» zur Übersicht Naila
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   
Gulaschsuppe und Zeltlager-Romantik

Bobengrün - Regenschauer und gelegentlich Auflockerung - so war das Wetter zum Auftakt der Bobengrüner Pfingsttagung gemeldet.

Von Reinhold Singer
  • fpnai_zeltlager6_020609 Wetterfest eingepackt saßen an beiden Tagen heuer die rund über 10 000 Teilnehmer im Freien. Die Traditionsveranstaltung hat nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Allein über 1700 Camper hatten sich auf den Weg gemacht. Mehr Fotos unter www.frankenpost.de
     
Bild von

Bobengrün - Regenschauer und gelegentlich Auflockerung - so war das Wetter zum Auftakt der Bobengrüner Pfingsttagung gemeldet. Und so wertet Dieter Baderschneider bei der Eröffnung des Zeltlagers im Froschbachtal den mehrstündigen Sonnenschein am Vormittag als "ein Zeichen des allmächtigen Gottes".

Gulaschsuppe, Zeltlagerromantik und das Hören der göttlichen Botschaft in freier Natur - die christliche Traditionsveranstaltung hat in all den Jahrzehnten keinen Deut ihrer Faszination eingebüßt. Ganz im Gegenteil. Heuer konnte der veranstaltende Christliche Verein Junger Menschen, kurz CVJM, wieder über 1700 gemeldete Tagungsteilnehmer begrüßen; 100 mehr als im Vorjahr.

Lob für die Teilnehmer

Baderschneider, der Verantwortliche der beiden Camps im Naturschutzgebiet, lobt bei der Auftaktveranstaltung vor allem die gute Laune der jungen Christen, für die die jungen Leute des internationalen Fackelträger-Teams vom "Bodenseehof" in Friedrichshafen und eine Mädchengruppe aus Oberkotzau mit Irisch-Folk-Songs sorgen.

Gerhard Stamm, Missionar in Neuguinea, macht den Jugendlichen Mut: "Beim Glauben hakt es oftmals an Kleinigkeiten, die gelöst werden müssten." Dazu sei "Pfingsten in Bobengrün" immer eine gute Gelegenheit, denn dort würden auch seelsorgerische Gespräche angeboten. Und die 16-jährige Jasmin Michalski aus Gefrees gesteht: "Bobengrün bringt mir sehr viel. Hier kann man mit Gleichaltrigen über Gott sprechen, ohne dass man ausgelacht wird."

Ein Stammgast im Zeltlager ist seit vielen Jahren Christian Stumpf, der für die Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Neuenmarkt zuständig ist. Jahr für Jahr lässt er bereits eine kleine Insel im Bachlauf für das Zelt reservieren. "Das sumpfige Gelände ist zwar nicht gerade ideal", erzählt der 25-Jährige, "aber an diesem Platz hängen einfach viele Erinnerungen - Schlammschlachten inklusive."

Schon ein Jahr nach der Wende waren die Falkensteiner zu Pfingsten in Bobengrün. Damals war Gunar Götzl die treibende Kraft, jetzt ist Johannes Roth der "Zeltälteste", wie er sich selbst nennt.

Aus dem Vogtland

Der 23-jährige Buchbinder musste, wie er sagt, nicht viel Überzeugungsarbeit leisten, um 29 Buben und Mädchen zum Mitkommen zu motivieren: "Die Pfingsttagung hat auch bei uns im Vogtland einen guten Namen. Man kann sich hier mit anderen jungen Christen austauschen, hört Gottes Wort in einer tollen Gemeinschaft und jeder hat gute Laune."

Auf eine Besonderheit beim CVJM Trogen, der heuer zum 25. Mal seine Zelte im Froschbachtal aufgeschlagen hatte, macht Andreas Stiegler aufmerksam: Der 25-Jährige ist gemeinsam mit Carolin Schaller, Volker Egelkraut und mit dem 17-jährigen Sebastian Schnabel nach Bobengrün "gelatscht"- in einem nächtlichen Marsch von 23 Kilometern. Die sechsstündigen Nachtwanderungen haben dort Tradition. Gestartet wird immer um 23 Uhr. "Auf dem Zeltplatz war noch kein Mensch, als wir in der Frühe angekommen sind", erzählt Sebastian Schnabel. 22 Freunde, die mit dem Auto kamen, seien erst wesentlich später eingetrudelt. Die Mädchen darunter bezogen im Nailaer CVJM-Heim ihr Quartier.

Die Pfingsttagung sei jedesmal wieder faszinierend, wie Stiegler erzählt: "Die Gemeinschaft mit jungen Christen, die Gespräche über Gott und die Welt und interessante Redner machen die Pfingsttagung zu einem einzigartigen Erlebnis, auf das wir uns jedes Jahr freuen." Und Thomas Cibulka fügt hinzu: "Für uns ist die Veranstaltung hier eine Art Seelenurlaub, der uns allen gut tut."

Der 45-Jährige CVJMler aus dem Nürnberger Stadtteil Gostenhof war mit seiner Tochter und sechs weiteren Jugendlichen zum dritten Mal in den Frankenwald gekommen, um Gottes Wort zu hören. "Das ganze Drumherum hier ist gegenüber anderen Treffen einfach schön und einfach anders", sagt die 18-jährige Martina Cibulka.

Indiaca-Turnier

Zwischen den Veranstaltungen tobten sich Indiaca-Fans auch heuer wieder auf drei Spielfeldern aus. Die Organisation lag in den Händen des CVJM-Naila. Turnierleiter war Jürgen Wälzel. Und der hatte keine ganz einfache Aufgabe zu bewältigen: Er musste 68 Teams koordinieren.

Ein Sonderlob gilt auch den Sanitätern des Roten Kreuzes, die ab und an erfreulicherweise nur kleinere Blessuren verarzten mussten. Und auch in der Großküche wurde wieder Hervorragendes geleistet: Vom legendären Gulascheintopf wurden rund 2500 Portionen ausgegeben.

Mehr Bilder sehen Sie hier:

    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
DSCF3022.JPG
DSCF3044.JPG
DSCF3042.JPG
Pfingsttagung in Bobengrün 2009
Bobengrün
31.5.2009
    
    
    

Diesen Artikel

  • Teilen:
  •  
  • Facebook
  •  
  • MySpace
  •  
  • Twitter
  •  
  • StudiVZ / MeinVZ
  •  
  • Google
  •  
  •  
Bewertung: 
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein)
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername
Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf frankenpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Ȇbersicht Naila

Eisige Straßen: Gleich vier Glätteunfälle

Der Winter macht den Autofahrern der Region zu schaffen. Reihenweise rutschen im Altlandkreis Naila die Wagen von der Fahrbahn. »mehr
    
    

 
Bad Steben hat Geld für viele Projekte...

Bad Steben - Der Bad Stebener Marktgemeinderat hat seinen Haushalt verabschiedet (wir berichteten). In dem Zahlenwerk fi... »mehr
    
 
    

 
Frost legt Dieselautos lahm

Bei Temperaturen unter 20 Grad kann der Treibstoff ausflocken, das Auto bleibt stehen. Deshalb müssen Kfz-Betriebe zurze... »mehr
    
 
    

 
Fischer feiern Fest

Keine Überraschungen gibt es beim Fischereiverein Naila und Umgebung. Die Mitglieder bestätigen ihren Vorstand im Amt.... »mehr
    
    

Das könnte Sie auch interessieren 

    
    

Party

 
    

Nachrichten

 
    

Sport

    
    

Prospekte aus der Region

Reichel Holzspezi
    
    

Magazine

Wir in Wunsiedel Februar 2012
Nördliches Fichtelgebirge Ausgabe 4
Thüringen im Blick
Schlaglichter 2011
Gesundheitsführer Kulmbach
Gesundheitsführer Naila
Hochzeitsmagazin November 2011
Frankenreiter November
Börsenforum Oktober 2011
Leserreisen Oktober 2011
Berufsmagazin
Besser Bauen schöner Wohnen
5. Sechsämterland Holztage
Gesundheitsführer Hof 2011
Gesundheitsführer Münchberg
Gesundheitsführer Selb
Erfolgreiche Familienunternehmen
Bikers Guide
Gesundheitsführer Rehau
Gesundheitsführer Wunsiedel
    
Anzeige
Marktplatz und Bayreuther Woche
Logo Frankenwäldler
    

Umfrage

Lade TED
 
Die Umfrage wird geladen, bitte warten...
 

    
    

Wetter lässt besondere Eis-Gebilde wachsen

Hundert Jahre brauchen Stalagmiten oft, um auch nur einen Zentimeter zu wachsen. Stalagmiten sind besondere Gebilde aus Kalkstein, es gibt sie in Tropfsteinhöhlen. Oft sehen sie aus wie riesige, buckelige Säulen. »mehr
    
    

Die Sache mit den Beiträgen

Frage des Tages
Ein Leser fragt: "Warum muss ich für meine verstorbene Frau Krankenversicherungsbeiträge zahlen?" "Diese Frage stellen Bezieher einer Hinterbliebenenrente häufig", erklärt Rudolf Degelmann von der AOK Bezirksdirektion Hof auf Anfrage unserer Zeitung. »mehr
    
    

Webcams aus der Region 

Eine Vielzahl von Webcams, die von Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen installiert wurden, zeigen aktuelle Bilder aus der Region. »mehr
    
    

Die neuen Party-Pix vom Wochenende 

Fasching in Schönwald, HipHop-Party im Hofer H.1, 80er-Fete im Rockwerk - hier geht es zu den aktuellen Bildern vom Feier-Wochenende. »mehr
    
    

Börseninformationen