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Bis ins 19. Jahrhundert gab es nie einen überregionalen Zusammenschluss der Juden in dem heute als Deutschland bezeichneten Gebiet. Erst am 29. Juli 1869 konstituierte sich in Leipzig der Deutsch-Israelitische Gemeindebund. Daneben bestand seit 1893 der in Berlin gegründete Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Der Verband der deutschen Juden wurde 1904 ins Leben gerufen. Die 1933 gegründete Reichsvertretung der deutschen Juden (später umbenannt) wurde von den Nazis während des Zweiten Weltkrieges aufgelöst.
Am 1. Juli 1945 formierte sich das Zentralkomitee der befreiten Juden in der amerikanischen Zone, eine Keimzelle des 1950 in Frankfurt am Main gegründeten Zentralrats der Juden in Deutschland. Seit 1999 befindet sich die Verwaltung in Berlin. Dem Zentralrat gehören 107 jüdische Gemeinden mit zirka 120 000 Mitgliedern an. Nachfolgend die bisherigen Präsidenten:
Heinz Galinski (1. Amtszeit: 1954 -1963; 2. Amtszeit: 1988 -1992)
Herbert Lewin (1963-1969)
Werner Nachmann (1969-1988)
Ignatz Bubis (1992-1999)
Paul Spiegel (2000 -2006)
Charlotte Knobloch ist seit 7. Juni 2006 die erste Frau an der Spitze des Rats M.W.












