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Ressort Münchberg
Erschienen am 22.04.2010 00:00
Durch die Gemeinde zieht sich ein tiefer Graben
Klartext | Regionalbischöfin Dr. Greiner und Dekan Erwin Lechner machen in einer Gemeindeversammlung deutlich, warum der beliebte Pfarrer suspendiert werden musste. Er habe die Beziehung aufgenommen, als das Mädchen erst zwölf Jahre alt war.
Von Thomas Schuberth-Roth
Im Gemeindehaus Bild vergrößern
Im Saal des Gemeindehauses mussten während der Versammlung, die das Dekanat einberufen hatte, einige mit einem Stehplatz vorliebnehmen. Gut 200 Menschen waren gekommen, um aus erster Hand Informationen zum Fall Welzel zu hören. Fotos: Engel
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Sparneck - Unter den Menschen in Sparneck gärt es. Die Erschütterung der Kirchengemeinde durch die Suspendierung ihres Pfarrers Hermann Welzel strahlt längst auf das gesamte Gemeindeleben aus. Das offenbarte eine mehr als zweistündige, zum Teil sehr emotional geführte Veranstaltung am Dienstagabend im Gemeindehaus. So sagte ein junges Mädchen sogar, sie wolle sich "nur von Pfarrer Welzel konfirmieren lassen". Eingeladen zu der Gemeindeversammlung hatte der Münchberger Dekan Erwin Lechner.

Gekommen war auch Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner aus München; sie hatte eigens eine Sitzung des Landeskirchenrats verlassen, um selbst vor Ort darüber zu informieren, warum die Kirche angesichts des Vergehens des Pfarrers vor mehr als 23 Jahren so entscheiden musste. Bekanntlich hat der 54-jährige Seelsorger zugegeben, Mitte der Achtzigerjahre mit einer Konfirmandin eine intime Beziehung gehabt zu haben.

Rückblick: Der Kirchenvorstand in Sparneck hatte nach Bekanntwerden der Suspendierung zu einer Solidaritätsveranstaltung aufgerufen. 580 Menschen versammelten sich am vergangenen Samstag in der Kirche, um für Hermann Welzel zu beten. Im Rahmen einer Unterschriftenaktion haben sich zudem mehr als 1000 Menschen hinter den 54-jährigen suspendierten Pfarrer gestellt, der seit 23 Jahren im etwa 2000 Einwohner zählenden Sparneck als Seelsorger tätig ist.

"Klima der Angst"

Und dann am Dienstag: Gerhard Loy, Kirchenvorstandsmitglied und Bürgermeister, bekräftigte im Rahmen der Versammlung noch einmal, dass sich Sparneck "durch die vorbildliche Pflichterfüllung von Pfarrer Welzel in all diesen Jahren zu einer sehr lebendigen Gemeinde entwickelt hat". Nicht nur er fürchte, dass die Gemeinschaft "leblos" werde.

Und uneins und offenbar zerstritten, wie der Sparnecker Klaus Hoechstetter nach Loy betonte. Er nannte die Situation im Ort "unerträglich". Er habe ein "Klima der Angst" ausgemacht, sagte er weiter. Angst, die viele ihre Unterschrift unter den Solidaritätsappell habe setzen lassen, "obwohl sie es eigentlich nicht wollten". Er sagte, es sei "schlicht nicht wahr", wenn der Kirchenvorstand in seinem Aufruf von "allen Sparneckern" rede. Es gebe viele, die die Jahre mit dem Pfarrer hätten "erdulden müssen". Bis heute seien seit dem Pfarrerwechsel vor 23 Jahren "tiefe Verletzungen zurückgeblieben". Er warnte davor, dass man in Sparneck weiter versuche, aus dem Täter ein Opfer und aus dem Opfer eine Täterin zu machen. Er schloss seine in zehn Punkten gefassten Ausführungen mit dem Satz: "Ich hoffe, ich kann hier leben bleiben."

Erstmals sind diese gegensätzlichen Strömungen im Ort am Dienstagabend öffentlich aufeinander getroffen. "...und seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens." Wohl nicht ganz zufällig, sondern mit viel Fingerspitzengefühl hat Dekan Lechner gerade diesen Vers aus dem Epheserbrief in seiner Begrüßung thematisiert.

Abermals gut 200 Menschen zog es ins Gemeindehaus, darunter Präparanden und Konfirmanden, Eltern, junge und ältere, Kirchgänger und solche, die nur selten einen Gottesdienst besuchen, Sparnecker, aber auch Menschen, die aus anderen Gemeinden herübergekommen waren, um aus erster Hand informiert zu werden. Sie erwarteten Klartext.

Regionalbischöfin Greiner verlas hierzu einen Text, der, wie sie sagte, sowohl mit dem Anwalt von Pfarrer Welzel als auch mit dem Opfer abgestimmt sei. Nach den Aussagen des Opfers und dem vorliegenden Geständnis handele es sich nach der Rechtslage um "schweren sexuellen Missbrauch". Der Landeskirchenrat habe die Dienstag vor einer Woche vollzogene Suspendierung bestätigt. Die Entbindung von den kirchlichen Pflichten und Aufgaben sei "in großer gemeinsamer Traurigkeit geschehen".

Greiner stellte klar, dass es viel besser gewesen wäre, wenn die Sachverhalte schon damals ans Tageslicht gekommen wären, und nicht erst durch den anonymen Hinweis, der nicht vom Opfer stamme. Aber diese Frau sei heute "dankbar, dass durch die Anzeige die ganze Sache an die Öffentlichkeit kam". Es sei ihr eine Last genommen worden.

Die Regionalbischöfin sagte weiter, die Kirche habe nicht früher reagieren können, weil "die Landeskirche keine Kenntnis davon hatte". Auf den Einwand aus dem Publikum, dass es der ganze Ort, in dem Welzel damals tätig war, gewusst habe, antwortete sie: "In den Akten stand nichts." Zurzeit sei man dabei, zu klären, ob der damalige Hofer Dekan etwas wusste. Rückfragen beim damaligen Regionalbischof hätten ergeben, dass eine Versetzung aus Eheproblemen erfolgt sei, dies legten auch die schriftlichen Dokumente nahe.

Greiner erklärte, dass die "gravierendsten Vorkommnisse nach heutigem Kenntnisstand erst kurz nach dem Stellenwechsel geschahen", in der Gemeinde also, in der Pfarrer Welzel vor Sparneck tätig war. Diese konnten deshalb gar nicht Ursache für den Stellenwechsel gewesen sein. Damit werde dem Argument der Boden entzogen, es habe sich um eine Strafversetzung gehandelt.

Normalerweise, sagte die Regionalbischöfin, landeten im Dekanat anonyme Hinweise im Papierkorb. In einem solchen Fall jedoch habe man handeln müssen. "Der Sachverhalt Missbrauch ist zu sensibel." Oft würden Menschen, die als Kind missbraucht wurden, ein Leben lang darunter leiden. "Ein Bagatellisieren solcher Taten würde neuen Taten Vorschub leisten", warnte sie. Um das Vertrauen, das Menschen in die Kirche haben, nicht zu verspielen, könne es nur eines geben: "Nicht bagatellisieren, sondern seriös aufarbeiten und Konsequenzen ziehen."

Ihr tue es leid für die Familie und die Gemeinde, sagte sie weiter. Der Pfarrer habe durch seine "liebevolle Art und seinen Umgang mit Menschen tiefe Verbindungen wachsen lassen". Sie sei der Gemeinde dankbar, dass sie den Pfarrer und seine Familie in dieser "schweren Situation" unterstützt. "Die Vergebungsbereitschaft", schloss sie, "beweist sich aber im solidarischen Durchstehen mit allen, die von einem solchen Vorgang betroffen sind - und eben nicht mit einem ,Schwamm drüber'."

Ausdrücklich betonte in der folgenden Diskussion Dr. Rumpf, dass sicher keiner in Sparneck in Abrede stelle, dass sexueller Missbrauch von Kindern eine Straftat ist. Wie er den Pfarrer kennengelernt habe, passe es zu dem Menschen Welzel, dass er - mit der Tat konfrontiert - gestanden und sich nicht davor versteckt habe, sagte er weiter. Zwar glaube er wohl, dass die Landeskirche von nichts wusste, "aber im Dekanat muss es jemand gewusst haben". Er habe das Gefühl, damals seien Fehler gemacht worden, die man heute ohne Rücksicht der Fürsorge für die Familie korrigieren wolle.

Regionalbischöfin Greiner sagte mit Blick auf die Ausführungen Rumpfs, dass viele in Sparneck doch bitte nicht immer das Opfer ausblenden sollten. "Es handelte sich um ein Kind. Zum Zeitpunkt, als die Beziehung aufgenommen wurde, war das Mädchen zwölf Jahre alt." Sie habe viele Briefe erhalten, in denen das Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht werde, warum die Menschen in Sparneck ihren Pfarrer so schützen können.

Bei Dekan vorstellig gewesen

Ein Mann meldete sich zu Wort: Er selbst sei, als er 1985 von den Gerüchten in der Gemeinde hörte, zum Hofer Dekan gegangen und habe ihn informiert. Dieser habe ihn jedoch mit dem Satz weggeschickt: "Aber Herr Sonntag, was wollen Sie denn, das sind doch junge Leute." Er sei anschließend auch noch zum Vertrauensmann des Kirchenvorstands gegangen. Dieser habe ihm versichert, sich der Sache anzunehmen.

Tatsächlich finden sich laut Dekan Lechner dazu Aussagen in den Protokollen. Allerdings, sagte Lechner weiter, sei der Vertrauensmann kurze Zeit später aus dem Kirchenvorstand ausgetreten, und die Sache sei "als Gerücht abgetan worden". Lechner nannte zudem einen Grund, weshalb nichts nach oben durchdrang. Vorsitzender eines Kirchenvorstands sei in der Regel der Pfarrer. So sei es auch in diesem Fall gewesen.

Eine Frau sagte, dass man die Unterstützung des Kirchenvorstands für Pfarrer Welzel nicht mit der Billigung des Missbrauchs verwechseln dürfe. Es sei eben nur verwunderlich, dass gerade jetzt dieser Fall, "von dem alle wussten, als Welzel kam", nun solche Folgen nach sich ziehe.

Dekan Lechner sagte, er habe mit den Menschen, die damals im Kirchenvorstand waren, gesprochen: "Da hat keiner etwas gewusst." Dass es manche im Ort gewusst haben, wolle er nicht ausschließen. Konkretes jedoch sei wohl nicht bekannt gewesen, es habe nur immer geheißen: "Irgendwas war."

Suche nach dem Miteinander

Greiner verteidigte im Übrigen noch einmal die Vorgehensweise: "Es lag ein Sachverhalt auf dem Tisch, den die eingeleiteten Ermittlungen bestätigten. Danach folgte die Entbindung von den Dienstpflichten." Zwei Gründe nannte sie für die letztere Entscheidung: Zum einen die Schwere des Dienstvergehens, zum anderen wäre wohl niemand mehr in der Lage, unter diesen Umständen als Pfarrer das Evangelium auszulegen. Den Schritt, am selben Tag nicht nur den Pfarrer und den Kirchenvorstand, sondern auch die Medien zu informieren, nannte sie notwendig.

Einige Zwischenrufer, die auch dem Opfer und deren Eltern eine Teilschuld zuweisen wollten, wies ein Mann in die Schranken. Er sagte: "Selbst wenn das Opfer dies provoziert hätte, dann darf kein Pfarrer, kein Lehrer, überhaupt kein Erwachsener sich darauf einlassen. Das ist verboten."

Ein Mann, der, wie er sagte, ein gutes freundschaftliches Verhältnis zu Hermann Welzel pflege, rief alle zur Mäßigung auf: "Es ist nicht im Sinne von Hermann, dass wir uns nun zerfleischen und damit zerstören, was er in 23 Jahren aufgebaut hat."

Diese Mahnung nahm Dekan Lechner im Schlusswort auf. Er hoffe, dass man in Sparneck wieder das Miteinander suche und finde. Ob in einer politischen Gemeinde, einer Lebens- oder Kirchengemeinschaft gehöre es eben auch dazu, "sich manchmal zu ertragen".

Das Pflänzchen Hoffnung, Pfarrer Welzel könne nach dem kirchlichen Disziplinarverfahren auf die Pfarrstelle zurückkehren, ließ Greiner nicht keimen. "Ohne dem Urteil vorgreifen zu wollen, aber das wird nicht gehen."

Nach dem gemeinsamen Vaterunser traten viele schweigend und nachdenklich hinaus in das Dunkel der Nacht.

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Dekan Erwin Lechner (links) und Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner redeten Klartext.
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Kommentare zum Artikel

  • von oldenburgfranke am 22.04.2010 09:07
    Was ist los in Sparneck?
    Kann es sein, dass in Sparneck manche Menschen an geistiger Umnachtung leiden? Wenn ein Mensch sich an einer zwölfjährigen schutzbefohlenen Jugendlichen vergeht, ist das ein Verbrechen und er muss dafür bestraft werden. Diese "..sie wollte es doch auch.." Zwischenrufe sind ja wohl unterste Schublade!! Diese Zwischenrufer sollten die ev. Kirche verlassen und sich der Piusbruderschaft anschließen, da hat leugnen Tradition!

  • von Heimatliebe am 22.04.2010 14:01
    Das ist los!!
    Der Mißbrauch des jungen Mädchens liegt 23 Jahre zurück und ist strafrehtlich, nicht aber kirchenrechtlich verjährt. Die eine Hälfte Sparnecks sagt; Mißbrauch ist Mißbrauch und muß geahndet werde, egal wie lange es her ist. Die andere Seite sagt, er hat mehr als 23 Jahre Sparneck bestens gedient, es müsse Gras drüber wachsen. Fakt ist auch, dass der Schwiegervater des Pfarrers bereits zum Zeitpunkt der Geschehnisse beim zuständigen Dekan vorsprach und diese explizit ansprach und abgebügelt wurde (sprach in der Versammlung). Anstelle die Ahndung des Vergehens der Disziplinarkammer zu überlassen, gehen die Sparnecker aufeinander los, instrumentalisieren ihre Kinder etc. (Allein eine Predigt des Pfarrers über "Ehebruch" wäre kaum glaubhaft. Die Reg,bischöfin hat recht, als Seelsorger kann er nicht mehr arbeiten). Asterix`Großer Graben " läßt grüßen. Leider bis dato ohne Happy End.

  • von pfaelzer am 22.04.2010 14:16
    100 %
    Deinem Kommentar kann man nur zustimmen! Und ich kann mich nur wiederholen, ein Mann, welcher an einer Zwölfjährigen gefallen findet muß eine anormale Veranlagung haben, und wer soein Vergehen gut findet ist nicht besser!

  • von Madlene am 22.04.2010 17:57
    geistige umnachtung
    man kann es kaum glauben was in sparneck abgeht,sind alle wirklich so naiv??Das kann doch wohl nicht sein. Es kann doch nicht normal sein das ein erwachsener mann und dann auch noch pfarrer solche Neigungen hat und mit einem KIND schläft und überhaupt etwas anfängt, ist das wirklich euer ernst???
    Jetzt nachdem plötzlich bekannt wurde das es sich um ein 12jähriges Mädchen handelte und nicht 14, sind auf einmal viele meinung doch plötzlich anders sind,- das kann ja wohl auch nicht sein oder, macht es einen unterschied ob 13 oder 12???- ich denke nicht!!!!!
    Es ist ja schon mal ein anfang, der dieser mann keinen pfarrdienst mehr in sparneck machen wird.

    Und RESPEKT Herr Höchstädter- sie haben vielen aus dem Mund gesprochen und die Wahrheit konkret gesagt, womit die Gemeinde wohl nicht umgehen konnte. DANKE

  • von Shaun am 24.04.2010 18:17
    Meinungsänderung
    Ich finde schon, dass es zwischen 12, 13 oder 14 Jahren einen Unterschied gibt, nicht jedes Mädchen, welches mit 14 seine Unschuld verliert, wird deshalb seelische Schäden davontragen.
    Übrigens gehöre ich auch zu denjenigen, die nach der Bürgerversammlung, nach Bekanntwerden von mehr Details ihre Meinung überdachten!
    Danke an K. Hoechstetter und B. Hager, Ihre Worte fanden mein Gehör.

  • von unbekannt am 25.04.2010 13:05
    Jeder redet mit....
    ich kann diese Diskussionen einfach nicht mehr hören. vor allem will jeder mitreden und spricht dann von einer

    12 JÄHRIGEN KONFIRMANDIN

    jeder weiß dass man mit 12 Jahren NICHT konfirmiert sondern schon 14 ist!!!!!!!!!!!!
    Außerdem kann ich einfach nicht verstehen warum dieses Thema jetzt, komischer weiße jetzt in der Öffentlichkeit breitgetreten wird. Denn jeder wusste auch schon vor 10 Jahren oder noch länger davon. KOMISCH oder?

  • von christ am 22.04.2010 14:33
    Worte des Paulus..
    aus 1. Korinther 5, 13:
    "Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!"

    und in Eph. 5, 11:
    "..habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf."

    Aber heutzutage geht ja Menschenverehrung (Mixa, Papst, Käßmann) oder ein Pfarrer in langem Gewand, vor dem christlichen Glauben. Es hat schon seinen Grund, warum in den Amtskirchen die Worte der Bibel nicht gelehrt wird, sondern lieber Unterhaltung mit Frauenfrühstück, Männerabende und lustige Ausflüge.
    Pfarrer und die Kirchenoberen suchen genießen die falsche Menschenverehrung und daher zeigt ihnen Gott, dass die Worte der Bibel wahr sind:
    "Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt".

  • von oldenburgfranke am 27.04.2010 10:51
    Mein lieber christ
    Frau Käßmann ist besoffen Auto gefahren, Herr Mixa hat Waisenkinder geprügelt. Ich finde, dass kann man nicht vergleichen. Alkohol am Steuer ist nach meiner Ansicht nicht unbedingt menschenverachtend!

  • von christ am 22.04.2010 14:40
    Das Geringe hat Gott erwählt..
    Paulus schreibt und fragt im 1. Kor. 1, 20:
    "Wo sind die Klugen?
    Wo sind die Schriftgelehrten?
    Wo sind die Weisen dieser Welt?
    Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht."

    Die Mißbrauchsopfer bringen die Schriftgelehrten in den langen Gewändern - vor denen Jesus ausdrücklich in Matthäus Kap.23 warnte und die er als "Heuchler" bezeichnete - zu Fall.

    "Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen.
    Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt,
    damit er die Weisen zuschanden mache;
    und was schwach ist vor der Welt,
    das hat Gott erwählt,
    damit er zuschanden mache,
    was stark ist;
    und das Geringe vor der Welt
    und das Verachtete hat Gott erwählt,
    das, was nichts ist,
    damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme."
    1.Kor.1,26-29

    (alle Bibelverse aus Lutherübersetzung)

  • von nachfrage am 22.04.2010 18:37
    Der ganze Ort...
    ...hat das damals gewußt????
    Schämt Euch! Alle!

    Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

  • von Neutraler am 25.04.2010 21:05
    Nicht der ganze
    Ich und meine Famile haben fast 10 jahre lang in sparneck gewohnt und kannten den pfarrer auch aber dass da irgentwas war wußten wir nicht. ich denke es haben einige wenige gewußt...

  • von pasta am 22.04.2010 19:22
    Kreuzigt Ihn.....
    Hör ich da nichts anders als kreuzigt Ihn...kreuzigt Ihn....kreuzigt Ihn....oh ja es ist 2000 Jahre her und nichts gelernt....seid Ihr besser als Pilatus....da lest Ihr alles mögliche von Bibel bis Strafesetzgbuch und schafft es nicht mal den gegenseitigen Hass aus euren Herzen zu schaffen....Jesus ist der Weg ,keine Kirche und kein weltliches Gericht....

  • von justice am 22.04.2010 20:30
    Kreuzigt ihn
    Pilatus stellt euch vor die Wahl: Barabas oder jesus! Und ihr nagelt ihn abermals ans Kreuz!

    Albert Schweitzer: "Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht."
    Bitte hören wir doch endlich auf uns mit unserem gegenseitigem Hass zermartern zu wollen! WIR haben eh keinen Einfluss darauf. Es liegt nicht in unserer Macht. Und dennoch wird es geregelt. Lasst uns endlich Frieden schließen!

  • von glocke am 22.04.2010 20:53
    Gemeinde - gemeinsam
    Die Sparnecker haben so oder so keinen Einfluß auf den weiteren Verlauf der Sache. Sehrwohl aber Einfluß darauf, ob in der Gemeinde wieder Frieden und Gemeinsamkeit aufkommen kann. Pfarrer kommen und gehen, ob auf normalen Wege oder wie hier durch Suspendierung - die Gemeinde bleibt aber immer. Sollte es wirklich Ziel einer Gemeinde sein, dass sich einige schon fragen, ob sie mit ihrer Meinung in Sparneck bleiben können? Das Ziel muss sein Streit und Hass aus der Gemeinde zu verbannen, egal was passiert ist. Und nochmal: Ihr müsst hier leben, Pfarrer gehen wieder...

  • von unbekannt am 22.04.2010 22:48
    Ich kann die zitierten Bibeltexte
    nicht mehr hören!
    Wir haben in unserer Gesellschaft eine Strafprozessordnung und viele andere juristische Regeln, die hier zur Anwendung kommen müssen!
    Außerdem gibt es das Arbeitsrecht.
    Das sollte doch im Normalfall reichen!
    Wir könnten ja auch noch in den verschiedensten Übersetzungen des Koran nachlesen wollen, ob man als Erwachsener kleine Mädchen vernaschen darf!
    Sicher fände man auch hier einen Text, der solche Verbrechen entweder verabscheut oder verharmlost!
    Oder erzählt ihr "Bibelfesten" der Politesse, die ein Ticket schreibt auch was von eurer Lieblingslektüre?

  • von Zarathustra am 23.04.2010 10:10
    Manipuliert
    So wie es sich hier darstellt, hat dieser Pfarrer die Menschen von Sparneck alle manipuliert, und in zwei Lager gespalten.
    Das eine Lager war diesem Mann hörig und glaubten ihm alles. Beim anderen Teil, so wie es Herr Höchstetter schon sagte, gab es "tiefe Verletzungen".
    Da gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder für oder gegen diesen Mann zu sein. Mehrfach wurde berichtet, wieviel Eindruck dieser Pfarrer, bei seinen Predigten hinterließ. Auch das ist ein Zeichen für Manipulation.Da kann man nur hoffen, das dieser Pfarrer bald weg ist und wieder Ruhe und Geschlossenheit nach Sparneck zurückkehrt.

  • von justice am 23.04.2010 11:09
    Hört endlich auf
    Es reicht langsam! Die Manipulation iast an den Haaren herbeigezogen und jeder, der auch nur halbwegs ehrlich zu sich selbst ist, muss sich das eingestehen. Also lasst es bitte endlich einfach . und zwar ALLE. Pro und Contra. Hören wir endlich auf. Der Pfarrer wird hier wohnen blieben MIT seiner Familie. Die Resonanz der Gemeinde war überwältigend; warum sollte er jetzt wegziehen. So ein Blödsinn. Also lasst uns doch endlich alle mal den Rand halten. Es interessiert weder die Landeskirche noch das nicht vorhandene gerichtliche Verfahren, das ja angeblich gegen ihn eingeschaltet wurde. Wer sich Frieden wünscht in Sparneck und Umgebung, der sollte jetzt einfach mit mir aufhören, das alles hier zu kommentieren. Wir tragen alle dazu bei, dass die Spaltung vorangetrieben wird. Am Auslöser sind wir zwar nicht beteiligt, jedoch sind wir die treibende Macht.

  • von Bergziege am 23.04.2010 11:17
    Innehalten,
    es sind in dieser Angelegenheit soviele Argumente und Gegenargumente vorgebracht worden.Es wurde die Bibel zitiert und wahrscheinlich auch viele Kränkungen ausgesprochen.
    Wäre es nicht endlich an der Zeit aufeinander zuzugehen,sich auszusprechen und die Hand zu reichen?

  • von pfaelzer am 23.04.2010 11:53
    3 Affen
    Genau halten wir es wie die drei Affen, nichts hören, nichts sehen und nichts sagen!
    Durch dieses Prinzip wurde der Weg für die meisten übergriffe auf Kinder erst m ö g l i c h !!!

  • von Bergziege am 23.04.2010 13:19
    Verurteilung,
    das ist Sache der Gerichte und nicht der Öffentlichkeit.Und natürlich darf man nicht wegsehen,wie das offensichtlich über diesen langen Zeitraum geschehen ist.
    Aber diese teilweise anonymen Anfeindungen der Leute untereinander sollen doch bitte aufhören.

  • von Heimatliebe am 23.04.2010 12:27
    Versöhnung
    Ich denke auch, es ist richtig das Urteil der Disziplinarkammer abzuwarten, denn diese, nicht die Sparnecker entscheidet.
    Den Sparneckern selbst bleibt nur zu wünschen, dass sie sich gegenseitig die Hände zur Versöhnung reichen und gegenseitige Anfeindungen vergeben und vergessen. Das sollten die Aktivisten auf der einen und auf der anderen Seite beherzigen. Und für die Zukunft sollte in Sparneck und überall gelten: Durch Wegschauen oder Vertuschen macht man es halt nur noch schlimmer. Und dem Denunzianten wünsche ich persönlich 1: Rückgrat mit dem eigenen Namen einzustehen. 2: Im Bewußtsein damit leben zu müssen, dies erst jetzt und nicht schon früher angeprangert zu haben und damit das Auseinanderbrechen zweier Familie zu riskieren. Und uns allen Gesundheit, Gottes Gnade und ein langes Leben in dem Bewußtsein, dass jeder Verantwortung zu tragen hat.

  • von gesunder_menschenverstand am 13.05.2010 11:13
    kranke traurige welt
    eines im vorneweg, ich bin außenstehender und kein mitglied dieser gemeinde. die tat an sich ist falsch und sollte gerichtlich verurteilt werden, doch leider ist es verjährt.
    auf der anderen seite könnte ich nicht mehr in einer gemeinde wohnen in der meine nachbarn einen menschen verehren der einen schutzbefohlenen missbraucht hat.
    würde es diese diskussion geben wenn es jemand aus der gemeinde gewesen wäre und nicht der pfarrer? ich glaube nicht, derjenige wäre wohl schon damals angezeigt und verurteilt worden.
    zum thema "stein": in dieser diskussion ist wohl niemand ohne fehl und tadel, ebenso wie ich. doch kann ich mit fug und recht behaupten dass ich keine kinder vernasche und dies zu tiefst missachte. deswegen beschämt es mich, dass nicht nur ein pfarrer sondern auch ein gewisser teil dieser gemeinde im übertragenen sinn eine pädophile ader hat.
    ich für meinen teil könnte dort nicht mehr weiterleben.
    mein mitgefühl gilt auch den kinder des pfarrers.

    M. Sibber

 

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