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Wunsiedel - Die nächste große Sonderausstellung im Fichtelgebirgsmuseum wird den Wandel der Hochzeit seit 1810 präsentieren. Das Museum bittet deshalb die Bevölkerung, außergewöhnliche Erinnerungsstücke an Hochzeiten dem Museum zur Verfügung zu stellen.
In den letzten Jahrhunderten veränderte sich das Heiraten grundlegend. Am deutlichsten wird das am weißen Brautkleid. Wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Robert Grötschel berichtet, waren es Königinnen und Großbürgerinnen, die um 1800 erstmals Brautkleider in reinem Weiß trugen. Die "unteren Schichten" hielten noch lange an dunklen Festkleidern fest.
2010 kann das Fichtelgebirgsmuseum mit der Hochzeitsausstellung mehrere Jubiläen feiern. Vor 200 Jahren kam das Sechsämterland an das Königreich Bayern. Kronprinz Ludwig lud die neuen Bürger nach München, um mit ihm seine Hochzeit mit Therese von Sachsen-Hildburghausen zu feiern. So entstand das Oktoberfest. 1842 stand das Oktoberfest wieder unter dem Zeichen von Hochzeiten: Kronprinz Maximilian ehelichte Prinzessin Marie von Preußen und lud dazu 35 verlobte Paare in Tracht ein, sich mit ihm zu trauen, darunter auch ein Paar aus Wunsiedel und eines aus Rehau.
Das Museum wird mit Bekleidung und anderen Hochzeitsobjekten aus dem eigenen Bestand 200 Jahre Hochzeitsgebräuche im Fichtelgebirge lebendig machen. Doch das Museum braucht auch die Unterstützung der Bevölkerung. Gesucht werden noch einzelne Objekte aus der Zeit von 1810 bis 1950. Dazu gehören nicht nur Trachten, Brautschuhe, Myrtenzweige und Fotos, sondern auch Liebesgaben und Aussteuerstücke, Glücksbringer und Hochzeitszeitungen. Ganz besonders ist das Museum an alten Schmalfilmen interessiert.


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