Bad Steben – Wolfgang Schreyer, ein von Bad Steben und seiner Umgebung begeisterter Kurgast, hat Bürgermeister Bert Horn am Dienstag im Bad Stebener Rathaus eine Unterschriftenliste überreicht. Rund 40 Gäste wünschen, dass die Eisenbahnstrecke von Marxgrün durch das Höllental nach Blankenstein hergestellt wird und künftig wieder Züge fahren.
Kein „Puffer Küsser“
„Der umweltfreundliche Zugverkehr zwischen Bayern und Thüringen sollte auf der stillgelegten Schienentrasse eine neue Chance erhalten“, begründete der 45-jährige Projektleiter der Firma Siemens diese ungewöhnliche Aktion. Der in Forchheim beheimatete Kurgast outete sich außerdem als ein überzeugter Bahn-Fan: „Aber ein romantisch verklärter Puffer-Küsser bin ich deshalb noch lange nicht und weiß daher auch, dass der Eisenbahnverkehr nicht alle Umweltprobleme löst.“
Wolfgang Schreyer ist von Bad Steben, dessen Kompetenz in Sachen Gesundheit, und der schönen Umgebung, die geradezu zum Wandern und Nordic Walking einlädt, einfach begeistert. „Von den Medien wurde ein völlig falsches Bild dargestellt und das Image vom ,Armenhaus Bayerns‘ geprägt“, so der Gast aus Forchheim.
„Solche engagierten Kurgäste mit einem wachen Blick auf ihre Umwelt sind nicht alltäglich“, stellte Bürgermeister Bert Horn fest. Die Wiederherstellung der Eisenbahnstrecke durch das Höllental sei in den vergangenen Jahren zwar im Gespräch gewesen, scheiterte dann aber letztendlich an den hohen Kosten, ließ der Bad Stebener Rathauschef verlauten. Horn gab auch zu bedenken, dass das Höllental als Naturschutzgebiet ausgewiesen sei und somit in dieser Funktion für den Tourismus von hoher Bedeutung.
Eine Wiedereröffnung der Bahnstrecke durch das wildromantische Tal sei in naher Zukunft Utopie und reines Wunschdenken, so der Bürgermeister. R.S.


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