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Ressort Hof-Stadt
Erschienen am 09.05.2008 00:00
„Jetzt gibt’s die Orgel her“
Pfingstsamstag | Morgen sitzt Kantor Georg Stanek zur ersten Marktandacht des Jahres an den Manualen der restaurierten Heidenreich-Orgel in der Hofer Michaeliskirche.
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Georg Stanek, Stadt- und Dekanatskantor
Bild:  

HofSie dauern nie länger als eine halbe Stunde, sie bieten einen Mix aus Altbekanntem und Exotischem und sie locken wöchentlich mehr als 100 Menschen in die Kirche: Die Marktandachten in der Michaeliskirche gehören seit Jahrzehnten zum festen Programm am Samstagvormittag. Wir sprachen mit Stadt- und Dekanatskantor Georg Stanek über den musikalischen Teil der Andachten, die morgen wieder beginnen (siehe auch nebenstehender Artikel).

Herr Stanek, im vergangenen Jahr haben Sie sich von A bis Z durch die Kirchenmusik gespielt – welches Thema liegt den Andachten diesmal zugrunde?

Wir haben heuer drei Stränge. Erstens: Wir laden Gast-Organisten aus der Region ein. Zweitens: die Kombination aus Orgel und Solisten. Und drittens: Wir bereiten liturgische Themen auf. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Im Vorjahr haben auch die unbekannten Komponisten der Reihe neugierig gemacht – worauf dürfen die Hofer heuer gespannt sein?

Interessant könnte die Aufbereitung der Liturgien werden. Der Fokus wird dabei immer nur auf ein Thema gerichtet – auf Kyrie- oder Gloria-Vertonungen beispielsweise. In diesem Jahr musizieren außerdem viele Gäste, deren jeweilige Spielweise sicher interessant sein wird.

Wie lange laufen die Planungen für die neue Reihe schon, und wie kamen die Einladungen der Gast-Musiker zustande?

Seit Herbst steht das Programm in groben Zügen. Die Kantoren und Solisten, die ich eingeladen habe, haben alle gerne zugesagt. Somit können wir auch das musikalische Repertoire noch stark erweitern.

Stichwort Repertoire: Haben im vergangenen Jahr eher die Exoten oder doch die altbekannten Komponisten für ein volles Haus gesorgt?

Die Zahlen waren sehr konstant, wir hatten immer 100 bis 150 Besucher. Mit der Resonanz bin ich also sehr zufrieden.

Konnten Sie auch für sich Neues entdecken, beispielsweise unter den unbekannten Komponisten?

Interessant war die Andacht zum Buchstaben X, mit Ausschnitten aus dem Atonalen. Als kleiner Exkurs ist das ja nicht verkehrt – jetzt gibt’s die Orgel her. Im normalen Gottesdienst würde ich das aber nicht spielen. Interview: -rai / cp

Morgen, Samstag, ab 10.45 Uhr spielt Georg Stanek zum Thema Pfingsten unter anderem Stücke von Bach, Buxtehude, Reger und Brunner.

 
 

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