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Tröstau/Dresden – Ohne sie würde die Schach-Olympiade nicht funktionieren: Die Volunteers – zu Deutsch: Freiwilligen – arbeiten fleißig, oft unbemerkt, hinter den Kulissen des Großereignisses. Zu erkennen sind sie an der roten Farbe auf den Umhängekärtchen und an Olympiade-Jacken. Einer von 185 ehrenamtlichen Helfern in Dresden ist Roland Schneider, der aus Tröstau stammt und Spitzenspieler bei seinem Heimatverein ATG in der Bezirksliga Ost ist. Im Gespräch mit der Frankenpost berichtet der 32-Jährige von den ersten Erfahrungen mit seinem spannenden „Nebenjob“.
Roland, wie wird man Volunteer?
Ich habe mich schon viele Monate vor der Olympiade gemeldet. Dann sind die Volunteers zu Schulungen eingeladen worden – und schließlich zur Olympiade.
Wie genau sieht deine Aufgabe – und die deiner Kollegen – aus?
Wir müssen zum Beispiel aufpassen, dass jeder im Turniersaal nur dorthin geht, wo er hingehen soll. Bis zur Bühne dürfen nur Inhaber der „Gold“-Karte und Medien-Vertreter. Außerdem gibt es einen abgesperrten Turnierbereich, in den Zuschauer überhaupt nicht vordringen dürfen. Jeweils 30 Minuten vor dem Start der nächsten Runde wird besprochen, wer welche Aufgabe übernimmt.
Bist du jeden Tag im Einsatz?
Ursprünglich bin ich nur für zwei Tage eingeteilt worden. Das war mir aber zu wenig. Jetzt darf ich jeden Tag mit eingreifen – überall dort, wo jemand gebraucht wird.
Was hat dich daran gereizt, Volunteer zu sein?
Ich lebe seit meinem Studium hier, arbeite jetzt bei einer Servicetechnik-Firma in Dresden. Da Schach mein Hobby ist, war es naheliegend, bei der Olympiade dabei zu sein. Und als Volunteer hat man ja doch ein paar Vergünstigungen.
Das heißt, du bekommst eine Aufwandsentschädigung?
Nein, ausgezahlt wird nichts. Aber ich werde mit Essen und Getränken versorgt, kann während der Olympiade kostenlos mit der Bahn durch Dresden fahren und zahle keinen Eintritt an allen Tagen.
Bleibt da nebenbei noch Zeit, Schach zu spielen?
Klar – wenn ich nicht als Volunteer im Einsatz bin, nehme ich am Rahmenprogramm teil. Gerade habe ich ein Blitzturnier mitgespielt – aber es lief nicht so gut, ich habe viele Figuren eingestellt und einige Partien unnötig verloren.
Wie erlebst du die Olympiade und das Drumherum?
Vor allem die Kommentierung der Partien finde ich interessant. Dabei kann man schon etwas für das eigene Spiel lernen, zum Beispiel in Sachen Eröffnungstheorie. Das Gespräch
führte Jan Fischer


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