Kulmbach – Den Grenzbereich zwischen Leben und Tod verschmelzen zu lassen – nichts Geringeres haben sich die vier Künstlerinnen Nadine Seeger-Bischoff aus Basel, Cornelia Morsch aus Kulmbach, Renate Gross aus Stuttgart und Hey-Joeng Chung-Lang aus Korea mit ihrer Vernissage im Kulmbacher Badhaus vorgenommen.
„Vier Künstlerinnen, die einander nicht nur persönlich verbunden sind, sondern in ihrer Kunst die Suche nach der Lebensmitte und dem Lebensziel aus verschiedenster Perspektive und mit ganz unterschiedlichen Ausdrucksweisen formulieren”, zeigte Dr. Rupprecht Konrad-Röder die Gemeinsamkeiten der vier unterschiedlichen Künstlerinnen auf.
Improvisation
Nadine Seeger-Bischoff gestaltete zur Vernissage eine kleine Performance. Sie hatte sich das Motto „Hinsehen” ausgesucht und wollte dies mit Installationen und Improvisation dem kunstinteressierten Kulmbacher Publikum nahebringen. Die Initiatorin der Ausstellung, Cornelia Morsch aus Kulmbach, steuerte Grafit-Zeichnungen von beeindruckender Intensität bei. Die Gesichter der Menschen sind von Trauer und Enttäuschung – der Last des Lebens – gezeichnet. „Ansehen” war die Intention, die sich Cornelia Morsch gegeben hatte.
Das Thema „Verwandeln” setzte Renate Gross aus Stuttgart mit Körperdrucken um. „Und tatsächlich sind ihre Körperdrucke eine Art Verwandlung ihrer selbst, entstanden in einem Prozess der Häutung und Wiedergeburt zugleich”, erklärte Dr. Röder-Konrad. Die koreanische Künstlerin Hye-Joeng Chung-Lang besann sich in ihren Kunstwerken auf die chinesische Tradition und Geschichte. Chung-Lang bereicherte die Ausstellung mit Farbholzschnitten.
Beeindruckende Vielfalt
Bürgermeister Stefan Schaffranek eröffnete die Ausstellung, die vom Kulturbeirat der Stadt und dem evangelischen Bildungswerk Kulmbach/Thurnau initiiert wurde, und war beeindruckt von der Vielfalt der Kunst. Besonders freute er sich, dass es gelungen ist, Künstler aus verschiedenen Ländern nach Kulmbach zu holen. so


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