zuletzt bearbeitet: 02.03.2010 09:42 Uhr
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294 Sportler schaffen 675 Kilometer
24-Stunden-Schwimmen | Orientalische Bauchtänze und Tauchkurse bereichern das sportliche Event in Bad Steben. Die Großveranstaltung klingt mit einer Bademodenschau aus.
Bad Steben - Die 40 ehrenamtlichen Helfer des DLRG-Ortsverbandes Bad Steben-Lichtenberg und der örtlichen BRK-Bereitschaft haben am Wochenende einen Großeinsatz geleistet.
Bad Steben - Die 40 ehrenamtlichen Helfer des DLRG-Ortsverbandes Bad Steben-Lichtenberg und der örtlichen BRK-Bereitschaft haben am Wochenende einen Großeinsatz geleistet: Von Samstag um 17 Uhr bis Sonntag 17 Uhr dauerte das 24-Stunden-Schwimmen, das die Staatsbad GmbH erstmals seit dem Umbau des früheren Jean-Paul-Bades zur Therme mit Unterstützung der beiden Rettungsorganisationen veranstaltete.
Keine Zeitnahme
Dabei ging es allein um die Distanz, die die Schwimmer im nassen Element zurücklegten, und nicht um die dafür benötigte Zeit. Somit hielt sich der Stress für die ehrenamtlichen Helfer am Beckenrand in Grenzen, denn sie mussten auf den Teilnehmerkarten nur die zurückgelegten Bahnen mit einem Kreuzchen bestätigen und keine Zeiten nehmen. Als Minimum galt es, 20 Bahnen zu je 25 Meter, also 500 Meter zurückzulegen. Für Jugendliche lag die Messlatte bei mindestens acht Bahnen und somit bei 200 Metern.
Wie Alexander Brandt von der DLRG berichtet, war das Schwimmbecken in der großen Badehalle in diesen 24 Stunden nie ganz leer, denn auch nachts wurde geschwommen. "Bis 4 Uhr waren etwa 20 Schwimmer im Becken, in den folgenden Stunden nur einzelne Sportler", bilanzierte Brandt das Geschehen zur nächtlichen Stunde. Melissa Schulz von der Staatsbad GmbH registrierte insgesamt 294 Teilnehmer. Die meisten Schwimmer kamen aus der Region. Es nahmen aber auch Gäste teil, die eigens für diese Veranstaltung bis aus Gera und Stuttgart angereist waren. Überrascht zeigte sie sich von der regen Teilnahme von Jugendlichen aus der Region. Ihre Statistik weist dabei einen Schwerpunkt bei den Jahrgängen um 1994 sowie um 2001/2002 aus.
Mit Ausnahme der frühen Morgenstunden wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Zuschauer. "Wir hatten heuer viel mehr Publikum als bei früheren 24-Stunden-Schwimmen", betonte Alexander Brandt, der dies auf das Ambiente der Therme Bad Steben zurückführte.
Etwa 50 Interessierte nutzten das Angebot der DLRG und nahmen an einem Schnuppertauchen im Becken der Vitalhalle teil. Masken, Atemgeräte, Sauerstoffflaschen und Flossen stellte die DLRG zur Verfügung. Lediglich auf die sonst üblichen Neopren-Anzüge verzichtete man, denn schließlich ist das Wasser in der Therme angenehm warm, sodass alle in Badekleidung das Tauchen erproben konnten.
Disco bis 6 Uhr
Am Samstagabend sorgten Musik und Tanz für gute Stimmung rings um das große Schwimmbecken. So zogen die Damen der Bauchtanzgruppe "Al Johara" mit gekonnt eingeübten orientalischen Hüftschwüngen die Blicke magisch an. Der Bad Stebener Sänger Andreas Walther und die Band "Saitensprung" unterhielten die Zuschauer musikalisch, bis schließlich ab Mitternacht DJ Richy bis 6 Uhr für Hochstimmung bei der Schwimm-Party sorgte.
Ein weiterer Höhepunkt war eine große Bademodenschau am Sonntagnachmittag, die Florian Kofmane und Petra Löhner mit 21 ehrenamtlichen Models aus der Region organisiert hatten. Die jungen Damen und Herren probten mit den neuesten Modetrends den "Catwalk" rings um das große Schwimmbecken, als sich viele Sportler noch die letzten Kreuzchen auf ihren Teilnehmerscheinen sicherten.
Kurdirektor Ottmar Lang zog eine rundum positive Bilanz zur jüngsten Großveranstaltung in der Therme. "Mit dieser 24-Stunden-Aktion ist es uns gelungen, die Therme für das Schwimmen und somit für diesen Breitensport noch bekannter zu machen", freut sich der Kurdirektor. "Darüber hinaus lernen die Teilnehmer die vielfältigen Wohlfühlangebote in der Therme kennen", sagte Lang. Gesundheitliche Präventionsangebote wie im Wellness-Dome könne man somit noch bekannter machen.
Neuauflage noch offen
Ob im kommenden Jahr eine Neuauflage des 24-Stunden-Schwimmens stattfinden wird, steht nach den Worten des Kurdirektors derzeit noch nicht fest. "Das Jahresprogramm für 2011 ist noch nicht geplant", sagt Lang. Immerhin rechnen viele Teilnehmer der diesjährigen Sportveranstaltung fest damit. Einige haben sich fest vorgenommen, im kommenden Jahr ihre eigene diesjährige Leistung zu überbieten, wie die Schwimmer des TSV Carlsgrün. Alle Teilnehmer zusammen legten eine eindrucksvolle Gesamtdistanz zurück: 26 800 Bahnen - also 675 Kilometer.
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