren Christian Stumpf, der für die Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Neuenmarkt zuständig ist. Jahr für Jahr lässt er bereits eine kleine Insel im Bachlauf für das Zelt reservieren. "Das sumpfige Gelände ist zwar nicht gerade ideal", erzählt der 25-Jährige, "aber an diesem Platz hängen einfach viele Erinnerungen - Schlammschlachten inklusive."
Schon ein Jahr nach der Wende waren die Falkensteiner zu Pfingsten in Bobengrün. Damals war Gunar Götzl die treibende Kraft, jetzt ist Johannes Roth der "Zeltälteste", wie er sich selbst nennt.
Aus dem Vogtland
Der 23-jährige Buchbinder musste, wie er sagt, nicht viel Überzeugungsarbeit leisten, um 29 Buben und Mädchen zum Mitkommen zu motivieren: "Die Pfingsttagung hat auch bei uns im Vogtland einen guten Namen. Man kann sich hier mit anderen jungen Christen austauschen, hört Gottes Wort in einer tollen Gemeinschaft und jeder hat gute Laune."
Auf eine Besonderheit beim CVJM Trogen, der heuer zum 25. Mal seine Zelte im Froschbachtal aufgeschlagen hatte, macht Andreas Stiegler aufmerksam: Der 25-Jährige ist gemeinsam mit Carolin Schaller, Volker Egelkraut und mit dem 17-jährigen Sebastian Schnabel nach Bobengrün "gelatscht"- in einem nächtlichen Marsch von 23 Kilometern. Die sechsstündigen Nachtwanderungen haben dort Tradition. Gestartet wird immer um 23 Uhr. "Auf dem Zeltplatz war noch kein Mensch, als wir in der Frühe angekommen sind", erzählt Sebastian Schnabel. 22 Freunde, die mit dem Auto kamen, seien erst wesentlich später eingetrudelt. Die Mädchen darunter bezogen im Nailaer CVJM-Heim ihr Quartier.
Die Pfingsttagung sei jedesmal wieder faszinierend, wie Stiegler erzählt: "Die Gemeinschaft mit jungen Christen, die Gespräche über Gott und die Welt und interessante Redner machen die Pfingsttagung zu einem einzigartigen Erlebnis, auf das wir uns jedes Jahr freuen." Und Thomas Cibulka fügt hinzu: "Für uns ist die Veranstaltung hier eine Art Seelenurlaub, der uns allen gut tut."
Der 45-Jährige CVJMler aus dem Nürnberger Stadtteil Gostenhof war mit seiner Tochter und sechs weiteren Jugendlichen zum dritten Mal in den Frankenwald gekommen, um Gottes Wort zu hören. "Das ganze Drumherum hier ist gegenüber anderen Treffen einfach schön und einfach anders", sagt die 18-jährige Martina Cibulka.
Indiaca-Turnier
Zwischen den Veranstaltungen tobten sich Indiaca-Fans auch heuer wieder auf drei Spielfeldern aus. Die Organisation lag in den Händen des CVJM-Naila. Turnierleiter war Jürgen Wälzel. Und der hatte keine ganz einfache Aufgabe zu bewältigen: Er musste 68 Teams koordinieren.
Ein Sonderlob gilt auch den Sanitätern des Roten Kreuzes, die ab und an erfreulicherweise nur kleinere Blessuren verarzten mussten. Und auch in der Großküche wurde wieder Hervorragendes geleistet: Vom legendären Gulascheintopf wurden rund 2500 Portionen ausgegeben.
Mehr Bilder sehen Sie hier:
Diesen Artikel
|
|||||
Die neuesten Kommentare
Ȇbersicht Naila
Eisige Straßen: Gleich vier Glätteunfälle
Der Winter macht den Autofahrern der Region zu schaffen. Reihenweise rutschen im Altlandkreis Naila die Wagen von der Fahrbahn. »mehr
Bad Steben hat Geld für viele Projekte...
Bad Steben - Der Bad Stebener Marktgemeinderat hat seinen Haushalt verabschiedet (wir berichteten). In dem Zahlenwerk fi... »mehr
Frost legt Dieselautos lahm
Bei Temperaturen unter 20 Grad kann der Treibstoff ausflocken, das Auto bleibt stehen. Deshalb müssen Kfz-Betriebe zurze... »mehr
Fischer feiern Fest
Keine Überraschungen gibt es beim Fischereiverein Naila und Umgebung. Die Mitglieder bestätigen ihren Vorstand im Amt.... »mehr
Das könnte Sie auch interessieren
Party
Nachrichten
Sport
Gelesen
Kommentiert
Bewertet
Prospekte aus der Region
Magazine
Umfrage

















































