Auf den Straßen Oberfrankens sorgte der über Nacht eingesetzte Schneefall für zahlreiche Unfälle und Behinderungen. Von Mittwochabend, 19 Uhr, bis Donnerstag, 12 Uhr, registrierte die Polizei-Einsatzzentrale in Oberfranken rund 120 Verkehrsunfälle. Bei 13 Karambolagen verletzten sich 17 Personen leicht und eine Fahrerin schwer.
Einen kompletten Sattelzug übersah gegen 20.45 Uhr der Fahrer eines Mercedes-Sprinter, als er Richtung Norden auf der A 9 bei Marktschorgast fahrend, zum Überholen ausscherte. Glücklicherweise blieb es beim Sachschaden von insgesamt ca. 8000 Euro.
Einen kompletten Sattelzug übersah gegen 20.45 Uhr der Fahrer eines Mercedes-Sprinter, als er Richtung Norden auf der A 9 bei Marktschorgast fahrend, zum Überholen ausscherte. Glücklicherweise blieb es beim Sachschaden von insgesamt ca. 8000 Euro.
Schneefall bei minus 8 Grad Celsius und etwa drei Zentimeter Neuschnee auf der Fahrbahn hinderten den jungen Fahrer eines Kleintransporters nicht, gegen 23.30 Uhr, nach eigenen Angaben mit etwa 100 Stundenkilometern auf A 72 / Trogen - in Fahrtrichtung Westen zu „brettern“. Deutlich zu schnell für den Fiat, der ins Schleudern geriet, sich anschließend zweimal um die eigene Achse drehte und anschließend mit dem Heck in der rechten Schutzplanke einschlug. Aufgrund des glücklichen Umstandes, dass zur Unfallzeit schwacher Verkehr herrschte, blieb es beim Sachschaden von ca. 4000 Euro.
Ebenfalls keine gute Idee war es, ein Räumfahrzeug der Autobahnmeisterei auf der A 9 bei Berg, rechts überholen zu wollen. Als sich der 51-Jährige mit seinem Ford Fiesta auf Höhe des seitlichen Räumschildes befand, war seine Sicht durch den aufgewirbelten Schnee völlig beeinträchtigt und er prallte gegen das Räumfahrzeug. Zwar blieben die Insassen beider Fahrzeuge unverletzt, am Fiesta wurde jedoch die gesamte linke Seite „aufgerissen“, der Sachschaden wird auf ca. 5000 Euro geschätzt; das Räumfahrzeug blieb unbeschädigt.
Gegen 5 Uhr krachte es wieder. Ein 55-jähriger rumänischer Ducato-Fahrer war in Fahrtrichtung Süden fahrend, mit ungenügendem Sicherheitsabstand, hinter einem Lkw auf der A 9 unterwegs. Ca. 500 Meter vor der Anschlussstelle Hof musste der Lkw-Fahrer verkehrsbedingt bremsen, was dem Rumänen nicht mehr rechtzeitig gelang und er deshalb auffuhr. An seinem Fahrzeug entstand 8000 Euro, am Lkw ca. 3000 Euro Sachschaden.
Am Mittwoch, kurz vor 15 Uhr, ereignete sich in der Ascher Straße in Hof ein Verkehrsunfall, der für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgte. Ein 20-jähriger Mann aus dem Vogtland war wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern gekommen und auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß er mit dem entgegenkommenden Pkw eines 25-Jährigen aus dem Landkreis Hof zusammen. Dieser erlitt durch den Aufprall leichte Verletzungen und musste ärztlich behandelt werden. Wegen des Unfalles kam es in der Ascher Straße zu erheblichen Behinderungen. Die Fahrbahn musste für die Dauer der Unfallaufnahme zeitweise gesperrt werden.
Ein Kleintransporter fuhr am Mittwochabend von Marktleuthen in Richtung Selb und geriet auf die Gegenfahrbahn. Eine 24-jährige Röslauerin die in diesem Moment entgegenkam zog ihren Pkw nach rechts um einen Zusammenstoß zu vermeiden, überfuhr einen Leitpfosten und kam im schneeverwehten Straßengraben zum Stehen. Am Pkw entstand ein Schaden von ca. 2.500 Euro. Verletzt wurde die junge Frau dadurch nicht. Der unfallverursachende Kleintransporter von dem nur bekannt ist, dass es sich um ein tschechisches Fahrzeug handeln soll, fuhr weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern.
Nach der Gefällstrecke am Sichersreuther Berg geriet 18-jähriger Opel-Fahrer aus Wunsiedel in der leichten Rechtskurve ins Rutschen und nach rechts in den Bankettschnee. Dadurch wurde der Kleintransporter ganz in den Graben gezogen und am Unterboden beschädigt. Der Schaden wird auf ca. 2.500 Euro geschätzt. Ob Bankettschaden vorliegt muss noch geklärt werden. Zur Bergung des Kleintransporters musste die Bundesstraße für kurze Zeit in Richtung Bayreuth gesperrt werden.




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