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Ressort Wunsiedel
Erschienen am 17.03.2010 00:00
Hauch von Irland in Wunsiedel
Konzert | Das Folkfestival hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Auch dieses Mal sind wieder zahlreiche Fans in die Fichtelgebirgshalle gekommen.
Von Michael Meier

Wunsiedel - Das Fichtelgebirge liegt in Irland! Zumindest, wenn es nach dem Harfenisten, Theologen und Songpoeten Andy Lang geht. Denn sein beliebtes Irish-Folk- Festival in der Fichtelgebirgshalle ist mittlerweile schon zum festen Bestandteil des Konzertprogramms geworden. Nun fand es bereits zum 15. Mal statt. Der Termin wurde bewusst wieder zeitlich nah zum St. Patricksday, dem Nationalfeiertag der Iren, gewählt.

Hallenleiterin Vera Braun und Andy Lang erzählen übrigens immer gerne davon, dass das Konzept dieses Festivals im Jahre 1996 spontan während einer gemeinsamen Zugfahrt beschlossenen wurde.

Auch diesmal war die Halle recht gut mit Folk-Fans jedweden Alters gefüllt. Und sie bekamen dafür auch wieder einiges geboten: Direkt aus dem schottischen Edinburg reiste eigens die Scottish Folk & Bluegrass Legende "Homecoming String Band" an. Die Formation rund um die Musiker Susan, Jed und Dave heizte den Konzertbesuchern mittels Fidel, Gitarre, Bass und alten Balladen, treibenden Songs, aber auch mit stimmungsvollen Instrumentalstücken ein. Spätestens hier waren auch die ersten Fans auf der Tanzfläche vor der Bühne.

Das Duo "Harfenlichter" war ein weiterer Act an diesem Abend. Dahinter stehen Judith Hutzel (Harfe) und Michael Weisel (Kontrabass) aus Bamberg. Keltische Harfe, Kontrabass und bezaubernder Gesang war ihr Rezept für ein gelungenes Konzert mit feinen und zarten Klängen.

Und natürlich durfte auch der Auftritt des Meisters selbst nicht fehlen. Andy Lang und seine Band, bestehend aus Violinistin Theresa Rinderle sowie Gerd Rossner (Gitarre & Bass) und Volker Riess (Percussion) machten dabei ihrem guten Ruf wieder alle Ehre. Mit viel musikalischer Spontanität und Improvisation tauchten sie die Fichtelgebirgshalle immer wieder in irische Klangbilder.

Für Fans der keltischen Harfe und sehnsuchtsvoller Melodien blieben dabei keine Wünsche offen. Romantische Eigenkompositionen und die mystische Tiefe einer ganz speziellen Klangwelt führten die Gäste an herzerwärmende Orte, getragen von der sonoren Stimme Andy Langs. Nach etlichen Zugaben wurden die Konzertbesucher aber leider wieder in die kalte Wunsiedler Vorfrühlingsnacht entlassen.

 
 

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