zuletzt bearbeitet: 22.10.2007 02:02 Uhr
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„Drehkreuz“ für Wanderer an der Selbitz
Tourismus | Frankenwaldverein weiht Fränkischen Gebirgsweg ein und erntet von allen Seiten Lob
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FWV-Hauptvorsitzender Robert Strobel hielt auf der Selbitzbrücke das Band, das seine Enkel Luisa und Maximilian Zuleeg durchschnitten und damit den Fränkischen Gebirgsweg freigaben -
Am Parkplatz in Untereichenstein zeigt eine neue Wandertafel den Verlauf des 38,5 Kilometer langen Abschnitts des Fränkischen Gebirgswegs im Bereich des Frankenwaldes bis Münchberg. Frankenwaldvereins-Hauptvorsitzender Robert Strobel (links an der Tafel) und stellvertretender Landrat Klaus Adelt (rechts) enthüllten die Tafel. Mit im Bild (von links): Zweiter Bürgermeister Hans Schmidt von Helmbrechts, Landtagsabgeordneter Alexander König, Marlene Roßner von der FWV-Geschäftsstelle, FWV-Ehrenvorsitzender Hans Hill, Stefan Fredlmeier vom Frankenwald Tourismus Service Center und der Blankensteiner Bürgermeister Gerhard Grüner. Fotos: Werner Rost -
An der Eröffnungstour nach Issigau nahmen etwa 100 Wanderfreunde teil, darunter auch etliche Thüringer. Beim Anstieg aus dem Saaletal zeigte sich, wer über eine gute Kondition verfügt.
Untereichenstein – Wer auf dem Rennsteig nach Osten wandert und nach 169 Kilometer über die Höhen des Thüringer Kammes Blankenstein erreicht, hat künftig die Qual der Wahl, denn seit diesem Herbst führen gleich zwei attraktive Fernwanderwege ab Untereichenstein weiter durch Franken: Der 2004 eröffnete, 520 Kilometer lange Frankenweg und der neue 423 Kilometer lange Fränkische Gebirgsweg. Letzter führt über das Fichtelgebirge und durch die Fränkische Schweiz auf die Frankenalb und mündet in Hersbruck in den Frankenweg.
Viele Teilnehmer aus Thüringen
Wie berichtet, haben der Frankenwaldverein (FWV) und die Wandervereine aus den anderen Gebieten den Fränkischen Gebirgsweg am 22. Oktober auf dem Gipfel des Ochsenkopfes eingeweiht. Am Samstag eröffnete FWV-Hauptvorsitzender Robert Strobel den 38,5 Kilometer langen Abschnitt durch den Frankenwald, der von Untereichenstein über Issigau, Rothleiten, Selbitz und Schauenstein nach Münchberg führt. Gleichzeitig nahm der FWV damit das neue „Drehkreuz“ des Wanderns zwischen Blankenstein und Untereichenstein in Betrieb, wie Stefan Fredlmeier vom Frankenwald Tourismus Service Center die Schnittstelle der Fernwanderwege nennt.
Zur Einweihungsfeier waren Wanderfreunde aus allen Himmelsrichtungen zum Parkplatz nach Untereichenstein geströmt, darunter viele Thüringer von den FWV-Ortsgruppen in Blankenstein, Blankenberg und Schlegel. Neugierig verfolgten auch einige Rennsteig-Wanderer das Geschehen an der fränkisch-thüringischen Landesgrenze, die zufällig gerade ihre letzte Etappe auf dem traditionellen Kammweg absolviert hatten. „Ihr könnt gleich weiterwandern, hier warten zwei wunderschöne Wanderwege durch Franken auf euch“, rief ihnen Robert Strobel zu. Der Hauptvorsitzende erinnerte in seiner Rede daran, dass der Frankenwaldverein bei der Errichtung der Rennsteigtafel vor 20 Jahren den Wunsch bekundet hatte, diesen bedeutendsten aller deutschen Wanderwege wieder von Anfang an und somit von Blankenstein aus erwandern zu können. Dies sei schließlich 1990 möglich geworden. Alle drei Fernwanderwege zusammen, die Strobel auf 1118 Kilometer Gesamtlänge bezifferte, würden durch fantastische Landschaften führen und dem Wanderer viel Abwechslung und überwältigende Ausblicke bieten. Strobel dankte dem FWV-Ehrenvorsitzenden Hans Hill und dessen Markierungsteam für die Konzeption der Streckenführung sowie der Oberfrankenstiftung für die finanzielle Unterstützung. Der Hauptvorsitzende gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Fränkische Gebirgsweg die gleiche Resonanz wie der Frankenweg erfährt und dass dies nicht der letzte Fernwanderweg sein möge, der an dieser Stelle seinen Ausgangspunkt nimmt. Konkret wünscht er sich einen Weg nach Berlin und eine Belebung der Verbindung ins Riesengebirge.
Landtagsabgeordneter Alexander König dankte dem Frankenwaldverein für sein großartiges Engagement bei der Wegemarkierung. „Ihr kennt alle Wander- und Schleichwege“, sagte stellvertretender Landrat Klaus Adelt zu den FWV-Mitgliedern. Das große Verdienst des Vereines sei es, den Gästen aus der Fremde zu den schönsten Aussichtspunkten des Frankenwalds zu führen. Adelt dankte dem FWV für seine erfolgreiche Arbeit für die Förderung des Tourismus.
Modell für Deutschland
Der Issigauer Bürgermeister Dieter Gemeinhardt hob die reichhaltige Naturlandschaft in seinem Gemeindegebiet hervor. „Viele meiner Kollegen in anderen Gebieten beneiden mich um den Frankenwaldverein“, sagte der Tourismus-Manager Stefan Fredlmeier, der die hiesigen Qualitäts-Wanderwege als beispielhaftes Modell für Deutschland bezeichnete. Der Blankensteiner Bürgermeister Gerhard Grüner wies auf die verbesserte Infrastruktur für Wanderer hin, für die in Blankenstein heuer öffentliche Toiletten und ein Informations-Zentrum geschaffen worden sei. Über hundert Wanderfreunde erkundeten schließlich die sechs Kilometer lange Etappe nach Issigau. Werner Rost
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