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Waldsassen – Karpfenliebhaber können sich in dieser Saison auf besonders wohlschmeckende Fische freuen. Grund für das kernige, feste Fleisch mit dem nussigen Geschmack seien die mäßigen Temperaturen im August und das langsamere Wachstum der Tiere, sagte Landwirtschaftsminister Josef Miller gestern in Waldsassen im Landkreis Tirschenreuth bei der Eröffnung der bayerischen Karpfensaison. Mit durchschnittlich 6000 Tonnen werde etwa die Hälfte aller deutschen Karpfen in Bayern gezüchtet.
In dieser Saison erwarten die Teichwirte aber eine etwas geringere Ausbeute. Die Kormorane hätten viele Jungfische geholt, vermutete der Fischereireferent des Ministeriums, Franz Geldhauser. Nach Angaben des Ministeriums gibt es bayernweit 8500 Betriebe, die fast alle im Nebenerwerb bewirtschaftet werden. Dort würden die Karpfen naturnah aufgezogen und nur mit Getreide gefüttert. „Eine industriemäßige Aquakultur, die Fischmehl oder Soja importieren muss, gibt es bei uns nicht“, sagte Miller. Um die Qualität zu sichern, läuft derzeit ein Verfahren bei der EU, um eine geografische Angabe für den Aischgründer Karpfen und den Fränkischen Karpfen europaweit zu schützen. Der Oberpfälzer Karpfen ist bereits eingetragen.
Von September bis April werden die beliebten Speisefische gefangen. Dies habe vor allem historische Gründe, da die Fische früher in den Sommermonaten nicht ausreichend gekühlt werden konnten, erläuterte Geldhauser. Außerdem sei der Geschmack in den Monaten mit „R“ oft besser, da sich bei Wärme manchmal Blaualgen bildeten. Diese seien für den moosigen Geschmack des Karpfens verantwortlich. dpa


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