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Vor einem großen Polizeiaufgebot fand der NPD-Marsch in der Egerstraße statt.
Bild: Hannes Bessermann
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Wunsiedel - Wunsiedel wirkte am Samstag wie eine Festung: Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und -fahrzeugen war die Polizei vor Ort. An allen Ortseingängen waren Kontrollstellen aufgebaut, und in der gesamten Innenstadt waren Polizeiautos und Uniformierte in Position; zudem kreisten über der Stadt Polizeihubschrauber. Abgesperrt war der Friedhof, auf dem der Kriegsverbrecher Rudolf Heß bestattet ist. Das Zentrum der Polizeikräfte war der Bereich rund um das Edeka-Center; hier war die angrenzende Egerstraße komplett abgeriegelt - mit mehreren Sperren und quergestellten Polizeiautos. Der Grund: Auf der einen Seite des Einkaufszentrums verlief die Route des Schweigemarsches des Wunsiedler Bündnisses gegen Rechtsextremismus, auf der anderen der Gedenkmarsch der NPD zur Erinnerung an ihren toten Gönner Jürgen Rieger. Einen Steinwurf entfernt - am Busbahnhof - hatte sich obendrein rund 30 Sympathisanten der anarchistischen Pogo-Partei versammelt. "Die Veranstaltungen in Wunsiedel verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle", war die Bilanz von Polizeisprecher Michael Bergner. Insgesamt war es zu 16 Festnahmen gekommen - neun im linken Spektrum und sieben in der rechten Szene. Die Festgenommenen führten laut Polizeibericht unter anderem Messer, Reizstoffsprühgeräte und Sturmhauben mit sich. T. S.