Hof – Für die Regionalen Planungsverbände aus Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es in den kommenden Jahren viel zu tun. Das Ziel einer Zusammenarbeit ist klar gesteckt: Die Interessen zwischen den Metropolregionen Nürnberg und Leipzig vertreten für eine gemeinsame wirtschaftliche Basis, das wollen die Planungsverbände aus dem Dreiländereck Bayern, Sachsen und Thüringen. Und sie setzen dabei auf den Wirtschaftsfaktor Tourismus, Verkehrswege und Erneuerbare Energien. Dafür sollen jetzt die Leitlinien erarbeitet werden.
Den „Stein ins Rollen“ brachte bereits im vergangenen Herbst beim ersten Treffen auf der Osterburg im Thüringer Vogtland die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg, Präsidentin des Planungsverbandes Ost-Thüringen. Gestern nun holte unter dem Motto „Treffen der Nachbarregionen“ der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Planungsverbandes Oberfranken-Ost die Vertreter der benachbarten Regionalen Planungsverbände erneut an den Tisch, diesmal in der Saalestadt Hof.
„Ansatzpunkte gibt es viele, denke man beispielsweise nur an die Höllentalbahn“, waren sich der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, der Geschäftsführer des Regionalen Planungsverbandes Chemnitz-Erzgebirge, Professor Dr. Ing.habil. Benno Kaufhold vom Planungsverband Mittel-Thüringen, Landrätin Martina Schweinsburg, sowie der Vorsitzende des Tourismusverbandes Thüringer-Vogtland, und Bürgermeister von Langenwetzendorf, Klaus Zschigna, bei dem gestrigen Gespräch im Hofer Rathaus einig.
Für die einzelnen Regionen will man künftig gemeinsam Ideen entwickeln und Chancen finden: „Wir wollen die Planungsregionen Thüringen, Sachsen und Franken vernetzen“, machte Fichtner dazu deutlich. Dabei komme es immer wieder auf die Frage an, wie die Regionen voneinander und miteinander profitieren können.
Eine große Herausforderung wird es laut Landrätin Martina Schweinsburg dabei sein, allein mehr Planungssicherheit bei den Erneuerbaren Energien zu erlangen. Speziell bei Windenergie gelte es abzuwägen: „Wenn wir das Wirtschaftsgut Natur erhalten wollen, dann geht es nur in gemeinsamer Abstimmung.“ Für den Vorsitzenden des Tourismusverbandes Klaus Zschigna ist Tourismus ein Wirtschaftsfaktor, den man nur gemeinsam anpacken kann. Speziell im Hinblick auf Europa sieht Professor Benno Kaufhold „eine künftig gute Zusammenarbeit als wichtig an“. Und von „guten Kontakten nach Oberfranken“ bereits seit Anfang der 90er Jahre berichtete Dr. Jens Uhlig vom Planungsverband Chemnitz-Erzgebirge. Uhlig kündigte das nächste „Treffen der Nachbarregionen“ im thüringischen Arnstadt, der ältesten Stadt Deutschlands an. –sw


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