zuletzt bearbeitet: 21.03.2010 18:28 Uhr
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Es bleibt bei vielen Fragezeichen
Lichtenberg - Die Situation ist sehr ähnlich wie diejenige vor drei Jahren - nur, damals waren die Mitglieder des kleinen, aber rührigen Fremdenverkehrsvereins Lichtenberg noch überzeugt davon, dass der Verein fortbestehen müsse. Danach sah es bei der jetzigen Jahreshauptversammlung im Burghotel Lichtenberg allerdings nicht mehr aus - abgesehen von der noch amtierenden Vorsitzenden, Bürgermeisterin Elke Beyer. Immer wieder wies sie darauf hin, dass bei einer Auflösung des Vereins weit mehr wegfiele als die zwei Festivitäten im Jahr, das Platzkonzert und die Fackelwanderung. Sie verwies auf die Aufgaben des Fremdenverkehrsvereins: Wahrnehmung der örtlichen Interessen des Fremdenverkehrs gegenüber Behörden, die örtliche Fremdenverkehrswerbung, die Betreuung der Gäste, der Unterhalt von Einrichtungen zu deren Wohl, die Erhaltung und Verschönerung des Ortsbildes, die Mitwirkung bei der Erhöhung des Freizeitwertes sowie die Aufklärung der einheimischen Bevölkerung über die Erfordernisse des Fremdenverkehrs. Auch den Imageverlust nannte Bürgermeisterin Elke Beyer "den Wegbruch eines ganzen Stückes Kultur" beim Wegfall des Fremdenverkehrsvereins. Von den 31 Mitgliedern waren zur Jahreshauptversammlung gerade zehn erschienen, obwohl bekannt gewesen war, dass Bürgermeisterin Elke Beyer nicht für eine Wiederwahl als Vorsitzende zur Verfügung steht und die Auflösung des Vereins im Raume steht. Bei der Hauptversammlung vor drei Jahren hatte sich das Stadtoberhaupt quasi in letzter Minute als erste Vorsitzende zur Verfügung gestellt. Auch die restliche Vorstands-Mannschaft konnte dann gefunden werden.
Elke Beyer hatte im Vorfeld der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Ritterstädtchen Lichtenberg einen Aufruf gestartet und um Engagement gebeten. Es meldete sich tatsächlich jemand - Regina Fetzner, die sich bereit erklärte, den ersten Vorsitz zu übernehmen. Ein Vorgespräch mit Elke Beyer und dem zweiten Vorsitzenden Wolfgang Porst fand statt und auch bei der Jahreshauptversammlung war die in Lichtenberg wohnende frühere Reiseleiterin anwesend. Sie stand auch zu ihrem Angebot, den Verein zu leiten - nur das weitere Vorstandsteam konnte an diesem Abend nicht gefunden werden.
Nun droht die Auflösung des Vereins, die die erste Vorsitzende und Bürgermeisterin Elke Beyer so gern verhindern möchte. Einen offiziellen Beschluss, den Verein aufzulösen, konnten die Mitglieder an diesem Abend aber nicht treffen. Die dafür notwendige Zweidrittelmehrheit kam nicht zu stande, weil zu wenige Mitglieder gekommen waren. Sollte es zur Auflösung kommen, muss über das Vereinsvermögen bestimmt werden. In der Satzung ist geregelt, dass das Vermögen nur für gemeinnützige Zwecke verwendet werden darf. Es fällt dann der Stadt Lichtenberg mit der Auflage zu, es gemäß dem Satzungszweck zu verwenden, für die bereits beschlossenen Investitionen wie Blumenschalen, Fahnenständer und Umpflanzung der Blumenrabatte (siehe unten stehenden Artikel).
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