zuletzt bearbeitet: 15.02.2009 18:12 Uhr
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Hickhack um Vorschlag zur Höllentalbahn
Ratssitzung | Stadt Schwarzenbach will im Regionalplan den Radweg nach Naila verankert wissen
Schwarzenbach am Wald – Was die Sanierung der Schule angeht (wir berichteten), sind sich die Schwarzenbacher Stadträte einig. Dafür schieden sich in der jüngsten Sitzung die Geister umso mehr, was die Stellungnahme der Stadt zur Fortschreibung des Regionalplans Oberfranken-Ost angeht.
Bürgermeister Dieter Frank bat mehrfach CSU-Sprecher Dr. Dieter Gemeinhardt zur Ordnung, der die Sitzung nach einer Wortmeldung von Fredi Häßler von der SPD/FW-Fraktion immer wieder durch Zwischenrufe unterbrach. Ursache für den zwischenzeitlichen Unfrieden war der Wunsch Häßlers, vonseiten der Stadt Schwarzenbach die Wiederbelebung der Schienenverbindung von Marxgrün durch das Höllental nach Blankenstein zu empfehlen. Dies allerdings hielt Bürgermeister Frank für bedenklich, da es in den unmittelbar von der Höllentalbahn betroffenen Kommunen durchaus unterschiedliche Ansichten zu der Strecke gebe. „Ich weiß nicht, ob wir uns in die Diskussion einmischen sollten“, sagte Frank. Bisher habe sich der Schwarzenbacher Rat noch nicht mit dieser Thematik befasst. Aus dem Stegreif heraus gleich eine Empfehlung für die Höllentalbahn auszusprechen, halte er für unangemessen. Diese Antritt vertrat – in zunehmendem Maße vehement – dann auch Dr. Gemeinhardt, der sich so auch den Unmut von Günter Uebelhack von der SPD zuzog.
Zwischenzeitlich hatte Häßler bereits eingelenkt und erklärt, dass er keinen gesteigerten Wert auf die Aufnahme seiner Anregung im Regionalplan lege. „Wir müssen nichts übers Knie brachen“, sagte der SPD-Sprecher. Bürgermeister Frank versprach im Gegenzug, das Thema „Höllentalbahn“ in einer der nächsten Sitzungen auf die Tagesordnung zu nehmen.
Auf Zustimmung im Ratsgremium stieß eine weitere Anregung Häßlers, nämlich erneut auf den eklatant schlechten Zustand der Straße zwischen Döbra und Naila hinzuweisen, ebenso auf die Schlaglöcher in der Straße zwischen Geroldsgrün, Bobengrün und Naila.
Einstimmig begrüßt wurde der Vorschlag des Hauptverwaltungsausschusses, der sich im Vorfeld der Stadtratssitzung mit dem Regionalplan auseinandergesetzt hatte. Die Mitglieder des Hauptverwaltungsausschusses regten an, explizit den geplanten Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Schwarzenbach am Wald und Naila zu vermerken. Bürgermeister Frank gab in diesem Zusammenhang noch eine gute Nachricht aus dem bayerischen Finanzministerium bekannt: Der Bundeszuschuss in Höhe von 691 000 Euro wird nicht auf die Mittel nach dem Finanzausgleichsgesetz (340 000 Euro) angerechnet. Dadurch verringert sich der Eigenanteil der Städte Naila und Schwarzenbach auf 274 000 Euro.
Dr. Gemeinhardt regte schließlich noch an, in der Stellungnahme der Stadt Schwarzenbach zum Regionalplan Oberfranken-Ost den Wunsch nach einem weiteren Ausbau des Radwegenetzes in der gesamten Region an der Bundesstraße 173 zu äußern. Auch zu diesem Punkt herrschte Einigkeit im Ratsgremium.
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