Hört man den Begriff Metropolregion Nürnberg, dann denkt man zunächst natürlich an die namensgebende Stadt, an Kaiserburg und Christkindlmarkt. Doch die ganze Region ist weit mehr; zehn Naturparks gehören dazu, die fast die Hälfte, nämlich 48 Prozent, der gesamten Fläche ausmachen.
Allerdings sind die Parks sehr kleinräumig organisiert und haben nur begrenzte Möglichkeiten - zu wenig Geld und kaum Mitarbeiter, damit kann man sich heute nach außen nur schlecht darstellen. Doch das soll sich ändern. Die zehn Naturparks sollen enger zusammenarbeiten und gemeinsam Maßstäbe setzen.
![]() |
|
|
|
||
Dabei soll die Werbung nicht nur auf Besucher von auswärts zielen, sondern ebenso auf die Menschen, die in der Metropolregion wohnen: "Wenn man selbst nicht weiß, was es alles gibt, kann man anderen auch nichts zeigen."
Der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly als Ratsvorsitzender der Metropolregion ging in seiner Rede auf "alte touristische Linien" ein: "Der Ochsenkopf war mal der Hausberg der Nürnberger." Maly, der öfter zum Skifahren ins Fichtelgebirge kommt, möchte den Binnentourismus innerhalb der Region beleben. "Wir sind noch weit davon entfernt, Potenziale für uns zu nutzen", so der Nürnberger Oberbürgermeister. "Jeder macht bisher nur Werbung für sich." Die Metropolregion sei nicht nur Institution zur Förderung einer Großstadt, sondern habe im Umland touristisch viel zu bieten: "Außer Meer und Hochgebirge gibt es alles." Landschaftliche Vielfalt und die rasche Erreichbarkeit machten den Charme aus. Diesen Schatz wollen wir heben", so beschreibt der Ratsvorsitzende das neu gestartete Projekt, das der Bund am Anfang mit 20 000 Euro fördert.
"Gleich in der Nachbarschaft"
Nach einer ersten Bestandsaufnahme sind eine gemeinsame Broschüre, ein Web-Auftritt und eine Wanderausstellung geplant. Dass Touristen heute sehr mobil sind und sich für attraktive Ziele im Umkreis von mindestens hundert Kilometern interessieren, machte Maly bei der Auftaktveranstaltung am Beispiel eines Besuchers aus den USA deutlich. Der Wagner-Verehrer wollte unbedingt mal am Grünen Hügel gewesen sein und fragte, wie weit Bayreuth von Nürnberg entfernt sei. Eine knappe Stunde Fahrzeit, entgegnete ihm der OB. "Also gleich in der Nachbarschaft", sagte der Besucher erfreut. Die gesamte Region habe viel zu bieten, sagte Maly bei dem Pressegespräch: "Lebensqualität gibt es nicht nur am Nürnberger Hauptmarkt."




Drucken
Speichern
Versenden












