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Was ist passiert? Die Spur führt ins böhmische Rotlichtmilieu. "Nightclub. Nonstop." Damit werben die Bordelle in Tschechien. Rund 80 gibt es allein in der Region As/Cheb. Riesige Schilder entlang der Straße weisen darauf hin. Viele deutsche Männer fahren vorbei, andere nutzen den billigen Sex.
Die wenigsten Freier hier sind sich bewusst, dass sie hier überall Zeugen des modernen Menschenhandels werden können. Junge Frauen, Kinder, auch Schwangere bieten ihren Körper an. Sie kommen großteils aus Osteuropa, aber auch aus Süd- und Mittelamerika. Fast alle werden gegen ihren Willen festgehalten, unter Drogen gesetzt und zur Prostitution gezwungen.
Der "Kunde" soll davon natürlich möglichst wenig mitbekommen. Er kann für sein Geld fast alles bekommen, nichts scheint unmöglich, die Perversion kennt keine Grenzen. Nicht selten reisen Freier mehrere Hundert Kilometer an. Für die jungen Frauen vor Ort alles andere als ein Vergnügen. Sex mit einem Mann nach dem anderen, schwere Misshandlungen und Gewalt. Die meisten tun es aus Angst vor den Zuhältern, die sie auf brutalste Weise "gefügig" machen - auch vor Entführungen von Kindern schrecken sie nicht zurück, um die Frauen zu erpressen.
Aufmerksamen Freiern sollte einiges auffallen: Misstrauische Blicke der Zuhälter, junge Frauen, die mit dem Leben fast abgeschlossen haben, ständige Überwachung, Drogen und nicht selten video-überwachte Zimmer. Vielleicht ist ja auch der Freier schon bald Hauptdarsteller in einem Internetporno?
Fakt ist: Wer einen solchen Nachtclub betritt, steckt mitten drin in den Geschäften der Mafia. Prostitution, Drogenhandel, Gewalt. Die jungen Frauen werden gehandelt wie ein Stück Fleisch an der Theke im Supermarkt. Sie haben keine Privatsphäre, keine Papiere, können nicht weg. Die Bordelle sind gesichert wie Gefängnisse, das Leben darin ist noch viel perverser.
Vereinzelt gibt es Organisationen, die helfen. Hauptsächlich ehrenamtlich. So etwa der Verein Karo e.V. in Plauen - mit seiner Geschäftsführerin Cathrin Schauer. Im Interview schildert sie, was ihr in ihrer täglichen Arbeit begegnet. -as


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