zuletzt bearbeitet: 22.10.2007 02:02 Uhr
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INTERVIEW
„Wertschöpfung durch neue Wanderwege“
Der Fränkische Gebirgsweg ist nach dem Frankenweg und dem Burgenweg der dritte Qualitäts-Wanderweg im Frankenwald, der beworben wird. Wir sprachen mit Geschäftsführer Stefan Fredlmeier vom Frankenwald Tourismus Service Center über Serviceangebote für Wanderer.
Sind für Wanderer Angebote mit Gepäck-Transfer zu den Quartieren geplant?
Daran arbeiten wir. Beim Fränkischen Gebirgsweg sind wir im Frankenwald Junior-Partner. Wir haben zwar den ersten Abschnitt, aber der größte Teil verläuft im Fichtelgebirge. Dort wird man sich sicherlich darum bemühen, Angebotspakete wie „Wandern ohne Gepäck“ zu organisieren. Es ist ein bisschen knifflig, wenn wir gebietsübergreifend solche Pakete anbieten, weil die Zuständigkeit des Frankenwald-Tourismus aufhört, wo das Fichtelgebirge beginnt. Wir haben aber bereits beim Frankenweg Lösungen, wonach derjenige das Ganze organisiert, in dessen Teil der Gast die Wanderung beginnt.
Klappt beim Frankenweg der Gepäck-Transfer von Quartier zu Quartier?
Selbstverständlich. Beim Frankenweg haben wir andere Voraussetzungen. Die ersten 123 Kilometer sind im Frankenwald. Daher können wir 4-, 5- oder 6-Tages-Pakete anbieten, ohne dass es einen Übergang in ein anderes Gebiet gibt. Das wird von den Gästen sehr geschätzt. Es ist eine Herausforderung, derartige Angebote gebietsübergreifend zu lösen, aber das müssen wir angehen. Den Gästen auf dem Fränkischen Gebirgsweg ist es nicht so wichtig, ob sie sich gerade im Frankenwald oder im Fichtelgebirge befinden. Sie möchten einen einheitlichen Ansprechpartner. Das werden wir mit der Tourist-Information Fichtelgebirge organisieren.
Am Frankenweg und am Fränkischen Gebirgsweg gibt es viele gastronomische Angebote. Lohnen sich dort Investitionen?
Der Tourismus entwickelt sich entlang von solchen Lebenslinien sehr positiv. Investitionen lohnen sich auf jeden Fall. Wichtig ist, sich als wanderfreundlicher Unterkunftsbetrieb zu qualifizieren. Der Frankenweg ist bei den Gastronomen sehr gut angekommen. Wenn Gastronomen sagen, etwas sei gut, dann ist dies das höchste Lob, das es überhaupt gibt. Der Frankenweg kommt so gut an, weil man merkt, dass er stark frequentiert ist und Wertschöpfung schafft.
Fernwanderer können am Endpunkt des Rennsteigs in Blankenstein ihre Tour auf dem Frankenweg und jetzt auch auf dem Fränkischen Gebirgsweg fortsetzen. Gibt es Pläne, dieses Drehkreuz des Wanderns weiter auszubauen?
Wir sind intensiv im Gespräch mit den Kollegen aus Sachsen. Eine hervorragende Ergänzung wäre eine Sachsen-Magistrale, wobei das nur ein Arbeitsbegriff ist. Ein derartiger Fernwanderweg durch das Vogtland, das Erzgebirge und die Sächsische Schweiz fehlt derzeit noch. Das Rückgrat dieses Weges wird der Kammweg im Erzgebirge sein. Nach unseren Vorstellungen wird er weiter über den Vogtland-Panoramaweg und über das deutsch-deutsche Museum in Mödlareuth nach Blankenstein führen. Dies würde dieses Drehkreuz des Wanderns hervorragend ergänzen. Der Bereich Blankenstein und Untereichenstein würde damit zu einem Schwerpunkt des Wanderns in Deutschland werden. Bundesweit gäbe es nichts Vergleichbares. W. R.
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