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Warum das Bermuda-Dreieck eigentlich nichts Besonderes ist
Gigantische Wellen, riesige Krakenmonster und jede Menge verschwundener Schiffe: Über das Bermuda-Dreieck im Atlantischen Ozean gibt es wilde Geschichten. Professor Gerhard Bohrmann ist Meeresforscher in Bremen in Norddeutschland.
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Professor Gerhard Bohrmann an Bord eines Forschungsschiffes.
Bild:

Er hat schon an vielen Orten der Welt den Boden des Ozeans erkundet. Er erklärt, dass über das Bermuda-Dreieck viele erfundene Gruselgeschichten die Runde machen.

Haben Sie Angst, das Bermuda-Dreieck mit dem Schiff zu befahren?

Gerhard Bohrmann: «Nein, habe ich nicht. Wir wissen, dass das Bermuda-Dreieck nur eine Legende ist. Viele Geschichten sind nicht wahr. Dort sinken nämlich gar nicht mehr Schiffe als anderswo. Meines Wissens gibt es gar kein Seegebiet, wo solche unheimlichen Dinge passieren.»

Trotzdem sind am Bermuda-Dreieck einige Schiffe gesunken.

Gerhard Bohrmann: «Es gibt eine Menge verrückter Erklärungen dafür. Eine geht so: Im Bermuda-Dreieck kommt Gashydrat am Meeresboden vor. Das ist ein fester Stoff, der aussieht wie Eis. Er enthält Methan. Das ist ein Gas. Wenn sich der Meeresboden erwärmt, löst sich das Gas aus dem Stoff und blubbert nach oben.»

Das ist dann also wie in einem Glas Sprudel?

Gerhard Bohrmann: «Richtig. Wenn zu viele Blasen nach oben steigen, trägt das Wasser das Schiff nicht mehr. Dann sinkt das Schiff womöglich in die Tiefe. Das alles ist aber sehr unvorstellbar. Außerdem kommen diese Gashydrate an vielen Stellen im Meer vor und Schiffe haben damit eigentlich nie Probleme. Es gibt außerdem viele andere Gründe, warum ein Schiff sinken kann: Vielleicht ist es in einen Sturm geraten oder wurde von Piraten entführt. Das alles passiert aber selbst im Bermuda-Dreieck ziemlich selten.»

 
 
 

 
 
 
 


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