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Drei entspannte Tage im Froschbachtal

Tagung | 200 Helfer sorgen dafür, dass alle Gäste versorgt sind. Das Dorf steht geschlossen hinter der riesigen Veranstaltung.
Von Reinhold Singer
  • fpnai_hawe_haengematte_2505 Abseits des Trubels: Ruhige Momente gönnt sich ein Teilnehmer der Pfingsttagung in Bobengrün.
    Reinhold Singer
  • fpha_hawe_gulasch_250510 Essen für 2000 Menschen, eine Herausforderung, der das Team wieder gewachsen war.
    Reinhold Singer
Bild von

Bobengrün - Gulaschsuppe, Zeltlagerromantik und Gottes Wort in freier Natur erleben und hören - auch die 65. Auflage der Bobengrüner Pfingsttagung hatte wieder alles zu bieten. Mittlerweile ist "Pfingsten in Bobengrün" nicht nur eines der größten christlichen Treffen in Deutschland, die Faszination die es vor allem auf junge Leute ausübt, scheint ungebrochen. Auch heuer waren wieder über 2000 Tagungsteilnehmer über die drei Tage angemeldet.

Jeder weiß, was er zu tun hat

Für die Veranstalter, den Bobengrüner CVJM, stellte die Tagung eine logistische Herausforderung dar, die ein Heer von rund 200 freiwilligen Helfern erfordert. "Wir sind da schon ein eingespieltes Team, jeder hat da seine Aufgabe", sagte CVJM-Vorsitzender Werner Baderschneider. Das gesamte Dorf stehe hinter der Pfingsttagung, jeder mache sich nützlich. Es werde im Vorfeld für ein gutes Miteinander gebetet, natürlich auch für Sonnenschein in der großen Freilichtarena am Eingang zum Froschbachtal.

Auch heuer hatten die vielen Besucher auf dem Tagungsgelände wieder Blickkontakt zum zwölf Meter hohen Kreuz auf dem gegenüberliegenden Weidenstein, sie konnten an den drei Tagen Gottes Nähe erleben. Längst ist das Platzangebot im engen Froschbachtal für das Zeltlager zu eng geworden, es war seitlich auf Wiesen den Hang bis hinauf an das Tagungsgelände gewachsen. Hier konnten ganze Familien zelten.

Wichtig für junge Leute war es auch, sich nach dem Hören auch zwischenzeitlich tüchtig auszutoben. Dazu organisierte der CVJM Naila und Culmitz unter Leitung von Rainer Wälzel ein Indiaca-Turnier. "Die Spielregeln ähneln dem des Federballs, das Spielgerät wird aber mit der flachen Hand gespielt", erläuterte der Fachmann. Auch dieses Jahr ist das starke Team des CVJM Bindlach, das wieder per Drahtesel die 45 Kilometer in den Frankenwald geradelt war, Sieger des Turnieres geworden.

Bereits bei der Zeltlager-Eröffnung am späten Samstagnachmittag versammelten sich vor der Bühne im Froschbachtal über 2000 junge Leute. "Unsere Gebete hat Gott erhört, wir haben Sonnenschein", jubelte Gunnar Götzel aus Klingenthal, seit 20 Jahren mit großem Aufgebot junger Menschen aus dem Vogtland in Bobengrün dabei. Jugendevangelist Martin Schmid erinnerte an das Tagungsmotto "Hören was Jesus sagt" und machte auf jenen Blinden aufmerksam, der Jesus begegnet, ihn zwar nicht sehen, aber hören konnte und gläubig wurde. Ein bewegendes Zeugnis ihres Glaubens gab Maria Donner aus Schönwald von den Motorradfreaks der "Holy Riders", die mit Sondererlaubnis der Veranstalter mit ihren knatternden Zweirädern zum Zeltlager das Froschbachtal befahren durften.

Wie immer, war auch diesmal die Gulaschsuppe ein Thema, das die Dauerteilnehmer beschäftigte, aber auch allgemein gelobt wurde. Hier haben die Bobengrüner Chefköche mit Volkhard Spindler an vorderster Stelle, die nötige Erfahrung, alle Hungrige werden satt - nur in Einzelfällen ist ein Nachschlag nötig. Hygienisch einwandfrei gab es in einem speziell ausgestatteten Zelt die Essensausgabe - Gulaschsuppe mit Brot und Fruchtjoghurt zum Nachtisch. Manfred Fehn zählte nahezu 1400 Menüs - Beschwerden Fehlanzeige.

Kein Alkohol, keine Zigaretten

Familien und Tagesbesucher nutzen "Pfingsten in Bobengrün" auch zu einem Picknick im Grünen. Verpönt waren Radios, Alkohol und Zigaretten an diesen Tagen im Landschaftsschutzgebiet Froschbachtal.

Dies wird beispielsweise von den jungen Leuten des CVJM Trogen ausdrücklich begrüßt, wo dieser Termin seit 35 Jahren einen festen Platz hat, wie Alexander Pfeifer in einem Gespräch anmerkte. Der 40-jährige "Senior" macht auch auf eine Besonderheit der jungen Trogener Christen aufmerksam: Immer wandert eine Gruppe auf Schusters Rappen nach Bobengrün - immerhin sind das 22 Kilometer.

    
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