zuletzt bearbeitet: 01.06.2009 20:01 Uhr
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"Man begegnet sich auf einer Ebene"
Heinz Spindler, Direktor des Fackelträger-Zentrums "Bodenseehof", war in diesem Jahr Hauptredner der Pfingsttagung. Wir sprachen mit ihm über die Faszination der Veranstaltung, die jährlich Scharen von Menschen in den Frankenwald lockt.
Bobengrün - Heinz Spindler, Direktor des Fackelträger-Zentrums "Bodenseehof", war in diesem Jahr Hauptredner der Pfingsttagung. Wir sprachen mit ihm über die Faszination der Veranstaltung, die jährlich Scharen von Menschen in den Frankenwald lockt.
Herr Spindler, Sie waren schon mehrmals bei der Pfingsttagung, diesmal als Hauptredner. Was war für Sie das Besondere?
Als besonders habe ich als Hauptredner empfunden, bei den Veranstaltungen die komplette Vielfalt der Teilnehmer vor mir zu haben - junge Menschen und alte Menschen mit den unterschiedlichsten Sorgen, Problemen und Wünschen.
Steht das diesjährige Motto "Ein Gott, der hilft und rettet" in Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise?
Nein, nicht direkt. Das Motto wird ja bereits immer ein Jahr vorher festgelegt. Doch natürlich ist die derzeitige schwierige Situation Thema unter den Menschen. Das hat man klar gemerkt.
Sie haben auch seelsorgerische Gespräche angeboten. Wie war die Resonanz?
Sehr viele Menschen hatten ganz klar das Bedürfnis, zu reden. Viele von ihnen haben Fragen an ihr eigenes Leben, viele leiden auch an Schmerz und Trauer, sei es wegen familiärer oder beruflicher Probleme. Man merkt, dass die Menschen, die nach Bobengrün kommen, auf der Suche sind nach Antworten, auch nach biblischen. Und diese Menschen haben ein Recht darauf, dass man ihre Probleme ernst nimmt und sich um Antworten bemüht.
Wenn der Bedarf nach Halt und Zuspruch so groß ist, warum laufen der Kirche dann zunehmend die Anhänger davon?
Ich denke, dass einige Menschen, vor allem junge, der Kirche den Rücken kehren, weil sie sich nicht wahrgenommen und mit ihren individuellen Problemen, die sie tatsächlich bewegt, alleine gelassen fühlen.
Was beschäftigt die jungen Leute von heute denn?
Ausbildung und Arbeit sind natürlich ganz wichtige Themen. Doch viele junge Leute stellen sich auch einfach die Frage "Wer bin ich eigentlich?" Durch Medien wie Fernsehen sieht sich die Jugend zunehmend einer Welt ausgesetzt, die der Realität nicht mehr entspricht. Viele wollen herausfinden, welche Antworten die Bibel ihnen auf Fragen in ihrem Leben geben kann.
Was ist es also, das Bobengrün so faszinierend macht?
Ich höre immer wieder, dass die Teilnehmer der Pfingsttagung vor allem das Authentische und die Einfachheit der Veranstaltung schätzen sowie die Offenheit und Ehrlichkeit der Redner. Man trifft sich als Gemeinschaft ganz schlicht und einfach im Wald, um über Gott zu sprechen. Jeder Mensch ist dabei gleich, man begegnet sich auf einer Ebene. Die Bobengrüner Pfingsttagung spiegelt eigentlich genau das wider, was die Gemeinde Jesu bedeutet. Das Gespräch führte Kristina Künzel
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