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Erschienen am 27.08.2009 13:06
STUDENTINNEN ENTWICKELN VIBRATOR
"Ein ganz normales Produkt"
Von Kristina Rauscher
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Die Studentinnen der Coburger Hochschule, Julia Bassarek (links) und Christina Apel (rechts), haben mit ihrer Idee eines Auflagevibrators den zweiten Platz beim Wettbewerb "Design your own Sextoy" belegt. Als Preis gab's eine Urkunde, einen Pokal und 2000 Euro.
Bild: Stefanie Höwel
Coburg - "Als wir das Plakat der Fun Factory in der Hochschule sahen, haben wir uns gedacht, da müssen wir mitmachen", sagt Julia Bassarek, die mit ihrer Teampartnerin Christina Apel in Coburg Produktdesign im vierten Semester studiert. Dieser Impuls hat den beiden beim Wettbewerb "Design your own Sextoy" den zweiten Platz und somit 2000 Euro Preisgeld eingebracht. Die beiden Studentinnen haben zum Thema "love yourself" einen Auflagevibrator entwickelt, der von einer weichen Silikonhaut überzogen und stufenlos verstellbar ist. Neu ist vor allem das futuristische Erscheinungsbild und die Möglichkeit, mit den Fingern unter die Silikonmembran zu schlüpfen, um die Klitoris so noch besser stimulieren zu können, beschreibt Julia Bassarek das Produkt, das den Namen "Yoon" trägt.

Beim Design hatten die beiden absolut freie Hand. "Wir sind einfach danach gegangen: Was gibt es noch nicht? Und: Was finden wir selbst gut?", erklärt die 22-Jährige aus dem Raum Nürnberg den Entwicklungsprozess. "Es ist ein formstabiles Produkt, das biegsam ist und sich an den Körper anpasst." Denn auch Sinnlichkeit war den beiden wichtig, wie die Studentin betont. Vorrangig sei es zwar ein Produkt für Frauen, doch "man kann natürlich auch zu zweit damit spielen", meint sie.

Da die beiden Studentinnen mit ihrer Idee auf dem zweiten Platz gelandet sind, wird ihr Modell nicht produziert, aber das findet Julia Bassarek nicht so schlimm: "Natürlich wäre es schön, wenn sich jemand findet, der es umsetzt. Für uns war es aber auf alle Fälle ein Studienobjekt, das Spaß gemacht hat", betont sie.

Gewonnen hat, laut Jury-Entscheidung, der Entwurf eines Studenten aus Göttingen. Der Vibrator, den er entwickelt hat, soll sich seiner Nutzerin nicht nur individuell anpassen können und sondern auch durch ein innovatives Lichtkonzept überzeugen.

Die Studentinnen der Coburger Hochschule sind mit ihrer Erfindung vor allem bei der älteren Generation auf Unverständnis gestoßen, wie Bassarek verrät. "Doch im Endeffekt ist es ein ganz normales Produkt", betont sie, "und die Leute verstehen das, wenn man es ihnen erklärt." Auch die Zusammenarbeit mit ihrem Professor, Peter Raab, sei problemlos verlaufen. "Dass man nicht über alles redet, ist klar. Aber auch für ihn war es ein ganz normales Produkt." Julia Bassareks Teil des Preisgeldes soll unter anderem in Studiengebühren fließen. Christina Apel, ihre 23-jährige Kollegin aus dem Raum Erlangen, will davon den Motorradführerschein bezahlen.

 
 

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Kommentare zum Artikel

  • von mario765 am 27.08.2009 15:30
    Hoppla! Tolle Idee!
    „Die Studentinnen der Coburger Hochschule sind mit ihrer Erfindung vor allem bei der älteren Generation auf Unverständnis gestoßen…“

    Och, die sind doch nur neidisch (und probieren heimlich selber)!

    Man (Frau) lebt nur einmal! Also, viel Spaß mit „Yoon“!

    Falls Ihr ein bisschen PR braucht, meldet Euch!

  • von mario765 am 27.08.2009 15:34
    Vielleicht ...
    findet sich ja doch noch ein Hersteller ...?

  • von ehrenwort am 27.08.2009 23:44
    Superspitze!!!!
    Höchste Anerkennung für die Designerinnen diese Glücksbringer!
    Und den Gegner sei gesagt, dass ich denen kein Kind zur Beaufsichtigung anvertrauen würde!

  • von zonenbub am 28.08.2009 09:34
    .
    Taugen die Männer heutzutage nichts mehr weil die Frauen sich mit Plastik vergnügen müssen? Also ich würde mir Gedanken machen wenn meine Frau mich gegen ein batteriebetriebenes Gerät austauschen würde

  • von bimmel1 am 28.08.2009 21:52
    Colaflasche
    auch ein schönes Design

 

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