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Culmitzhammer – Der Dichter Wilhelm Ganzhorn muss Culmitzhammer gekannt haben, sonst hätte er sein bekanntes Lied „Im schönsten Wiesengrunde“ vermutlich gar nicht schreiben können. In jedem Fall ist der Wiesengrund im Nailaer Ortsteil Culmitzhammer einzigartig – und außerdem Garant dafür, dass „LandArt“, das besondere Gartenfest des Forums Naila bei Hannelore Walther, Jahr für Jahr ein Erfolg ist.
Dabei mussten die Veranstalter um Forums-Vorsitzende Walther und „Küchenchefin“ Uschi Findeiß auch an diesem Wochenende wieder bangen. Noch am Samstagvormittag hatte es nur so geschüttet. Die Angst, dass die Besucher ausbleiben könnten, war noch nie so groß wie zur mittlerweile neunten „LandArt“. Doch mit Beginn des Festes am Samstag um 14 Uhr ließ der Regen nach, und am späten Nachmittag konnte man es dann auch ohne Jacke gut im Freien aushalten. Fazit des ersten Tages: Trotz der zunächst widrigen Verhältnisse wurden etwa 800 Besucher gezählt, so viele wie im Vorjahr, und das sonnige Wetter am Sonntag trug dann seinen Teil dazu bei, dass die Besucher wirklich in Scharen nach Culmitzhammer strömten. An die 3000 werden es wohl wieder gewesen sein, die Kunst und Kulinarisches in einem ganz besonderen Ambiente genießen wollten. Genau das ist es, was „LandArt“ so anziehend macht: die Verbindung von Natur, Kunst und feinen Speisen.

„Im schönsten Wiesengrunde“: Culmitzhammer
Bild:
Der Besucher in Culmitzhammer kann nur ahnen, wie viel Zeit und Mühe die Mitglieder des Forums Naila in die Vorbereitung des Festes gesteckt haben. Am Samstag und Sonntag waren jeweils 55 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, davon alleine zehn in der Küche, die in der alten Scheune von Hannelore Walther eingerichtet wurde. Rund 2500 Portionen Essen waren seit Mittwoch vorbereitet worden, und sowohl am Samstag als auch am Sonntag musste nachgelegt werden. Die Speisekarte dominierten heuer Kartoffelgerichte aus aller Herren Länder. „Kartoffeltaschen indisch mit Fischfülle“, „Kartoffeltortilla mit Thunfisch oder Schinken“ war da ebenso zu finden wie „Rinder-Tafelspitz-Sülze mit Bratkartoffeln“ oder „Kartoffelsalat ,Athen’ mit Schafskäse und Oliven“. Da beschloss so mancher Gast, sich erst einmal niederzulassen und zur Live-Musik von „Richie‘s Jazzband“, der Gruppe „Saitenverkehrt“ oder des „Freien Fränkischen Bierorchesters“ einen oder zwei Happen zu sich zu nehmen, bevor er sich auf zum Bummel über das weitläufige Gelände machte. Dort warteten an die 50 Aussteller und Künstler auf die Besucher.
Im Angebot war alles, was das Herz von Gartenfreunden höher schlagen lässt: Blumen, Pflanzen und Keramik ebenso wie Figuren aus Holz und Metall, Gartenmöbel, Strohhüte oder Körbe. Darüber hinaus stellten verschiedene Maler ihre Werke vor, ein Imker informierte über die Bienenzucht, ein Malerbetrieb über venezianische Mosaiken und nicht zuletzt gab es handgemachte Seifen, Marmeladen und Liköre, sowie Wein und Gewürze zum Mitnehmen.
Da kam trotz anfänglichen Regens bei allen „LandArt“-Besuchern Sommerlaune auf. „Sommerlaune“ hieß übrigens auch der leckere Vorspeisenteller, den die Forumsmitglieder für dieses Jahr kreiert hatten.












