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Erschienen am 08.03.2010 00:00
WAHLEN ALS ZIEL
Franken-Partei gründet Bezirksverband Oberfranken
Von Stephan Herbert Fuchs
Lehen - Rund ein halbes Jahr nach ihrer Gründung hat die Partei für Franken am Wochenende in Lehen bei Bayreuth ihren oberfränkischen Bezirksverband aus der Taufe gehoben.
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"Franken nach vorne bringen": Der Vorstand der Partei für Franken mit Jürgen Löblein aus Heinersreuth, Peter Böswald aus Bad Steben, Alexander Rosenthal aus Hof, Landesvorsitzendem Robert Gattenlöhner aus Roth bei Nürnberg, Stefan Fuchs aus Zedtwitz und Martin Ender aus Zapfendorf (von links). Foto: Fuchs
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Lehen - Rund ein halbes Jahr nach ihrer Gründung hat die Partei für Franken am Wochenende in Lehen bei Bayreuth ihren oberfränkischen Bezirksverband aus der Taufe gehoben. Vorsitzender ist der frühere Klinikdirektor Peter Böswald aus Bad Steben, seine Stellvertreter sind Jürgen Löblein aus Heinersreuth und Alexander Rosenthal aus Hof. Ziel der Partei ist es, "Franken nach vorne zu bringen" und für "mehr Norden und weniger Süden" einzutreten. Im Gegensatz zum Fränkischen Bund will die Frankenpartei aber nicht für ein eigenes Bundesland eintreten. Nach den Worten des neuen Vorsitzenden sollen zunächst flächendeckend Kreisverbände gegründet werden. Fernziel ist das Antreten bei den Bezirks- und Landtagswahlen im Jahr 2013.

"Wir sind nicht gegen Bayern, aber für Franken" lautete der Tenor der Gründungsversammlung. Die Partei stehe dabei für Ehrlichkeit, Realismus, Bürgernähe und Demokratie, erklärte Beisitzer Alexander Rosenthal. Die Partei sei weder links noch rechts, noch grün oder schwarz. Vorsitzender Böswald nannte als oberstes Ziel die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse in ganz Bayern. "Wir sind Bayern und wollen es auch bleiben", sagte er, beklagte aber die deutlich unterschiedliche finanzielle Ausstattung der südbayerischen und der fränkischen Bezirke.

In einem Positionspapier, das die Franken bei ihrer Gründungsversammlung verabschiedet hatten, fordert die Partei unter anderem die Elektrifizierung der Bahnstrecke Eger-Marktredwitz-Nürnberg, den Ausbau der Bundesstraße B 303, die Ansiedlung einer Fachhochschule in Marktredwitz, ein interkommunales städtebauliches Entwicklungskonzept für die Gemeinden Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels sowie eine vollständige Übernahme des Theaters in Hof durch den Freistaat. Daneben will die Partei für Franken eine lückenlose DSL-Versorgung für ganz Oberfranken und mehr Forschungsgelder für Hochfranken.

Nachdem der mittelfränkische Bezirksverband bereits vor einigen Wochen gegründet worden war, soll demnächst auch ein unterfränkischer Bezirksverband entstehen. Ziel bei den Wahlen 2013 sei ein Achtungserfolg, erklärte Vorsitzender Böswald. Die breite Zustimmung, die er seit Gründung der Partei erfahren habe, stimme ihn dabei positiv. "In der Bevölkerung herrscht großer Unmut", sagte Böswald. Das zeigten die vielen Nichtwähler. Insgesamt hat die Partei für Franken derzeit 180 Mitglieder, davon kommen 61 aus Oberfranken. An der Gründungsversammlung des Bezirksverbandes haben 21 Mitglieder teilgenommen.

Dem Vorstand der Partei für Franken gehören weiter an: Martin Ender (Zapfendorf), Bernd Flurschütz (Lautertal), Stefan Fuchs (Zedtwitz), Peter Loskarn (Bamberg) und Edwin Mayer (Forchheim). Pressesprecher ist Volker Backert (Michelau).

 
 

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Kommentare zum Artikel

  • von lostoico am 08.03.2010 14:31
    ...ob man sowas für den Raum Hof auch machen...
    Oder ist der Verlust von Arbeitsplätzen aus Porzellan und Textil.... anders zu bewerten?

    Auszug Überregional/Bayern:
    Die Agentur des Wirtschaftsministeriums «Invest in Bavaria» werde gemeinsam mit den beiden Städten Nbg./Fürth Strategien entwickeln, wie man weltweit Investoren ansprechen könne, teilte Minister Martin Zeil (FDP) am Freitag in München mit. Die Insolvenz des Versandhauses Quelle hatte in der Region tausende von Arbeitsplätzen gekostet.

  • von Alexander_Rosenthal am 08.03.2010 15:47
    Baustellen ...
    ... die offen wären gibt es ohne Ende, denn die letzten 20 Jahre ist für Franken seitens der Staatsregierung nicht viel passiert: Die Kommunen sind quasi pleite, die Verschuldung gigantisch, die Anzahl der Altenheime beginnt langsam die der Kindergärten zu übersteigen als Folge der Abwanderung, die Straßen sind marode, es gibt einen Fachärztemangel, einen nicht ausgelasteten Flughafen, usw ....
    Die Liste der Benachteiligung des fränkischen Raumes liese sich beliebig fortsetzen. Gibt es eigentlich eine Statistik (eine richtige!), wieviele der fränkischen Kommunen bereits am langen finanziellen Arm der Bezirksregierungen hängen und wieviele in Oberbayern, Schwaben und Co. ?

 

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