Wunsiedel - Der Flug war gebucht, die Koffer gepackt. Und dann kam die Nachricht aus Wunsiedel. Der Fichtelgebirgsmarathon 2010 fällt aus. Nicht nur für die vier Laufsport-Begeisterten aus den USA war die Enttäuschung groß. Viele Marathonläufer aus ganz Deutschland und darüber hinaus haben sich den Juli freigehalten, um den schweren Parcours über die Höhenzüge des Fichtelgebirges unter die Füße zu nehmen. Wie berichtet, wollte das Veranstalterteam um Peter Karl und Birgit Schelter einmal pausieren, "um wieder Luft zu holen", wie es auf der Homepage heißt. "Kleiner Trost, der Termin für das kommende Jahr steht schon fest. Wir werden die Läufer am 9. Juli 2011 auf die Strecke schicken", sagt Birgit Schelter in einem Gespräch mit der Frankenpost.
Die Veranstaltung soll in ihrer elften Auflage zwar im wesentlichen gleich bleiben, aber dennoch runderneuert werden. "Es wäre dumm, wenn wir die Streckenführung ändern würden, eine bessere gibt es nicht", sagt Peter Karl. Dass der Kurs von Weißenstadt über den Schneeberg, Tröstau, entlang des Kösseinerundwegs, Bad Alexandersbad und zum Ziel Wunsiedel reizvoll ist, hat den Marathon-Veranstaltern auch die weltweit größte Laufzeitschrift "Runners World" bescheinigt. Die Fachredakteure haben den Fichtelgebirgsmarathon in die Liste der zehn schönsten Landschaftsläufe Deutschlands aufgenommen - und davon gibt es eine Menge.
Wenn im kommenden Jahr der Startschuss für den Fichtelgebirgsmarathon fällt, werden wieder mehrere hundert Athleten in Weißenstadt und Leupoldsdorf (Halbmarathon) vor einer schweren sportlichen Herausforderung stehen. "Als zusätzlichen Anreiz werden wir künftig einige zusätzliche Sachpreise ausloben", sagt Karl. Viele Sportler hätten bereits jetzt ihre Zusage für das kommende Jahr gegeben.
Auch das Helferteam steht bereits fest. "Manch einer war regelrecht traurig, dass er heuer nicht an einer Verpflegungsstation stehen oder mit dem Mountainbike die Läufer begleiten musste", lacht Birgit Schelter. Damit der engere Veranstalterkreis etwas entlastet wird, wollen Peter Karl, Birgit Schelter und ihre Kollegen ihre Aufgaben auf noch mehr Schultern verteilen. Es gebe bereits heute mehrere Engagierte, die sich an der Organisation des Marathons beteiligen wollten, sagt Peter Karl. Derzeit treffen sich die Verantwortlichen alle sechs Wochen. "Dabei besprechen wir unter anderem, wie der Lauf noch bekannter wird."
Ein weiteres Ziel ist es, den Sponsorenpool zu erweitern, um intensiver werben zu können. "Schon heute lockt der Fichtelgebirgsmarathon viele Menschen an. Erst neulich habe ich eine Frau getroffen, die ihren Urlaub extra im Fichtelgebirge verbrachte, um die legendäre Strecke einmal ganz für sich zu laufen. Die Sportlerin will nächstes Jahr auf alle Fälle wieder kommen", berichtet Birgit Schelter. Apropos Strecke: Die Organisatoren überlegen, die genaue Route als GPD-Track auf ihrer Homepage (www.fichtelgebirgsmarathon.de) zu hinterlegen. "Dann können alle Interessierten schon mal während des Jahres für ihren Marathonlauf trainieren."

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