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Ressort Hof-Stadt
Erschienen am 02.09.2009 00:00
"Christen haben Grund, dankbar zu sein"
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Dekan Günter Saalfrank, Hof
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Herr Dekan Saalfrank, das Thema der friedlichen Revolution steht im Mittelpunkt eines Gottesdienstes, der am 8. November live aus der Hofer Michaeliskirche gesendet wird. Wie kam es zu diesem Projekt?

In Gesprächen mit Superintendent Matthias Bartsch aus Plauen wurde deutlich, dass der 20. Jahrestag nicht einfach so sang- und klanglos verstreichen soll. Wir wollen innehalten und auch nach vorne schauen.

Findet auch eine Veranstaltung in Plauen statt?

Ja. Dort wird bereits am 5. Oktober ein Friedensgebet stattfinden. Da wirken auch Christen aus Hof mit und erinnern daran, dass damals in Plauen das erste Friedensgebet den Weg zur Wende geebnet hat.

...dieser Aufgabe des Erinnerns haben sich die Kirchengemeinden von Hof und Plauen verschrieben?

Die Wende darf nicht in Vergessenheit geraten. Wir Christen haben allen Grund dazu, dankbar zu sein für das Geschenk der Wiedervereinigung. Da ist natürlich ein Gottesdienst der richtige Anlass zum Gedenken.

Wie kam es dazu, dass das Fernsehen auf den Hofer Gottesdienst aufmerksam wurde?

Die Rundfunk- und Fernsehbeauftragte der Bayerischen Landeskirche hat von unseren Planungen erfahren und angefragt, ob wir mit einer einstündigen Live-Übertragung einverstanden sind.

Die Michaeliskirche ist ja schon TV-erprobt.

Stimmt. Wir haben gute Erfahrungen mit dem Bayerischen Fernsehen und dem Bayerischen Rundfunk gemacht. Deshalb waren wir gerne dazu bereit.

Wie weit sind die Vorarbeiten denn schon gediehen?

Der Fahrplan für den Gottesdienst steht, jetzt geht es an die Detailplanung.

Wer wird am 8. November mit dabei sein?

Die Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner aus Bayreuth wird als Liturgin mitwirken. Vereinbart ist eine Dialogpredigt zwischen Superintendent Bartsch aus Plauen und mir. Dabei geht es zum einen um den Dank für das Wunder von 1989, zum anderen werden aber auch die Mühen des Alltags angesprochen. Zum dritten wollen wir den Blick nach vorne richten.

Und das weitere Programm?

Es werden die Kameleons, also die Theatergruppe der Dreieinigkeitskirche Hof, mitwirken. Dann wird der frühere Chef des Zollamtes Rudolphstein, Lothar Grieshammer, der langjährige Kirchenvorsteher von St. Johannes, dabei sein. Er erzählt aus seinen Erinnerungen. Auch eine Zeitzeugin aus Plauen wird dabei sein.

Wie haben Sie persönlich von der Grenzöffnung erfahren?

Ich war damals auf dem Weg von Nürnberg nach Thiersheim, als im Radio von der Pressekonferenz in Berlin und der Öffnung der Mauer berichtet wurde. Tags darauf, am 10. November 1989, habe ich für Radio Euroherz den Plauener Superintendenten Küttler im Telefoninterview gesprochen. Das Gespräch führte

Kerstin Dolde

 
 

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