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Warmensteinach/Wunsiedel – Mit einer eindrucksvollen friedlichen Demonstration gegen rechte Umtriebe und den geplanten Kauf eines Traditionsgasthauses durch NPD-Vize Jürgen Rieger wurde in Warmensteinach am Samstag ein deutliches Zeichen gegen den braunen Sumpf gesetzt. Über 2000 Teilnehmer zogen mit Dutzenden von Transparenten durch die Fremdenverkehrsgemeinde. Auf den Spruchbändern waren Parolen wie „Im Fichtelgebirge beißen die Nazis auf Granit“ und „Auf dem Mond sind noch Grundstücke frei“ zu lesen.
Bei der anschließenden Kundgebung im Kurpark lobte Bayerns Innenstaatssekretär Jürgen W. Heike die Zivilcourage der Warmensteinacher und sicherte den Beistand der Staatsregierung im Kampf gegen Rechts zu. Heike würdigte die Entscheidungen der Gerichte, die bis zur letzten Instanz die Verbote für alle Heß-Kundgebungen in der Region bestätigt hatten. Die Polizei sorgte mit starken Kräften für die Einhaltung dieser Verbote.
Im nur 20 Kilometer entfernten Wunsiedel feierten rund 400 Teilnehmer den „Tag der Demokratie“. Dort, wo Rudolf Heß begraben liegt, forderte Bayerns DGB-Chef Fritz Schösser, rechte Ideologie und menschenverachtende Weltbilder an den Pranger zu stellen. Schösser: „Nazis müssen deutlich spüren, dass sie nirgendwo willkommen sind.“ Dies bekamen am Samstag NPD-Funktionär Jürgen Rieger und 55 Gesinnungsgenossen zu spüren. Rieger – der vergeblich Heß-Gedenkveranstaltungen in Wunsiedel und Warmensteinach durchführen wollte – wurde mit seinem Trupp in Geschwand im Kreis Forchheim von der Polizei des Platzes verwiesen, die nicht genehmigte Versammlung der Rechtsextremen wurde aufgelöst. Weitere Treffen der Neonazis in Franken und Mecklenburg-Vorpommern wurden ebenfalls von starken Polizeikräften unterbunden.
Weitere Bilder vom bunten Marsch gegen braune Pläne in Warmensteinach finden Sie in unserer Frankenpost-Online-Bildergalerie:
Fotos vom "Tag der Demokratie" in Wunsiedel sind in dieser Bildergalerie zu sehen:


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