Frankenpost

Kontakt Impressum als Startseite Sitemap
Suche

 
 
Selb
fpst_loewe_110310
 
Ferienland Fichtelgebirge Ferienland_Fichtelgebirge.pdf
 
Arzberg
Geld
 
Länderspiegel



Sie befinden sich hier: Home
Ressort Wunsiedel
Erschienen am 13.11.2009 00:00
Lichterkette in der Innenstadt
fpwun_bibunt_131109 Bild vergrößern
Lichterkette in der Innenstadt
Bild:  

Wunsiedel - Mit einer großen Aktion zum Volkstrauertag will das Bündnis "Wunsiedel ist bunt" am morgigen Samstag der Opfer rechter Gewalt gedenken. Um 14 Uhr beginnt die etwa vier Stunden dauernde Aktion. "Wir wollen dabei an die 30 Menschen erinnern, die während eines sogenannten Todesmarsches von SS-Schergen im Zeitelmoos ermordet wurden", sagt Organisator Karl Rost (Foto). Außerdem solle an diesem Tag der mehr als 140 Männer, Frauen und Kinder gedacht werden, die seit 1990 von rechten Schlägern getötet wurden. Wie berichtet hatte die rechtsextreme NPD für Samstag einen Trauermarsch für ihren kürzlich verstorbenen Gönner Jürgen Rieger geplant. Dieser ist vom Landratsamt Wunsiedel nicht genehmigt worden. Das Verbot des Aufmarsches hat gestern auch das Verwaltungsgericht Bayreuth bestätigt.

Straße des Gedenkens

Wie geplant kann dagegen die Veranstaltung des Bündnisses "Wunsiedel ist bunt" am Samstag um 14 Uhr mit einer Ansprache von Karl Rost beginnen. Gegen 14.30 Uhr schreiten die Teilnehmer die "Straßen des Gedenkens" ab. "Dabei handelt es sich um die Wege, auf denen im April 1945 Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald durch Wunsiedel nach Flossenbürg getrieben wurden. In Wunsiedel sind dies die Bibersbacher Straße, Karl-Sand-Straße, Jean-Paul-Straße und Hackerplatz. Anschließend gibt es am Marktplatz Musikbeiträge und Gastreden. Bisher haben sich unter anderem Bürgermeister Karl-Willi Beck, CSU-Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Friedrich und die Grünen-Landtagsabgeordnete Ulrike Gote angesagt.

Drei Stationen, 150 Namen

Um 16 Uhr versammeln sich die Teilnehmer in der Stadtkirche zur Teilnahme an der ökumenischen Friedensdekade. An der Kirche, an der Ecke Maxi-Kindergarten/Wirtschaftsschule und am Luisenburg-Gymnasium werden bei einem Stationengottesdienst, der neben den drei genannten Stationen auch den Weg dazwischen mit einbezieht, jeweils 50 Namen der Opfer von Neonazis verlesen. Die Gottesdienstteilnehmer führen 30 Holzkreuze mit, auf denen jeweils fünf Opfer genannt werden. Höhepunkt des Gedenkens wird das Entzünden der Lichter gegen das Vergessen sein. In der Bibersbacher Straße, Karl-Sand-Straße, Jean-Paul-Straße, am Hackerplatz, in der Marktredwitzer Straße, Feldstraße/Kemnather Straße, Koppetentorstraße, am Gabelmannsplatz und an der Steinernen Brücke werden die Teilnehmer eine Lichterkette bilden. Entlang dieser Straßen haben Zeitzeugen den Zug der KZ-Häftlinge beobachtet. M. Bäu.

 
 

Lesezeichen hinzufügen

Zurück Zurück Artikel drucken Drucken    Artikel speichern Speichern    Artikel versenden Versenden Nach ObenNach oben
 
 

Kommentare zum Artikel

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Bitte melden Sie sich an:

 
 


 
 
DIE KINDERZEITUNG
 
 
Kulmbach-Land
fpks_Bezinpreise_120310
 
Umfrage

Kindergeld kürzen bei vergessenen Hausaufgaben?

Ja, nur so kümmern sich Eltern um die Kinder.
Nein, damit würde es die Falschen treffen.

weitere Umfragen  

 
 
Wunsiedel
fpwun_BMW_100310
 
 


Kontakt Impressum Datenschutz rechtliche Hinweise Öff. Verfahrensverzeichnis