Döbra/Hof - In die Kirchengemeinde Döbra-Lippertsgrün zurück kehrt Dr. Thomas Hohenberger, derzeit noch Pfarrer an der Auferstehungskirche in Hof-Moschendorf. Voraussichtlich Mitte September, Anfang Oktober wird die Familie Hohenberger wieder in den Frankenwald ziehen.
Dr. Hohenberger war bereits von 2002 bis 2005 Pfarrer in Döbra und Lippertsgrün. Sein Nachfolger Harald Lorenzen hatte im vorigen Sommer die Gemeinde verlassen, um eine neue Stelle im Allgäu anzutreten. Grund für den Weggang waren, wie Lorenzen damals sagte, Unstimmigkeiten mit dem Kirchenvorstand Lippertsgrün (wir berichteten). Seitdem ist die Pfarrstelle in Döbra vakant. Vor etwa einem Jahr war in Döbra auch offen darüber diskutiert worden, ob der seit 2001 bestehende Pfarreienverbund mit Lippertsgrün aufgehoben werden soll. Davon ist heute aber keine Rede mehr. Beide Kirchenvorstände haben inzwischen mehrfach bekräftigt, auch in Zukunft zusammenarbeiten zu wollen.
Zusammenarbeit
Im Januar war die Pfarrstelle Döbra-Lippertsgrün neu ausgeschrieben worden. Mitte Mai hat Dr. Hohenberger dann die offizielle Mitteilung des Landeskirchenrats bekommen, dass er zurück nach Döbra kann.
Die Entscheidung, diesen doch etwas ungewöhnlichen Weg zu gehen und sich erneut für Döbra zu bewerben, ist dem 44 Jahre alten Geistlichen alles andere als leicht gefallen. Schließlich begegnen ihm die Menschen in der Moschendorfer Kirchengemeinde mit hoher Anerkennung. Und doch hat sich die Familie Hohenberger nach langem Überlegen für Döbra und Lippertsgrün entschieden. Drei Gründe sind es, die der gebürtige Helmbrechtser Thomas Hohenberger nennt: Zum einen arbeite er gerne in einer Landgemeinde, wie er damals in Döbra festgestellt habe, zum anderen werde im Herbst seine Tochter Lydia eingeschult, was ein gewisser Einschnitt im Familienleben sei. Ein späterer Wohnortwechsel wäre deshalb für die Familie ungünstig, zumal die zwei jüngeren Kinder im Zwei-Jahres-Rhythmus nachfolgten. Der dritte und ausschlaggebende Grund ist geistlicher Natur. "Ich kann in dem bevorstehenden Wechsel nach Döbra Gottes Willen erkennen", sagt Thomas Hohenberger. "Sicher gehe ich aber nicht so unbedarft wie beim ersten Mal an diese Aufgabe heran. Eine gewisse innere Spannung ist sicher da und ich hoffe, dass ich die Erwartungen erfüllen kann, welche die Menschen in Lippertsgrün und Döbra in mich setzen. Es ist bestimmt keine ganz einfache Situation, aber ich bin zuversichtlich und glaube, dass die Gläubigen in Lippertsgrün und Döbra auf einem guten Weg sind." Der Geistliche hofft auch, dass sich das Vertrauen, das die Menschen am Fuß des Döbraberges zu ihm hatten, wieder einstellt. Auch wenn es in den beiden Orten ein unterschiedliches "spirituelles Grundgeflecht" geben mag, so glaube er, dass er als Mensch und Pfarrer eine Integrationshilfe sein könne.
Mit Herzblut
Die vergangenen vier Jahre an der Auferstehungskirche in Hof-Moschendorf will Hohenberger aber auf keinen Fall missen. Er habe mit Herzblut an seiner Arbeit gehangen. Es habe in dieser Zeit in der Gemeinde viele innere und auch bauliche Veränderungen gegeben. "Es tut wirklich sehr weh, die Gemeinde der Auferstehungskirche zu verlassen", sagt der Pfarrer. Doch die Entscheidung sei gefallen. Er werde mit seiner Familie in den Frankenwald zurückkehren. "Es ist mein tiefstes Empfinden, dass mich Gott an dieser Stelle haben will. Meine Familie und ich hoffen, dass wir mit Gottes Hilfe in Döbra und in Lippertsgrün etwas bewirken können."


Drucken
Speichern
Versenden












