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Wunsiedel - Eine Großkundgebung veranstaltet am heutigen Samstag das Bündnis "Wunsiedel ist bunt". Beginn ist um 14 Uhr am Marktplatz.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Organisator Karl Rost werden Landrat Dr. Karl Döhler, Bürgermeister Karl-Willi Beck und Dr. Jörg Skriebeleit von der Gedenkstätte Flossenbürg kurze Ansprachen halten.
Ab 14.30 Uhr startet der Rundgang auf einem Abschnitt des Todesmarsches der ehemaligen KZ-Häftlinge. Vom Marktplatz geht es zum Ausgangspunkt an der Bibersbacher Straße beim Altenheim Sankt Elisabeth über den Hackerplatz und die Ludwigstraße zurück zum Marktplatz.
Nach Reden von Landtagsabgeordneter Ulrike Gote, Bundestagsabgeordnetem Dr. Hans-Peter Friedrich und Vertretern der Jugendinitiative gegen Rechtsextremismus beginnt um 16 Uhr ein ökumenischer Stationengottesdienst. Die Gottesdienstteilnehmer ziehen von der Stadtkirche Sankt Veit zum Kindergarten Maximilianstraße zum Luisenburg-Gymnasium und zurück zum Marktplatz. Während des Gottesdienstes werden die Namen von 148 Menschen verlesen, die seit 1990 von Neonazis ermordet wurden.
Um 17 Uhr startet die Aktion "Lichter gegen das Vergessen". Die Teilnehmer stellen entlang der Route des Todesmarsches Lichter am Straßenrad ab und bilden eine mehrere Kilometer lange Lichterkette. Folgende Strecke ist vorgesehen: Von der Bibersbacher Straße aus ziehen die Teilnehmer auf der "Straße des Gedenkens" über den Hackerplatz, die Schlachthofbrücke und die Steinerne Brücke in die Marktredwitzer Straße, von hier aus zum Gabelmannsplatz und das Koppetentor in die Kemnather Straße. Über die Feldstraße zieht sich die Lichterkette bis zum Marktplatz. Um 18 Uhr endet die Kundgebung.
Unterwegs wird Karl Rost immer wieder Augenzeugenberichte des Todesmarsches verlesen.
In der Stadtgalerie stellt zudem der Nürnberger Maler Axel Filtsch Bilder aus, die die Todesmärsche zum Thema haben.












