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Bobengrün - Drüben auf dem Hügel glänzt das Metallkreuz erhaben in der Abendsonne. Sein Leuchten scheint herüber auf das Gelände über dem Froschbachtal. Hier ist die Stimmung ausgelassen: Junge und jung gebliebene Menschen tanzen und springen zu heißen Gitarrenriffs, klatschen rhythmisch in die Hände und singen aus voller Kehle: "God is not dead, yeah, yeah! Jesus is alive!" Es herrscht überschäumende Lebensfreude, entfacht von einer Sängerin aus der Karibik und ihrer Band: Judy Bailey begeistert bei der 65. CVJM-Pfingsttagung in Bobengrün mit ihren temperamentvollen Songs, die das gelebte Christentum atmen.
Schon bei der Festversammlung mitten im Wald hat die Sängerin aus Barbados am Nachmittag gezeigt, dass ein anrührendes Lied eine Predigt ersetzen kann. "Wenn die Zeiten hart sind, muss man sich klarmachen, dass man von Gott geliebt wird, dass man wertvoll ist." "You are loved, you are precious", singt die 42-Jährige, begleitet von einem Chor aus 10 000 Stimmen. Erneut hat das dreitägige Treffen, das diesmal unter dem Motto "Hören, was Jesus sagt" stand, zahlreiche Christen aus ganz Süddeutschland, aus Sachsen und Thüringen angelockt. Sogar Teilnehmer aus dem hohen Norden, aus England, der Schweiz und aus Kanada sind gekommen. Die Tagung wird immer beliebter: Insgesamt rund 16 000 Besucher sind es an diesem sonnigen Pfingstwochenende, worüber sich Organisator Werner Baderschneider besonders freut.
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"Es ist ungeheuerlich, dass es so etwas in unserer schlaffen und glaubensarmen Zeit gibt", würdigt Hauptredner Winrich Scheffbuch das Treffen. "In Bobengrün wird nicht geschwatzt, sondern zugehört, was Jesus sagt." Sein Kollege Wolfgang Heide weißt auf die Lebensfreude hin, die jeder Mensch spüre, der Jesus in sein Leben aufgenommen hat. Witzig ist die Geschichte, die Jugendevangelist "Gofi Müller" aus seinem Leben erzählt: "Jesus wollte etwas von mir, aber ich wollte nicht." Damals habe er erfahren, dass Gott nur das Beste für den Menschen anstrebe.
Im Posaunenchor spielt diesmal Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner mit. Für das Abschlussgebet und den Segen legt sie ihr Instrument kurz beiseite und lobt: "Was hier geschieht, ist eine Glaubensvermittlung, der ich mich von Herzen verbunden weiß."







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