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Der Stille Raum geben

Einweihung | Sich zurückziehen und in der Stille besinnen können – eigens dafür gibt es im Nailaer Hospiz jetzt einen Raum.
  • fpnai_Hospiz1_030709 Bei der Einweihungsfeier segnete die Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner (Mitte) den "Raum der Stille" im Hospiz. Zusammen mit (von links) Dekan Günter Förster, Pastoralreferent Herbert Punzelt, Pflegedienstleiterin Christine Andrä und Karl Bayer, dem Vorstandsvorsitzenden des Diakoniewerks Martinsberg, freuten sich zahlreiche Ehrengäste auch über das eigens für diesen Raum entworfene Kreuz sowie die Kerze. Foto: Faltenbacher
     
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Naila - Der "Raum der Stille", wie das helle und freundliche Zimmer im Hospiz benannt wurde, wurde geschaffen als Ruhe- und Rückzugsstätte für alle Gäste des Hauses, aber auch für Angehörige und die Mitarbeiter des Hospizes.

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner freute sich bei der Einweihung über diesen besonderen Raum - ein "geistlicher Ort", der dabei helfen könne, "offen zu werden für die Gegenwart des Einzelnen" oder um einfach still zu werden. "Gott liebt es, sich zu Menschen zu gesellen, die seine Gegenwart brauchen - er geht auch mit durch das Tor des Todes", sagte die Bischöfin.

Spende für das Kreuz

Durch eine Spende der Evangelischen Stiftung Hospiz Bayern und deren Schirmherrin, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, wurde ein Kreuz erworben, das die Künstlerin Isolde Roßner aus Hohenstein-Ernstthal eigens entworfen hat. Dr. Greiner griff ein Bibelwort auf, das bereits Dekan Günter Förster bei der Einweihung des Hospizes gewählt hatte und das, wie sie meinte, zum geistlichen Leitwort des Hospizes werden könne: "Als die beiden Jünger so redeten und sich besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen." Diese Textstelle aus der Emmaus-Geschichte erzählt von Begegnungen der Menschen mit dem Auferstandenen.

Seit Februar betreuen im Hospiz acht hauptamtliche Mitarbeiter sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer ihre schwerstkranken Gäste und begleiten sie dabei, ihre letzte Lebensphase bewusst zu gestalten, ohne allein zu sein. Das Hospiz wolle den Gästen ein würdevolles Sterben ermögliche, sagte Karl Bayer, der Vorstandsvorsitzende des Diakoniewerks Martinsberg. "Dabei steht der Mensch im Vordergrund. Das erklärte Ziel aller Mitarbeiter besteht darin, dass jeder Gast nicht nur in Ruhe sterben, sondern auch bis zuletzt leben kann", betonte er.

Neben weiteren Vorstandsmitgliedern des Diakoniewerks Martinsberg überbrachten stellvertretender Landrat Hannsjürgen Lommer sowie Bürgermeister Frank Stumpf Glückwünsche. Gekommen waren auch Hans Taig, Ehrenvorsitzender des Diakoniewerkes, die Architektin Michaela Höhne aus Zeulenroda, Pastoralreferent Herbert Punzelt, der auch der Vorsitzende des Hospizvereines Bad Steben-Naila-Selbitz ist, und Ursula Dumann-Specht, Ursula Fischer und Sabine Petri vom Hospizverein Hof.

Pflegeleiterin Christine Andrä berichtete über die tägliche Arbeit im Hospiz. Der erste Gast wurde am 3. Februar aufgenommen. Seitdem betreut sie mit ihren Mitarbeitern zwischen drei und sieben Gäste in dem Haus, das acht Plätze hat.

Kerze mit Aufschrift

Das Kreuz sei, wie Karl Bayer betonte, für das Hospiz ein wichtiger Gegenstand. So freute er sich über die Spende der Stiftung Hospiz Bayern, die die Anschaffung ermöglicht hat. Durch eine Spende der Diakonie Sachsen konnten zudem in allen Zimmern Kreuze angebracht werden. Eigens für den "Raum der Stille" hat Dorothea Thiem aus Selbitz eine Kerze mit der Aufschrift "Siehe, ich bin bei Euch alle Tage" angefertigt und gespendet. Bayers besonderes Lob galt dem Einsatz der Mitarbeiter, deren Arbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Musikalisch umrahmten Dekan Günter Förster (Gitarre) und Schwester Judith Pößnecker (Flöte) die Feier. Lothar Faltenbacher

    
    

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