zuletzt bearbeitet: 25.08.2007 02:02 Uhr
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Starts sind nur morgens und abends möglich
Das Ballonfahren ist wie kaum eine andere Sportart vom Wetter abhängig, wenn man von den klassischen Wintersportarten absieht. Dies haben die Besucher in den vergangenen Jahren bei den Bad Stebener Ballonfahrertreffen des Öfteren erlebt.
BAD STEBEN – Es ist schon wie verhext. Da fanden in den vergangenen Monaten so viele Feste in der Region bei bestem Ausflugswetter statt, wie jüngst das Hofer Volksfest und das Weidesgrüner Tunnelfest. Und jetzt zum Bad Stebener Heißluftballon-Festival, zu dem sich die Organisatoren, die Ballon-Teams und natürlich auch die Besucher nichts sehnlicher wünschen als gutes Wetter, ist der Himmel wieder einmal wolkenverhangen und zwingt dazu, kurzfristig umzuplanen.
Dennoch waren die Himmelsgiganten bei den vergangenen neun Bad Stebener Ballonfahrertreffen immer zu bewundern. So konnten bislang jedesmal die Ballons unter musikalischer Begleitung wie riesige Lampions am Abendhimmel zum Glühen gebracht werden. In den Jahren 2004 und 2005 war dies wegen des Wetters ebenfalls nicht am Freitag möglich, sondern musste am Samstagabend nachgeholt werden.
Bei den Massenstarts der Heißluftballons sind die Veranstalter im Sommer grundsätzlich auf zwei enge Zeitfenster pro Tag eingeschränkt. „Heißluftballone dürfen nur nach Sichtflugregeln fahren“, erklärt Günther Wesemann, der Vorsitzende des Vereins „Hot Air Balloon Team Hof“ und zugleich der Startleiter für die Passagierfahrten. Wegen der Thermik, also den warmen Aufwinden, die tagsüber das Ballonfahren unmöglich machen würden, könne man im Sommer nur die Zeitspannen am Morgen von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis zwei Stunden danach sowie am Abend von zwei Stunden vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde danach nutzen.
Trotz dieser starken Einschränkungen konnten sich die Zuschauer und vor allem die mitfahrenden Passagiere in den vergangenen Jahren über viele spektakuläre Massenstarts freuen. 2006 fanden immerhin drei Starts statt, lediglich am Sonntagabend mussten die Ballonfahrten wegen zu heftiger Windböen abgesagt werden. Im Jahr 2005 fanden „eineinhalb“ Massenstarts statt. Am Samstagmorgen waren 11 der 19 Teams gestartet. Eine sich schnell nähernde Wolkenfront verhinderte den Start der restlichen Teams. Am Abend darauf gab es einen eindrucksvollen Massenstart, an dem ein Ballon in Gestalt einer riesigen Schweizer Kuh teilnahm. Im Jahr 2004 kam es zur bislang schlimmsten Zitterpartie. Damals war nur ein Start am Sonntag möglich, bei dem eine freche Rockermaus als Sonderform zu sehen war.
Dass schönes Wetter nicht unbedingt ideales Ballonfahrerwetter ist, erlebten die Festival-Besucher im heißen Sommer 2003. Zwar gingen die beiden morgendlichen Starts problemlos vonstatten. Doch am Samstagabend bereiteten die hohen Außentemperaturen den Piloten Kopfzerbrechen. Weil diese die Tragkraft der Ballone reduzierten, konnten weniger Passagiere mitgenommen werden als ursprünglich geplant.
Immerhin gab es auch Festivals mit idealem – trockenem und nicht zu heißem – Wetter, wie im Jahre 2000, als das dritte Ballonfahrertreffen wie im Bilderbuch über die Bühne ging. WERNER ROST
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