Hof - Nach wie vor sind die verkaufsoffenen Sonntage in Hof umstritten. Umso mehr hat es jetzt Dekan Günter Saalfrank begrüßt, dass sich Vertreter der Stadt und der Kirche erstmals an einen Tisch gesetzt haben, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Zu diesem ersten Gespräch eingeladen hatte die "Allianz für den freien Sonntag", ein Bündnis von kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften, das sich im Juli in Hof gegründet hat.
Bei diesem Erfahrungsaustausch mit Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, den Fraktionsvorsitzenden von CSU und SPD, Wolfgang Fleischer, und Dr. Jürgen Adelt, sowie FAB-Stadträtin Gudrun Bruns, seien laut Saalfrank nun die Weichen für weitere Gespräche gestellt worden. Die "Allianz zum freien Sonntag" habe dabei einmal mehr deutlich gemacht, dass es keine verkaufsoffenen Sonntage brauche. Allianz-Sprecherin Christine Kelpin und der kirchliche Sozialsekretär Gerhard Strunz stützten ihre Aussagen auf das Ergebnis einer Umfrage unter Hofer Einzelhändlern, bei der sich die Mehrheit gegen verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen habe.
Stadtrat hat entschieden
Bereits im Januar habe die "Allianz gegen den freien Sonntag" an die Stadt Hof appelliert, die Geschäfte am Feiertag "Allerheiligen" und am ersten Adventssonntag nicht zu öffnen. Der Stadtrat habe sich damals anders entschieden und damit viele Menschen aus Kirchen und Gewerkschaften regelrecht vor den Kopf gestoßen. Dass man sich jetzt gemeinsam an einen Tisch setzt, um konstruktiv nach vorne zu schauen und nach tragfähigen Lösungen zu suchen, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt Saalfrank. Am 2. Dezember sollen nun die Gespräche im Rathaus fortgesetzt werden. Er sei dankbar für diese Initiative des OB und hoffe im Blick auf die verkaufsoffenen Sonntage 2010, einen guten, gemeinsamen Weg zu finden. -sw

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