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Erschienen am 02.11.2009 07:39
DEKAN SPRICHT VON "MISSACHTUNG"
Verkaufsoffene Sonntage in Hof umstritten

Günter Saalfrank Bild vergrößern
Dekan Günter Saalfrank
Bild: Ernst Sammer
Hof - An verkaufsoffenen Sonntagen stehen bei den meisten Läden Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis. Dies ergab eine Befragung der Hofer "Allianz für den freien Sonntag" bei Geschäftsinhabern und Mitarbeitern, die am Wochenende vorgestellt wurde. 80 Geschäfte der Saalestadt hatte das Bündnis, dem kirchliche Organisationen und Gewerkschaften angehören, angeschrieben. Mit 65 Ladenbesitzern und Unternehmen gab es nach Mitteilung des kirchlichen Sozialsekretärs Gerhard Strunz aus Marktredwitz "qualifizierte Kontakte". Mehr als Hälfte von ihnen habe sich gegen die Ladenöffnung am Sonntag ausgesprochen. 13 Geschäftsleute seien nur unter bestimmten Voraussetzungen dazu bereit gewesen.

Erneut das Gespräch suchen

Viele Befragte hätten auf eine Verlagerung der Umsätze durch verkaufsoffene Sonntage hingewiesen, heißt es. Nur sieben Geschäfte hätten tatsächlich ein Umsatz-Plus verzeichnet, berichtete Sozialsekretär Strunz. Rückmeldungen von großen Unternehmen wie etwa dem "Kaufhof" seien ausgeblieben.

Vertreter der Hofer "Allianz für den freien Sonntag" wollen nun erneut das Gespräch mit dem Oberbürgermeister und dem Stadtrat suchen. Bereits im Januar hatten sie an die Stadt appelliert, den Feiertag "Allerheiligen" (1. November) und den "ersten Adventssonntag" von der Öffnung auszunehmen. Der Stadtrat entschied sich damals jedoch mit großer Mehrheit anders. So waren auch in diesem Jahr an "Allerheiligen" die Geschäfte geöffnet.

Nach Beobachtung des Hofer Dekans Günter Saalfrank fühlen sich viele Menschen aus Kirchen und Gewerkschaften von der Missachtung der Sonntagsruhe vor den Kopf gestoßen. "Die Großunternehmen sind in dieser Frage offenbar meinungsbildend, die kleinen Geschäfte müssen notgedrungen mitziehen", so sein Eindruck. epd

 
 

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Kommentare zum Artikel

  • von kahless00700 am 02.11.2009 10:43
    Umsatzplus
    Also ich kann nur sagen dass an sämtlichen verkaufsoffenen Sonntagen, an denen ich in Hof war jedes mal die Hölle los war. Wenn da kein Umsatzplus gemacht wird dann weiß ich auch nicht mehr.
    Und allgemein zum Thema Sonntag und Feiertag: Wenn jmd den Feritag feiern wil, in die Kirche gehen will oder sonstiges dann soll er das natürlich können. Aber es muss doch endlich mal damit schluss sein, dass hier völlig veraltete und sinnlose Vorschriften weiter durchgesetzt werden. Ich denke an soas wie Musikverbot an stillen Feiertagen (um 0 Uhr muss auf Veranstaltungen die Musik abgedreht werden) oder generelles Ladenöffnungsverbot am Sonntag (mit nur wenigen Ausnahmen). Warum soll bitte der Teil der Bevölkerung, für die Feiertage oder Sonntag normale Tage sind, hier gegängelt werden.
    Ein bisschen Rücksichtnahme, wie hier ständig von den Kirchen gefordert, muss natürlich sein, aber dann bitte gegenseitig!

  • von hjholzer am 02.11.2009 12:44
    Re: Umsatzplus
    Wer sagt eigentlich etwas von Umsatzplus? Wenn ich an einem verkaufsoffenen Sonntag durch die Läden gehe, sehe ich meistens nur Menschen, die sich umschauen. Die wenigsten von ihnen kaufen tatsächlich ein. Und zum Thema "Rücksichtnahme": Eigentlich schon mal an die Verkäufer gedacht? Diejenigen, die sich schon von Montag bis Smastag in die Läden stellen müssen, wollen wenigstens den Sonntag mit ihrer Familie verbringen und nicht auch noch da arbeiten müssen. Und bitte nicht das Argument Freiwilligkeit bringen. Ich denke mal, dass diejenigen, die hier freiwillig zu Hause bleiben, das bei passender Gelegenheit (Maultasche / Pfandbon) zukünftig dann auch unfreiwillig machen werden.

  • von franko am 02.11.2009 20:44
    Umsatzplus um jeden Preis
    Tja was soll man da sagen....schwierig....das Geld regiert die Welt unabhängig von jeglichen Glauben , Besinnung und Trubel.Mag sein das es die Zeit so mit sich bringt...aber ob das gut ist bezweifle ich. Muß man sich den immer alles nach den Umsatzplus richten ? Ich pfeif auf die Kapitalisten Wirtschaft ...den die pfeift wenn sie nicht mehr boomt auf mich. Ich muß nicht Sonntag einkaufen , das hat was mit Zeiteinteilung unter der Woche zu tun..aber das bekommen einige ja nicht in Griff und müßen jeden "Event" hinterherhetzen.Aber irgendwann kommt das "letzte" Event und dann wär es denjenigen wahrscheinlich auch egal wenn bei Ihrer Beerdigung ein Marktschreier anwesend wäre.....so stell ich mir die "Neue Zeit" vor...

  • von unbekannt am 18.11.2009 19:09
    Donnerwetter .....
    Bin gerade aus Berlin wieder angekommen und hab mal hier reingeschaut - tu ich regelmäßig mit ja unterschiedlichem Befinden.
    Dein Beitrag jedoch hat mich stark beeindruckt ! Wenn am nächsten Verkaufsoffenen Sonntag wieder einmal in Hof die Hölle tobt, sagst Du mir bitte Bescheid ? Hätt ich so gern erlebt und spendiere dir auch n Kaffee, das wird mir dann das Erlebnis Wert sein ! Also, auf zur tobenden Hölle in Hof, aber, warum tobt die Hölle, gibt es etwa Räucheraale zum halben Preis ?

  • von pfaelzer am 02.11.2009 12:59
    Scheinchristen
    Es ist schon seltsam,wieviele Personen,sich immer daran erinnern,dass sie Christen sind,wenn es um einen Feitertag geht.Meiner Meinung nach dürfte es überhaupt keine kirchlichen Feiertage geben,wer seinen Glauben leben will kann dafür seinen Urlaub opfern,würde man hier nämlich allen Glaubensrichtungen gerecht werden,hätten wir nur noch Feiertage und deswegen gleiches Recht für alle,und weg mit den kirchlichen Feiertagen (die Kirchen sind ja eh an den Tagen leer).Kritik bitte nur von Personen,welche in diesen Jahr bereits 100 mal in der Kirche waren!

  • von hut am 02.11.2009 23:18
    Sonntag arbeitsfrei
    In jungen Jahren hatte ich auch einmal gedacht, es müßte sich alles ändern, also Marktwirtschaft pur, ohne Grenzen und Beschränkungen. Gut, da waren die Geschäfte auch nur von 8:00 bis 18:00 geöffnet, und hatten von 12:00 bis 14:00 Uhr Mittagspause. Sogar ALDI. Und Samstags nur von 8.00 bis 12:00 Uhr. Und gearbeitet wurde jeden Tag bis 16:30 Uhr, auch Freitag

    Aber mit den Jahren kommt auch etwas mehr Erfahrung.

    Heute denke ich, daß uns der arbeitsfreie Sonntag mehr wert sein sollte, als das generelle Einkaufvergnügen. Wer rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen shoppen will, kann dies doch gerne im Netz tun.

  • von hut am 02.11.2009 23:18
    Sonntag arbeitsfrei
    Aber ich mag den Tag, an dem fast keine LKW unterwegs sind. Der Tag, an dem man mal was unternehmen kann, oder die Füsse hochlegen. Der Sonntag ist für mich ein fester Punkt in der Woche. Würde dieser Tag nicht mehr arbeitsfrei sein, würden sich die Arbeitszeiten in der Familie wohl immer wieder überschneiden, und das Leben allgemein würde sehr leiden.

    Nein, ich möchte den Sonntag so wie er ist behalten. Ich brauche nicht mal diese verkaufsoffenen Tage. Mir reicht es, am Samstag Abend bis 19:00 oder 20:00 Uhr einkaufen zu gehen.

  • von unbekannt am 19.01.2010 00:28
    Sie dürfen doch gerne zuhause bleiben!
    Wer sagt denn, daß ausgerechnet Sie am Sonntag einkaufen müssen?
    Ich erlaube Ihnen, daß Sie, genau wie ich auch, zu Hause bleiben dürfen!
    Mehr noch!! Ich arbeite am Sonntag manchmal freiwillig..aber nur, wenn ich mag!

  • von kasperltheater am 03.11.2009 11:41
    wegen 4 Sonntage
    im Jahr so einen Aufstand zu veranstalten finde ich gerade zu lächerlich. Es gibt doch immer wieder Wichtigtuer/Neidhammel die sogar die Bibel dazu benutzen um ihren Willen durchzusetzen.
    Der Sonntag wird von keinem göttlichen Gesetz als der Ruhetag geboten, sondern der Sabbat und das ist bekanntlich der Samstag.
    Nirgendwo nennt die Heilige Schrift den „Sabbat“ als den ersten Tag der Woche. Folglich ist kein Mensch ein „Sünder“, wenn er am Sonntag einkaufen geht.
    (A.T.: 1. Mose 2, 1-2, 2. Mose 20, 11, 2. Mose 20, 8-11,
    (N.T.: Markus 2, 27, Lukas 4, 16, Lukas 23, 56,)
    Der Sonntag ist eine Einrichtung der röm. kath. Kirche und diejenigen, die den Sonntag heilig halten folgen einem Gebot der kath. Kirche." Nicht dem Gebot Gottes. (Off. 22.18)

    Wie wäre es mit der Verteilung von Gutscheinen an verkaufsoffenen Sonntagen an Hartz-IV –Familien? Das wäre ein Gebot Gottes – Nächstenliebe. Nur mit Liebe erreicht man etwas - nicht mit Verboten.

    M.f.G.

  • von kasperltheater am 03.11.2009 11:43
    wegen 4 Sonntage
    Übrigens es wird niemand am Sonntag zum Verkaufen und Einkaufen gezwungen. Es wird auch kein Geschäftsinhaber zur Öffnung seines Geschäftes gezwungen.
    Und ich finde es ist nicht zu viel verlangt, wenn eine Verkäuferin an 4 So. arbeiten muss. Immer noch besser als arbeitslos. Eine intakte Familie verkraftet das ganz bestimmt, wenn sie an 4 So. im Jahr nicht komplett ist.
    Auch ein Sonntagschrist wird diese 4 Sonntage unbeschädigt überstehen. Es gibt Schlimmeres was die Sonntagsruhe stören könnte, als lustige gutgelaunte Menschen die durch die Innenstadt bummeln.
    Einige Geschäftsinhaber mit dem fehlenden Umsatzplus umzustimmen ist nicht realistisch und schon gleich gar nicht christlich,
    denn nicht nur in Hof werden die Traum-Umsätze nicht erreichen. Auch andere Städte haben dieses Problem, aber die werfen nicht gleich die Flinte ins Korn.
    Hat der Arbeiter kein Geld im Geldbeutel – klingelt auch die Kasse in den Geschäften nicht.

  • von kasperltheater am 03.11.2009 11:47
    wegen 4 Sonntage
    Es gibt immer mehr Teilzeitarbeiter, Kurzarbeiter, Arbeitslose, 1-Euro-Jobber und die wenigen Ganztagsarbeiter die noch übrig bleiben haben jahrelang keine Lohnerhöhung mehr bekommen und Urlaubs- und Weihnachtsgeld zahlt doch fast kein Arbeitgeber mehr.
    Da sollten die kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften ansetzen, da wäre dem Nächsten geholfen und nicht mit der Gründung einer "Allianz für den freien Sonntag".
    Diese Gründung der Allianz ist doch nur Wichtigtuerei und geht am Problem der Menschen total vorbei, denn jeder entscheidet immer noch selbst wie er seinen Sonntag gestaltet.

    Ich bin für die verkaufsoffenen Sonntage, denn somit wird auch den Sabbatchristen die Möglichkeit eines Familieneinkauftages gegeben.

    Ich rufe die Verkaufsoffenensonntagsgegner zu mehr Loyalität und Liebe gegenüber
    a l l e n Mitmenschen auf.

    M.f.G.

  • von fantayzi am 22.11.2009 02:30
    kasperltheater---tolle name
    és gibt auf der welt so viele schlaumeier,,,und machmal habe ich das gefühl das sehr viele ausgerechnet in hof sich versammelt haben müssen.

    verkausoffene sonntage hin oder her....
    wieso verteilt man dies nicht auf das gnaze jahr,,,,??
    septemebr,oktober,novenber--- und das ist das problem,,,,,
    gut verteilt würde niemand was sagen,,,
    ich wohne selebr in der stadt,,,,und ich fidne verkausoffene sonntage zum kotzen-----
    und wenn einer sagt,,,lieber 4 sonntage in jahr arbeiten,als arbeitslos,,,,na denn ist echt nimmer zu helfen,,,,,

    und wer die sonntage braucht um seine einkäufe zu tätigen,,,der sollte lieber mal einmal früher aufstehen und net bis mittag schlafen,,,,aber naja ,,wir sind in hof,,,,, und dazu brauch ich ja nix mehr zu sagen ---------------

  • von ehrenwort am 04.01.2010 23:37
    "Tante Emma" -Läden gibt es auch nicht mehr!
    Was soll denn der pseudochristliche Zauber, bezogen auf die "Sonntagsruhe"? Seit es keinen "Tante-Emma-Laden" mehr gibt, müßten doch auch die Dümmsten begriffen haben, daß die Marktwirtschaft sich selbst regelt!!!! Oder warum kaufen alle bei Aldi, Lidl und Co.?
    Wenn ein Konzern sein Geschäft rund um die Uhr aufmachen will....und das auch am Sonntag... warum denn nicht?
    Einer der "Vorzeigechristen" hat sogar einen Werbebanner an seinem Laden hängen, der auf den freien Sonntag hinweist! Hoffentlich hält er sich auch daran!
    Seht endlich ein, daß sich die Marktwirtschaft am besten ohne Reglementierung am besten entwickeln kann!
    Der Pfarrer kann ja auch mal eine Nachtschicht für die arbeitende Bevölkerung einlegen, die dank ihrer Arbeit dem Gottesdienst sonst fernbleiben muß-oder?

 

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