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Erschienen am 21.01.2008 00:00
Justiz fordert Durchsuchung von Computern
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Justiz fordert Durchsuchung von Computern
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Bamberg Der für große Teile Nordbayerns zuständige Generalstaatsanwalt in Bamberg, Dr. Heinz-Bernd Wabnitz (Foto), hat bessere Möglichkeiten zur Strafverfolgung von Internet-Kriminalität gefordert.

Beim Jahresempfang der Justiz im Oberlandesgerichtsbezirk Bamberg unterstützte Wabnitz die Forderung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble: „Wir müssen in die Computer hinein.“ Aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden sei die Möglichkeit der Online-Durchsuchung dringend erforderlich. „Wir müssen eine entsprechende Befugnis für spezielle und eng begrenzte Fälle schaffen, die es – nach entsprechender richterlicher Anordnung – gestattet, auf beweisrelevante Daten verdeckt, frühzeitig und gezielt zuzugreifen, bevor diese verschlüsselt oder unauffindbar im Internet abgelegt werden.“

Nur langsam werde in Öffentlichkeit und Politik begriffen, „was sich in den Weiten des Internets an Möglichkeiten, Strafbares zu tun, weltweit zusammenbraut“, sagte Wabnitz.

Es gebe kaum noch einen Kriminalitätsbereich, in dem das Internet als Tatmittel keine Rolle spiele. Die Palette reiche vom internationalen Terrorismus über Kinderpornografie und die Verbreitung von rechtsradikalem Gedankengut bis hin zum Betrug bei Ebay-Auktionen. R. M.

 
 

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Kommentare zum Artikel

  • von schubi am 21.01.2008 12:37
    Die grauen Emienzen der Justiz sollten mal Computerkurse besuchen...
    ...denn dann muessten sie nicht mit so reisserischen Parolen wie "in die Computer hinein muessen" aufwarten und verstuenden vielleicht ansatzweise wovon sie reden.
    Wer wirklich schwerwiegendes plant, der wird wohl kaum Informationen zugaenglich auf dem PC daheim speichern. Selbst wenn der Herr Generalstaatsanwalt sich mitten in die Computer hineinbeamen koennte, kommt er da nicht ran. Aber die eigentlichen Zielgruppen wurden ja bereits festgestellt - Nazis und eBay-Gauner. Wer weiss, welcher Buergerdefekt ohne grosses Aufheben noch auf die Listen kommt.
    Daher meine Forderung: Computerkurse fuer alle Politiker und hohe Beamte ueber 50. Das ist keine Diskriminierung - die Gruppe 60plus des BNV Hof vollbringt Grosses - aber diese Generation ist einfach nicht so selbstverstaendlich an den Umgang mit Computern und Internet gewoehnt und da diese Damen und Herren Entscheidungen fuer die Gesamtbevoelkerung treffen, finde ich es einfach gefaehrlich und fatal, Halbwissen in Gesetze zu giessen.

  • von michaelw am 21.01.2008 15:39
    Wenn man keine Ahnung hat....
    Ich stimme schubi zu!
    Allerdings ist Politik wohl einer der wenigen Bereiche, wo man Entscheidungen über Dinge treffen darf, von denen man nicht die geringste Ahnung hat.
    Hier ein schönes Beispiel aus dem Tal der Ahnungslosen, ehmm dem Bundestag
    http://netzpolitik.org/2007/kinderreporter-fragen-politiker-nach-dem-internet/

  • von alex.hm am 21.01.2008 18:25
    was wollen sie denn finden?
    .. wenn sie in die computer rein wollen? dummerweise wissen computernutzer, wie sie sich schützen, saudummerweise wissen Wichtigtuer nie wovon sie reden. den herren sollte mal einer sagen, dass es clevere computernutzer gibt, sicherlich clevere, als der staat beschäftigt. imho scheint mir, dass in der vergangenen zeit politiker nur mit dummen geblubber geld verdienen. nebenbei gesagt liegen auf meinem pc ganz private bilder, die nun wirklich niemanden etwas angehen. sollten sich die herrn mal gedanken machen, wies wäre, wenn sie meine frau unter der dusche sehen, ob das wohl lustig für sie oder lustig für mich wird.

    jedem empfehle ich sich mit truecrypt auseinander zu setzen: www.truecrypt.org

    alex

 

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