Beim Design hatten die beiden absolut freie Hand. "Wir sind einfach danach gegangen: Was gibt es noch nicht? Und: Was finden wir selbst gut?", erklärt die 22-Jährige aus dem Raum Nürnberg den Entwicklungsprozess. "Es ist ein formstabiles Produkt, das biegsam ist und sich an den Körper anpasst." Denn auch Sinnlichkeit war den beiden wichtig, wie die Studentin betont. Vorrangig sei es zwar ein Produkt für Frauen, doch "man kann natürlich auch zu zweit damit spielen", meint sie.
Da die beiden Studentinnen mit ihrer Idee auf dem zweiten Platz gelandet sind, wird ihr Modell nicht produziert, aber das findet Julia Bassarek nicht so schlimm: "Natürlich wäre es schön, wenn sich jemand findet, der es umsetzt. Für uns war es aber auf alle Fälle ein Studienobjekt, das Spaß gemacht hat", betont sie.
Gewonnen hat, laut Jury-Entscheidung, der Entwurf eines Studenten aus Göttingen. Der Vibrator, den er entwickelt hat, soll sich seiner Nutzerin nicht nur individuell anpassen können und sondern auch durch ein innovatives Lichtkonzept überzeugen.
Die Studentinnen der Coburger Hochschule sind mit ihrer Erfindung vor allem bei der älteren Generation auf Unverständnis gestoßen, wie Bassarek verrät. "Doch im Endeffekt ist es ein ganz normales Produkt", betont sie, "und die Leute verstehen das, wenn man es ihnen erklärt." Auch die Zusammenarbeit mit ihrem Professor, Peter Raab, sei problemlos verlaufen. "Dass man nicht über alles redet, ist klar. Aber auch für ihn war es ein ganz normales Produkt." Julia Bassareks Teil des Preisgeldes soll unter anderem in Studiengebühren fließen. Christina Apel, ihre 23-jährige Kollegin aus dem Raum Erlangen, will davon den Motorradführerschein bezahlen.


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