Frankenpost

Kontakt Impressum als Startseite Sitemap
Suche
Erschienen am 28.05.2010 11:16
KRIPO GREIFT ZU
Sieben Einbrecher sind in Haft
Bild vergrößern
Der aufgebrochene Kassenautomat im Hallenbad Helmbrechts. Das Foto stammt vom Einbruch zwischen dem 10. und 11. April 2010.
Bild: Polizei
Hof/Bayreuth/Trier - Nach bayernweit fast 40 Einbrüchen, davon allein 20 in Oberfranken, legten Kripo-Spezialisten des Polizeipräsidiums Oberfranken unter Federführung der Hofer Staatsanwaltschaft jetzt einer neunköpfigen Einbrecherbande aus dem Hunsrück das Handwerk. Sieben Männer sitzen wegen schweren Bandendiebstahls in Untersuchungshaft. Zwei beteiligte Frauen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Anfang des Jahres 2010 zeichnete sich in Nordbayern eine Häufung von Einbrüchen in öffentliche Gebäude mit einem erkennbaren Schwerpunkt auf Schulen, Freizeitanlagen und Rathäusern ab. Die Täter hatten es offenkundig auf Bargeld aus Kassen oder ganze Tresore abgesehen und konnten mit ihrer Beute unerkannt flüchten. Bei ihren nächtlichen Raubzügen knackten sie die aufgestöberten Geldbehältnisse entweder noch im Gebäude oder rissen sogar Tresore aus Verankerungen, nahmen sie mit und plünderten sie unweit des Tatortes in aller Ruhe. Fast überall gingen die Täter mit brachialer Gewalt vor und hinterließen sehr hohen Sachschaden, aber eben auch brauchbare Spuren, die bei der späteren Aufklärung eine erhebliche Rolle spielen sollten. Anhand der Arbeitsweise der Einbrecher war diese markante "Handschrift" schließlich bei 20 Fällen in Oberfranken deutlich erkennbar. Hinzu kamen weitere Fälle in Niederbayern, der Oberpfalz und in Unterfranken, die in dieses kriminelle Verhaltensmuster passten. Die so gewonnenen Erkenntnisse führten dazu, dass diese Serie eine Aufgabe für die Experten der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPI (Z))des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayreuth wurde. 

Auf komplexe Formen der organisierten Kriminalität weit über die Grenzen Oberfrankens hinaus spezialisiert, stießen die Ermittler nach akribischen Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hof schließlich auf eine Gruppe von Verdächtigen aus dem Raum Trier. Bei diesen Personen handelte es sich um sieben 18-  bis 27-jährige Männer, darunter Kosovaren und Türken, sowie zwei Deutsche türkischer und marokkanischer Abstammung. Zwei 24- und 26-jährige deutsche Frauen mussten ebenfalls in den Kreis der Verdächtigen einbezogen werden. Die Gruppierung war bereits im vergangenen Jahr im Raum Mittelfranken/Baden-Württemberg ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft geraten. Ein gerichtsverwertbarer Tatnachweis konnte allerdings damals nicht geführt werden. Gleichwohl boten sich mit diesen Erkenntnissen den Bayreuther Ermittlern jetzt wertvolle  Fahndungsansätze.

Anfang Mai nahmen zunächst Kripobeamte aus dem Allgäu unter der taktischen Regie der oberfränkischen Kollegen drei Mitglieder der Bande in Buchlohe bei Kempten beim Einbruch in eine Schule und ein Hallenbad auf frischer Tat fest. Umfangreiche Vernehmungen und der Abgleich mit gesicherten Spuren führten schließlich zum Ergebnis, dass insgesamt sieben Männer dringend verdächtig waren, zahlreiche Einbrüche in ganz Nordbayern begangen zu haben. Zwei Frauen hatten vermutlich die Aufgabe übernommen, Autos für den jeweils geplanten Coup völlig legal anzumieten und nach den Beutezügen zurück zu geben.

Bild vergrößern
Und auch diesen Helmbrechtser Tresor nahm sich die Einbrecherbande vor.
Bild: Polizei
In einer konzertierten Aktion schlugen daraufhin am 20. Mai 2010 im Großraum Trier Spezialeinsatzkräfte unter Mitwirkung eines Staatsanwaltes aus Hof zu und nahmen weitere sechs Bandenmitglieder vorläufig fest. 

Auf der Grundlage professionell gesicherter und ausgewerteter Spuren durch die Fachkommissariate der örtlich zuständigen Dienststellen und wertvoller Zeugenhinweise nach Aufrufen über die Medien, überführten die Ermittler die Bande schließlich der fast 40 Eigentumsstraftaten mit einem Gesamtentwendungsschaden von 45.000 Euro - und einem Sachschaden von rund 110.000 Euro. Die Beute war jeweils unter den Männern aufgeteilt worden. Die Frauen bekamen offenbar lediglich ihre Auslagen für die Anmietung der Autos zurückerstattet. Alle Beteiligten gingen keiner geregelten Arbeit nach.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging gegen die sieben Männer Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls. Sie sitzen bis zu ihrer Hauptverhandlung in Untersuchungshaft und haben bei einer Verurteilung mit mehrjährigen Haftstrafen zu rechnen. Die beiden Frauen konnten aufgrund ihrer geringeren Beteiligung wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

In Oberfranken sind damit seit Januar 2010 bis dato unter anderem die Einbrüche in die Hauptschulen Hummeltal, Pottenstein und Pegnitz, die Schule und das Familienbad Gößweinstein, das Rathaus Betzenstein, eine Schule und ein Vereinsheim in Heiligenstadt, Schulen in Hollfeld und Weismain, die Hauptschule in Kirchenlamitz, das Hallenbad Münchberg, sowie die Einbrüche in Hallenbad, Grundschule und Realschule in Helmbrechts geklärt. Ob diese Tätergruppe für weitere Straftaten in Oberfranken verantwortlich ist, sollen die weiteren  Ermittlungen zeigen.
 
 

Artikel drucken Drucken| Artikel speichern Speichern| Artikel versenden Versenden Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Myspace mit Twitter versenden Bookmark bei: StudiVZ Bookmark bei: Google
 
 
 
 

Kommentare zum Artikel

  • von unbekannt am 28.05.2010 15:16
    Schon wieder..
    berichtet die FP darueber, welcher Abstammung die dringend Tatvertaechtigen sind!
    Ob das mal so gut fuer unser bisher hervorragendes Verhaeltnis zu unseren auslaendlischen Mitbuergern ist?
    Vielleicht sollten wir auch mehr Straftaten begehen, damit die "Anderen" nicht mehr so auffallen?

  • von alcapone am 28.05.2010 21:40
    Zurecht...
    "hervorragendes Verhaeltnis zu unseren auslaendlischen Mitbuergern"
    falls das ironisch gemeint war, bitte auch so kennzeichnen. Falls es ernst gemeint ist... das kann man durchaus auch anders sehen.

    Und die FP berichtet zurecht über die Abstammung der Tatverdächtigten.
    Das verstehe ich unter journalistischer Pflicht.

  • von Bergziege am 29.05.2010 11:28
    Der Beitrag,
    vom OMB bezog sich sicher auf frühere Veröffentlichungen der FP,als es mal eine kleine "Eskalation" zwischen Forum und FP gegeben hatte.
    @myststyle.Bin da voll Deiner Meinung.Egal welche Abstammung,jeder darf sich selbst disqualifizieren.Das Problem ist doch,dass sich in Deutschland manche Leute immer noch für die Vergangenheit entschuldigen.
    Ich entschuldige mich nur für mein Tun und nicht für das von anderen Deutschen.
    Und mit dem Ausländeranteil bei den Straftaten müsste sich mal die Politik beschäftigen und nicht nur die Integration schönreden.

  • von unbekannt am 30.05.2010 23:03
    Ich pisse mich ein..
    .. klar!! War etwas Ironie im Spiel....oder merkt man das nicht?

  • von mystyle am 29.05.2010 00:02
    wo is das ....
    ...Problem. Ich seh das auch nicht als schlimm an, welcher Abstammung die Täter sind. Nationalität hat doch nichts mit dem eigenen Gedanken an Gut oder Schlecht zu tun. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen *Punkt*


    Und noch was: Postings in einer Community bringen das Emotionale eines Menschen niemals real rüber ... und deswegen wird hier immer so viel falsch verstanden ... oder muss ich euch auch noch die 20/80 Schiene erklären?

    20% Sachebene und 80% Beziehungs- und Emotionsebene oder nennt es einfach Eisbergprinziep.

  • von selber am 29.05.2010 09:58
    Ausländische Mitbürger
    Ich habe mal zugehört wie sich unsere ausländischen Mitbürgern über die Deutschen unterhalten:
    die Deutschen sind Opfer Die muss du auf die Fresse hauen,und alle deutschen Frauen sind Schlampen usw.
    Auf die Freundschaft

  • von claumed am 29.05.2010 14:01
    zu ausländische mitbürger
    wir sind doch in bayern. da ist ja sowieso alles anders als in deutschland

 

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Bitte melden Sie sich an:

 
 
 

 
 
Wonne-Proppen
Handwerk in der Region
Gesundheitsführer Münchberg/ Helmbrechts
 
 
DIE KINDERZEITUNG
 
 
 
Umfrage

Grünes Licht für das Milliarden-Sparpaket: Fürchten Sie Einschnitte?

Ja, das wird sicher jeden treffen.
Nein, das geht doch mich nichts an.

weitere Umfragen